Grünau

Ein Muss für Waidmänner

Internationale Jagd- und Schützentage von 14. bis 16. Oktober wieder auf Schloss Grünau – mit Gewinnspiel

24.09.2022 | Stand 24.09.2022, 5:00 Uhr

Bauchsache: Auf der Jagdmesse auf Schloss Grünau gibt es auch allerlei Köstlichkeiten zu probieren. Foto: Janda, DK-Archiv

Grünau – Wenn die Internationalen Jagd- und Schützentage vom 14. bis 16. Oktober ihre Tore öffnen, wird Schloss Grünau erneut zur Hochburg für die Jagdbranche. Was einst klein und regional begann, ist heute laut Angaben des Veranstalters die größte Outdoormesse für Jäger und Schützen in Deutschland

Neben dem Bayerischen Jagdverband, der sich heuer gemeinsam mit seinen Kreisgruppen wieder mit einer Sonderschau auf einer Fläche von über 400 Quadratmetern präsentiert, sind der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband Baden-Württemberg mit eigenen Ständen vertreten. Darüber hinaus haben sich bereits viele Teilnehmer aus Österreich angemeldet, unter anderem sind rund 200 Schützen aus Tirol mit von der Partie.

Auch der erste Bundesjägerinnentag, der am 16. Oktober auf der Messe stattfindet, stößt bereits jetzt auf großes Interesse. „Für viele Aussteller wird unsere Messe in Grünau zunehmend wichtiger, da sie sowohl für Endverbraucher als auch für Fachbesucher attraktiv ist“, sagt Projektleiter Leopold Reich. „Deshalb nutzen die Hersteller international führender Marken diese Plattform, um neben Altbewährtem auch ihre Neuheiten zu präsentieren – und es werden jährlich mehr.“

Ein Grund dafür sei sicher, dass die Jagd- und Schützentage dort stattfinden, wo die Jagd zu Hause ist – draußen in der Natur und dann noch rund um ein Schloss mit großer jagdlicher Tradition. „Wir sind mit der Idee angetreten, dass eine Jagdmesse hierher gehört und nicht in irgendwelche Messehallen“, so Hans-Joachim Reich, Gründer der Messe. „Anfangs wurden wir von Besuchern und Ausstellern nicht gerade überrannt, aber jetzt zeigt sich, dass unser Konzept aufgeht und bereits einige Nachahmer findet.“

In Grünau werden die Jagdhunde im Freien vor dem Schloss und nicht auf Showbühnen präsentiert. Adler und Falken ziehen bei der Greifvogel-Vorführung nicht zwischen betonierten Hallenmauern ihre Kreise sondern unter weiß-blauem Himmel. Und die Besucher aus den unterschiedlichen Regionen und Sparten kommen im Biergarten bei Bier und Brotzeit zusammen und müssen sich nicht in ein dunkles Messebistro zwängen, kehren die Veranstalter die Vorteile ihrer Messe heraus. Die Führungen durch den ans Schloss angrenzenden Auwald rundeten zudem das Naturerlebnis für die Messebesucher ab.

Das Motto des familiengeführten Unternehmens Reich „Brauchtum erhalten – Zukunft gestalten“ werde in Grünau gelebt. Die Jagd- und Schützentage würden von Jägern für Jäger organisiert.

Getreu dem „Familien-Motto“ werden in Grünau technische Neuheiten mit traditioneller Handwerkskunst im jagdlichen Umfeld zusammengebracht. „Bei uns können die Besucher zuschauen, wie ein Gamsbart gebunden, eine Lederhose bestickt oder eine Basküle graviert wird und sich am Stand daneben zur neuesten Wärmebildtechnik oder Wildkamera beraten lassen, bevor es ins nächste Messezelt zum Anprobieren eines schicken Jankers oder Jagdhutes geht“, erklärt Leopold Reich.

