Genaue Regeln für Freiflächen-Photovoltaik
Gemeinderat Rohrenfels will Anlagen auch im Wiesenbrüterschutzgebiet ermöglichen

18.05.2024 | Stand 18.05.2024, 9:00 Uhr

Auch Rohrenfels hat nun einen Kriterienkatalog für Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der jüngsten Gemeinderatssitzung verabschiedet. Foto: dpa

Der Gemeinderat Rohrenfels (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) beschloss einen Kriterienkatalog für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen mit 200 Metern Mindestabstand zur Wohnbebauung und maximal 1,3 Prozent Flächennutzung.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag war ein Kriterienkatalog für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen in der Gemeinde Thema. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass der Mindestabstand zur Wohnbebauung 200 Meter betragen muss. Außerdem werden maximal 1,3 Prozent der Gemeindefläche für solche Anlage zugelassen. „Das sind maximal 22,8 Hektar“, so Bürgermeisterin Manuela Heckl.

Der Gemeinderat hatte sich außerdem Gedanken zur Bodenqualität gemacht. Laut Bürgermeisterin Heckl dürfen Freiflächen-Anlagen auf Flächen mit einer Ackerzahl bis zu 40 errichtet werden. Im Gegensatz zu verschiedenen Behörden würde die Gemeinde jedoch auch Anträge auf Anlagen im Wiesenbrüterschutzgebiet annehmen. Antragsteller müssen unter anderem nachweisen, dass eine Einspeisemöglichkeit des gewonnenen Stroms vorhanden ist. Außerdem muss der Firmensitz für die gesamte Betriebszeit der Anlage in der Gemeinde Rohrenfels liegen. Und zudem sollen auch Bürgerbeteiligungen an den jeweiligen Anlagen möglich sein.

Nur noch versetzte Pultdächer



Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Bebauungsplan „Am Banngarten“. Der Gemeinderat Rohrenfels hat im März 2023 eine Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen fand in der Gemeinderatssitzung am 25. Januar statt. Aufgrund einiger Änderungen wurde der Bebauungsplan unter Berücksichtigung der gefassten Beschlüsse überarbeitet. Die daraufhin eingegangenen Stellungnahmen wurden von einem Planungsbüro bearbeitet und im Gemeinderat vorgestellt. Die wichtigste Änderung ist, dass nur noch versetzte Pultdächer zugelassen sind.

Außerdem ging es um die Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans, ein Thema, das den Rohrenfelser Gemeinderat schon lange beschäftigt. „Das läuft schon seit Jahren“, so Bürgermeisterin Heckl. In der Sitzung am Donnerstag sollte wieder über eingegangene Stellungnahmen beraten und abgestimmt werden. Mittlerweile gibt es keine weiteren Einwände seitens des Landratsamts Neuburg-Schrobenhausen. „Der Flächennutzungsplan wurde von unserer Seite aus den Zielen entsprechend angepasst“, erklärte Heckl.

Knapp 900 Euro Spendeneinnahmen



Zum Schluss der Sitzung teilte die Bürgermeisterin mit, dass im Jahr 2023 bei der Gemeinde Rohrenfels Spenden in Höhe von 852 Euro eingingen. „Die eingegangenen Spenden werden dem Landratsamt mitgeteilt“, sagte Heckl.

DK