Rennertshofen
Hebauf beim Kulturtreff – Großes Interesse am Projekt

30.10.2023 | Stand 30.10.2023, 20:45 Uhr |
Ralf Schmitt

Geschäftsführer David Bircks (v.l.), Zimmerermeister Matthias Lang und die Vorsitzende Ulrike Polleichtner konnten nun Richtfest am Kulturtreff feiern. Im Hintergrund warten bereits die Kindergartenkinder auf die Süßigkeiten. Foto: Schmitt

„Das Dach ist zu und dicht“, brachte der verantwortliche Architekt Gerd Mann die aktuelle Situation beim Um- und Ausbaus des alten Kinos in Rennertshofen auf den Punkt. Seine Frau Petronella, sie ist mit der Bauleitung beauftragt, rechnet „im späten Frühling oder im frühen Sommer“ mit der Fertigstellung des Gebäudes. Das hänge aber von vielen Unwägbarkeiten ab. „Die benötigten Firmen sind ausgebucht, das ist unser größtes Problem“, erklärt die Architektin.

Am Freitag wurde mit dem Hebauf ein großer Schritt in Richtung Einweihung getan. Nun können die Innenausbauarbeiten starten. Die noch auszuführenden Arbeiten zur Wärmedämmung an der Außenfassade sind zwar witterungsabhängig, aber es wird nicht damit gerechnet, dass eine nicht komplette Fertigstellung eine Eröffnung verhindern könnte.

Einer alten Tradition folgend las Zimmerermeister Matthias Lang den Richtspruch und trank den ersten Schluck Wein auf das Bauwerk und den Förderverein. Das dabei verwendete Glas ließ man mit dem Reim „denn Scherben bringen Glück und Segen, dem Förderverein auf allen Wegen“ am Boden zerschellen. Was jetzt folgte, war der Teil des Festaktes, auf den vor allem die Kindergartenkinder der Marktgemeinde gewartet hatten. David Bircks, Geschäftsführer der gemeinnützigen Stiftungsgesellschaft, warf von oben Süßigkeiten herunter, die von den Kindern mit lautem Gejohle aufgesammelt wurden.

Anschließend führte Bircks die Gäste durch die Räumlichkeiten und erklärte deren spätere Bedeutung. Über Schmink- und Umkleideräume für die Akteure künftiger Theateraufführungen bis hin zu einem Seminarraum für 30 Personen, der zu mieten ist, scheinen die verantwortlichen Planer an alles gedacht zu haben. Ein kleines, aber tonnenschweres Problem stellt noch ein alter Tresor dar. „Der wäre kostenlos an Selbstabholer abzugeben“, so Vereinsmitglied Helmut Hofmann scherzhaft. Ulrike Polleichtner, die Vorsitzende des Fördervereins, ist stolz auf das inzwischen Geleistete. Für Polleichtner besonders erwähnenswert ist das hervorragende Miteinander und die Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder. Nach ihren Angaben wurden von den Mitgliedern bereits mehr als 500 Arbeitsstunden an Eigenleistung in das Projekt investiert. Mehrere hundert stünden noch an. „Bei den bisherigen Abbrucharbeiten haben wir nicht aufgehört, weil Feierabend war, sondern weil nichts mehr in den Container gepasst hat“, erklärt Polleichtner das Engagement lachend.

Das Interesse in der Marktgemeinde an dem Projekt scheint sehr groß zu sein. Der erst Mitte Juni gegründete Verein hat bereits 140 Mitglieder, berichtet Bircks. „Das können gerne noch mehr werden, wir haben keinen Aufnahmestopp“, so Bircks mit einem Augenzwinkern. Für Interessenten stehe unter anderem ein kleines Drahtmännchen vor dem alten Kino, in dessen Korb Aufnahmeanträge liegen. Bircks verweist dazu auch auf die Internetauftritte des noch jungen Vereins in den sozialen Medien.

DK