Burgheim

Feuerwehr zieht trotz Pandemie positive Bilanz

14.07.2022 | Stand 14.07.2022, 15:45 Uhr
Ralf Schmitt

Die Liste langjähriger und verdienter Vereinsmitglieder war lang. Bürgermeister Michael Böhm (3. Reihe, links) war bei der Urkundenverleihung anwesend. Foto: Schmitt

Von Ralf Schmitt

Burgheim – Intensive und engagierte Jugendarbeit macht sich bei der Feuerwehr der Marktgemeinde Burgheim deutlich positiv bemerkbar. Vorstand und Bürgermeister sind bestrebt, diesen Trend beizubehalten und sogar noch zu intensivieren.

Da sich Jugendwart Thomas Blei mit dem Vereinsnachwuchs auf einem Jugendzeltlager im Altmühltal befand, berichtete Max Hiesinger stellvertretend über deren umfangreiche Aktivitäten. „Alle Prüfungen, die abgelegt wurden, konnten mit Bravour bestanden werden“, informierte Hiesinger abschließend. Bürgermeister Michael Böhm (CSU/JBB) lobte in seinen Worten die hervorragende Arbeit der Ausbilder. Für ihn bedeutet intensive Jugendarbeit auch Nachwuchssicherung. Dass das so bleiben soll, unterstrich er mit mahnenden Worten: „Stillstand bedeutet auch hier Rückschritt.“ Deshalb will sich das Gemeindeoberhaupt in Zusammenarbeit mit allen Ortsfeuerwehren verstärkt um das Thema Jugendarbeit kümmern. „Das ist unsere kommunale Verpflichtung“, versprach Böhm.

Außer dem Rathauschef waren die dritte Bürgermeisterin Margit Kugler (CSU/JBB) sowie die Gemeinderäte Judith Happ (CSU/JBB) und Thomas Bauch (FW) zur Versammlung gekommen. „Das zeigt mir euer Interesse an unserer Arbeit“, freute sich der Feuerwehr-Vorsitzenden Andreas Steiner darüber.

Pandemie beeinflusste das Vereinsleben

Wie in vielen anderen Vereinen auch, wurden bei der Jahresversammlung die Berichte über zwei Geschäftsjahre abgegeben. Dabei zog sich das Wort Pandemie wie ein roter Faden durch die Vorträge des Vorsitzenden und des Kommandanten Anton Gutjahr.

Trotz der dadurch bedingten Widrigkeiten in Ausbildung und Inübunghaltung musste die Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleistet bleiben. Insgesamt wurde die Wehr zu 64 Einsätzen gerufen, bei denen zirka 800 Einsatzstunden anfielen. Der große Dank des Kommandanten ging an Ortspfarrer und Dekan Werner Dippel. „Als Notfallseelsorger ist er für uns immer als Ansprechpartner da“, erklärte Gutjahr, der dabei vor allem von Einsätzen mit Schwerverletzten oder gar Todesopfern sprach.

Der Bericht des Kassierers Reinhold Diepold fiel kurz aber präzise aus. Die genannten Zahlen wurden von Kassenprüfer Josef Kimmerling bestätigt. Die daraufhin beantragte Entlastung des Vorstands war reine Formsache. Nach aktuellem Stand hat die Feuerwehr Burgheim 502 Mitglieder. 59 waren zur Jahresversammlung in das Gasthaus Brucklachner gekommen. Einer davon allerdings auch in einer herausgehobenen Funktion. Kreisbrandinspektor Alexander Bauer, Eigengewächs der Burgheimer Wehr, war nach eigenen Worten im Vorfeld der Versammlung „leicht nervös“ bei seinem vermeintlichen „Heimspiel“. Er konnte im Auftrag des Landkreises aber nur Positives über die Arbeit seiner Kameradinnen und Kameraden berichten und so war die Nervosität schnell verflogen. „Ihr seid in keinen Corona-Winterschlaf gefallen und habt euer qualitativ hohes Niveau gehalten“, waren seine lobenden Worte.

Dass er bei Alarmierungen in der Marktgemeinde Burgheim noch selbst ausrückt, wenn es seine Zeit erlaubt, bat Bauer zu entschuldigen. Er fahre dann nicht als Kreisbrandinspektor, sondern gerne, wenn nötig, auch nur als Melder mit. „Feuerwehr ist Handwerk, und ich arbeite gerne“, war seine nachvollziehbare Begründung für dieses Engagement.

Mitgebracht hatte er eine ganz besondere Auszeichnung. Er durfte seinen Freund und Weggefährten der vergangenen Jahre, Marco Pototzky, mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst auszeichnen. Insgesamt standen für die vergangenen beiden Jahre 63 Vereinsmitglieder zur Ehrung an.

Anwesend waren 13 davon: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Bettina Leichtenstern, Marco Pototzky, Martina Schmelcher, Alexander Bauer und Claudia Gutjahr. 40 Jahre Mitgliedschaft: Ludwig Eubel sowie Stefan und Philipp Lenz. 50 Jahre Mitgliedschaft: Josef Bauer, Heinrich Formann, Josef Breimair und Michael Reisch. 60 Jahre Mitgliedschaft: Günther Lanz.

DK