Dornen als Symbol
Eindruckvoller Kreuzweg und Auferstehungsfeier in Hörzhausen – Viele Familien gekommen

03.04.2024 | Stand 03.04.2024, 5:00 Uhr
Fritz Endres

Als Zeichen der Hoffnung stecken Erwachsene und Kinder Rosen unter die Dornen vor der Aussegnungshalle auf dem Friedhof.

Vor- und Schulkindern mit ihren Eltern in der heutigen Zeit das Geschehen an Ostern näher zu bringen, ist dem Vorbereitungs- und Organisationsteam in der Pfarrei St. Martin in Hörzhausen wieder eindrucksvoll gelungen. Am Karfreitag trafen sich über 60 Kinder und Erwachsene zum Kreuzweg, zur Auferstehungsfeier am Abend des Karsamstags waren es sogar über 80 Kinder und Erwachsene.

Mit der Resonanz war das Team mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Barbara Assenbrunner, Domvikar Dominik Zitzler, Franziska Steinborn, Anja und Christine Steinbacher, Teresa Siegl und Martin Knöferl sehr zufrieden. Beim Kreuzweg am Karfreitag waren das Kreuz aus schlichtem Holz und eine Dornenkrone wesentliche Bestandteile. Bei der Auferstehungsfeier am Samstag segnete Domvikar Zitzler dann die mitgebrachten Speisen.

„An Weihnachten haben wir gemeinsam auf das Geburtsfest auf dem Dorfplatz vorbereitet. Jesus wurde aus Liebe zu den Menschen geboren. Eine Rose aus Dornen stand im Mittelpunkt der Aktion“, erinnerte Martin Knöferl in seiner Begrüßung am Vormittag des Karfreitags. „Jesus als Erwachsener erzählt von Gott, heilt Kranke, hilft den Armen, wendet sich den Menschen zu und schenkt Hoffnung“, so Knöferl weiter. Am Palmsonntag feiern die Menschen seinen Einzug in Jerusalem als König. Wenig später wird er zum Tod am Kreuz verurteilt.

Familien tragen das Kreuz durchs Dorf

„Machen wir uns nun auf dem Weg und tragen das Kreuz durch unser Dorf“, lud Domvikar Zitzler zum Kreuzweg ein. Das Kreuz wurde abwechselnd von einzelnen Familien getragen. Vater, Mutter und die Kinder waren dabei. Während des Kreuzweges wurden abwechselnd gemeinsam die Lieder „Gottes Kraft geht alle Wege mit“ und „Das wünsch ich dir“ gesungen.

Erste Station war am Kirchenweg an der Paar. Teresa Siegl las einen Abschnitt aus der Leidensgeschichte der Bibel vor. Das Organisationsteam hatte eine Platte mit Rankhilfen vorbereitet. Martin Knöferl verteilte an Kinder und Erwachsene mitgebrachte Dornen. „Sie sind spitz, stechen, man kann sich verletzen. Auch heute werden Menschen verraten, ausgelacht, gemobbt, das tut weh. Wir denken an alle Menschen, die es schwer haben im Leben“, erläuterte Knöferl dieses Symbol. Die ausgeteilten Dornen durften Kinder und Erwachsene dann an der Rankhilfe stecken. Die Platte wurde anschließend hinter dem zirka 2,70 Meter großen Kreuz ohne Korpus mitgetragen.

Die letzte Station war der Friedhof über den hinteren Eingang bis zur Aussegnungshalle. Anja Steinbacher las eine weitere Stelle aus der der Bibel vor: „Die Soldaten führen Jesus zum Berg Golgotha, dort kreuzigen sie ihn. Da wurde es dunkel im ganzen Land und Jesus sagte: „Vater in deine Hände lege ich mein Leben. Dann starb er“. Nun wurden Rosen an alle Beteiligten ausgeteilt. „Rosen machen Menschen eine Freude, sie wachsen an Sträuchern mit Dornen. Aus dem, was uns verletzt, kann etwas Schönes, Wunderbares entstehen. Jesus stirbt am Kreuz, aber Gott lässt Jesus auferstehen. Das freut uns. Rosen sind ein Zeichen für Liebe. Gott liebt uns, darüber freuen wir uns und darum legen wir unsere Rosen auf die Dornenkrone“, erläuterte Domvikar Zitzler dieses weitere Symbol.

Gemeinsames Vaterunser zum Abschluss

Wie schon im letzten Jahr hatte der Priester wieder ein Lichtbuch mitgebracht. Vor dem aufgestellten Kreuz und der Rankplatte mit den Dornen und Rosen wurde gemeinsam das Vaterunser gebetet. Der Kreuzweg endete mit einer Einladung zur Auferstehungsfeier am Samstag auf dem Dorfplatz und einen Spendenaufruf.

Mit einem halbstündigen Gottesdienst feierten die Kinder mit ihren Eltern am späten Samstagabend dann die Auferstehung Jesu Christi. Ein Osterfeuer und Osterkerzen wurden entzündet. Mit der Auferstehung hat Jesus den Tod vernichtet und seine Liebe zu den Menschen bezeugt, so der christliche Glaube. Als sichtbares Zeichen der Auferstehung wurde am hölzernen Kreuz eine gelbe, leuchtende Sonne aus Glas angebracht. Das Kreuz aus Holz wurde bei der liturgischen Feier am Karfreitag in der Pfarrkirche verehrt und steht seit Ostersonntag mit dem goldenen Kreis als Zeichen der Hoffnung im Altarraum der Pfarrkirche St. Martin.

SZ