Ausbildungsstart
Emilie Kress aus Schrobenhausen macht eine Ausbildung zur Steinmetzin

15.09.2023 | Stand 15.09.2023, 15:00 Uhr

Emilie Kress aus Mühlried macht jetzt im elterlichen Betrieb bei ihrem Vater René Kress eine Ausbildung zur Steinmetzin und Bildhauerin. Foto: SZ

Der Start ins Ausbildungsjahr bedeutet für viele junge Menschen der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Auch im Schrobenhausener Land haben viele Azubis ihre Ausbildung begonnen.

Emilie Kress wird Steinmetzin



In Mühlried beginnt heuer eine junge Frau eine Ausbildung für einen Beruf, der immer seltener wird: Emilie Kress will Steinmetzin und Bildhauerin werden. Tatsächlich könnte man meinen, dass sie als Frau im Umgang mit schweren Steinen die einzige weit und breit wäre – ganz so ist es aber nicht. Immer wieder lassen sich auch Frauen von dem Berufsbild faszinieren.

Wobei es durchaus aufwendig ist, sich in dieser Branche zu engagieren, weil es nur noch wenige Berufsschulen gibt, die die entsprechenden Kurse anbieten; die Mühlriederin wird entsprechend viel in München sein, aber auch immer wieder mal bis nach Wunsiedel fahren müssen, um den theoretischen Teil ihrer zweigeteilten Ausbildung zu bewältigen.

Die praktische Ausbildung bekommt Emilie Kress im elterlichen Betrieb bei ihrem Vater René. Es gibt viel zu lernen, denn der Beruf des Steinmetzes hat eine handwerkliche Seite, die sich sowohl mit schwerem Material als auch filigranen Elementen befasst, aber auch künstlerische Aspekte. Gut möglich, dass es nach der Ausbildung mit der Meisterschule weitergeht. Denn Emilie Kress hat auf alle Fälle vor, als eine von gar nicht so wenigen Frauen in der Branche das traditionsreiche Handwerk weiter zu zelebrieren und so dann auch den elterlichen Betrieb langfristig in die Zukunft zu führen.

Zum Ausbildungsstart erhielt auch die Stadt Schrobenhausen Zuwachs: Bastian Schweiger hat sich für eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten entschieden, Leonard Gumin wird das Freibad-Team als Auszubildender Fachangestellter für Bäderbetriebe unterstützen. Vor beiden liegt in den nächsten drei Jahren eine spannende Zeit. Daher war es nur verständlich, dass die beiden 16-Jährigen an ihrem ersten Tag etwas aufgeregt waren. Das legte sich aber, nachdem sie vom stellvertretenden Bürgermeister Georg Berger begrüßt wurden. Dieser freute sich, den beiden Ihre Ausbildungsbox mit ihrem Ausbildungsmaterial überreichen zu dürfen.

Bürgermeister Harald Reisner hieß die zwei Neuankömmlinge dann am 4. September willkommen und wünschte ihnen für die kommende Ausbildungszeit viel Erfolg. „Ihr werdet sehen, es sind interessante Berufe, für die ihr euch entschieden habt. Man hat mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun und bekommt einen tiefen Einblick in deren Leben. Es wird eine spannende und abwechslungsreiche Zeit werden“, betonte Reisner. Ebenso überreichte er den beiden passend zum Ausbildungsstart eine Schultüte mit allem, was man für den Start in die Ausbildung brauchen kann.

Mit Eva Brandstetter, Fachbereichsleitung der Personalverwaltung, und Christine Pichler, Sachbearbeiterin in der Personalverwaltung, bekommen die jungen Kollegen hilfsbereite Ansprechpartnerinnen zur Seite gestellt. Bei einer Schnitzeljagd durch die Stadtverwaltung lernten sie alle Abteilungen kennen.

Zusammen mit dem Team des Bauhofs pflanzten sie zum Abschluss am Stadtwall ihren Ausbildungsbaum. Dieser soll symbolisch mit ihnen während der Ausbildungszeit wachsen und ein Nachfolger für die Bäume sein, die während des Sturms beschädigt wurden.

38 neue Auszubildende bei Bauer



Ob als Konstruktionsmechaniker, Industriekaufmann oder Technischer Produktdesigner, für viele junge Menschen hat am 1. September mit dem Start ihrer Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Bei der Bauer AG in Schrobenhausen haben insgesamt 38 neue Auszubildende in zwölf verschiedenen Berufen ihre Lehre aufgenommen. Somit konnten nahezu alle offenen Lehrstellen besetzt werden.

Die ersten drei Tage im Betrieb nutzte das Unternehmen intensiv, um den Neuen zum einen die Aufregung zu nehmen, zum andern, um ihnen neben sachlichen Informationen auch nützliche Instrumente an die Hand zu geben. Am mehrtägigen Onboarding-Seminar nahmen neben den Schrobenhausener Azubis außerdem drei weitere Lehrlinge von Bauer MAT aus Immenstadt im Allgäu und vier duale Studenten teil. Da der 1. September dieses Jahr auf einen Freitag fiel, hatte der Nachwuchs einen kurzen ersten Arbeitstag: Nach der Begrüßung durch Ausbildungsleiter Gerhard Piske und dessen Team ging es zu einer Werksbesichtigung nach Aresing und gleich danach ins Wochenende. Am Montag standen dann Teambuilding und das allgemeine Kennenlernen auf dem Programm. Hierzu fährt das Bauer-Ausbildungsteam schon seit vielen Jahren mit den neuen Lehrlingen nach Schloss Scherneck, wo unter anderem im Klettergarten gemeinsam Aufgaben gelöst werden müssen. „Damit machen wir seit langem gute Erfahrungen“, berichtet Gerhard Piske. Es nimmt den jungen Mitarbeitern die Anspannung und erste wichtige Kontakte werden geknüpft.

Am Dienstag wurde es mit den Themen Arbeitsrecht und Ablauf der kommenden Jahre schon ein bisschen theoretischer. Ab Mittwoch starteten dann alle richtig durch – die Gewerblichen in der Lehrwerkstatt, alle anderen in den Büroabteilungen.

Aber nicht nur in Schrobenhausen, auch in den anderen deutschen Bauer-Tochterunternehmen wurden bereits im August zahlreiche Lehrlinge herzlich begrüßt: Im Südharz, wo Schachtbau Nordhausen seinen Sitz hat, begannen 27 junge Menschen ihren neuen Lebensabschnitt. Bei der GWE, die ihren Hauptsitz in Peine hat, verstärken nun insgesamt zehn Azubis (vier in Peine, einer in Luckau und fünf in Nordhausen) das Team.

Die Spesa in Nordhausen kann sich ebenfalls über fünf neue Kolleginnen und Kollegen freuen, und auch Klemm Bohrtechnik im sauerländischen Drolshagen begrüßte fünf neue Auszubildende.

SZ