Diese Vielfalt ist es, die die Jagd- und Schützentage ausmache. Hinzu komme die einzigartige bunte Mischung aus Auftritten und Aufmärschen der vielen unterschiedlichen Jagdhornbläsergruppen, Fahnenabordnungen, der schottischen Drum and Pipe Band, der Gebirgs- und Böllerschützen, dem Sternmarsch der Blaskapellen sowie dem großen Abschlusskonzert mit 300 bis 400 Jagdhornbläsern im Schlosshof, das nach drei erlebnisreichen Messetagen nicht nur bei den Veranstaltern für Gänsehaut sorgt. Nicht zu vergessen die traditionelle Hubertusmesse im Innenhof des Schlosses, feierlich umrahmt von den Oberpfälzer Parforcehornbläsern. Nicht zuletzt deshalb leisteten die Jagd- und Schützentage auch einen großen Beitrag für die Öffentlichkeitsarbeit. „Wenn ich von einem Nicht-Jäger nach der Messe die Rückmeldung bekomme: ‚Wir wussten ja gar nicht, wie schön die Jagd ist‘, dann haben wir alles richtig gemacht“, resümiert Hans-Joachim Reich die Veranstaltung im vergangenen Jahr.

WETTBEWERB: WER MALT DEN SCHÖNSTEN WOLPERTINGER?

Zu den Internationalen Jagd- und Schützentagen vom 14. bis 16. Oktober auf Schloss Grünau ruft unsere Zeitung zusammen mit dem Veranstalter einen Malwettbewerb für Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen aus dem Verbreitungsgebiet aus. Gesucht werden die schönsten, lustigsten und fantasievollsten Wolpertinger. Die zehn besten Einsendungen bekommen Eintrittskarten für die Messe, wo drei Bilder von einer hochkarätig besetzten Jury mit attraktiven Preisen belohnt werden.

Der Wolpertinger ist Bayerns bekanntestes Fabelwesen. In zahlreichen Wirtshäusern und auch so mancher Jägerstube des Freistaats ist er auch heute noch in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen zu sehen. Mal handelt es sich um einen Hasen mit Entenschnabel und Flügeln, mal um ein Eichhörnchen mit Hirschgeweih und Schwimmflossen. Der Fantasie waren traditionell noch nie Grenzen gesetzt, wenn es um die Darstellung dieses beliebten Mischwesens, dessen Ursprünge gar nicht wirklich bekannt sind, geht. Und so freuen sich auch schon die Redaktion Neuburg des DONAUKURIER und Veranstalter Reich über viele kreative Zeichnungen, die unsere Zeitung hoffentlich zahlreich erreichen.

Unter allen Einsendungen wählt die Redaktion zunächst zehn junge Künstler aus, die mit ihren Bildern ins Rennen um die ersten drei Plätze gehen. Wer letztlich gewinnt, entscheidet die Fachjury um Forsthaus-Falkenau-Star Christian Wolff (Foto links), Jagdmaler und Autor Jörg Mangold (Mitte), Christine Liepelt (rechts, Jagdkreisgruppenvorsitzende von Neuburg) und Maria Grepmair (Jagdkreisgruppenvorsitzende von Schrobenhausen). Die Autoren der zehn ausgewählten Einsendungen dürfen zusammen mit ihren Familien (Geschwistern und Eltern) am Freitag, 14. Oktober, kostenlos auf die Jagdmesse, wo sie auch eine Brotzeit bekommen. Gegen 17 Uhr werden die Gewinner bekanntgegeben. Der erste Platz erhält ein hochwertiges Dirndl oder einen Janker der Firma Da Tracht’n Bäda, der zweite einen Rucksack von Hubertus Loden und der dritte einen Anstecker aus der Tegernseer Goldschmiede.

So wird mitgemacht: Mitmachen dürfen alle Kinder, die eine dritte oder vierte Klasse in einer Schule in Neuburg-Schrobenhausen besuchen. Teilnehmer schicken die gemalten Wolpertinger als JPG-Datei – Werke, die auf Papier gemalt wurden, bitte scannen oder spiegelungsfrei abfotografieren – an die E-Mail-Adresse redaktion.neuburg@donaukurier.de. Die Dateien sollten eine hohe Auflösung und eine Mindestgröße von 1 Mb haben. Wichtig: Unbedingt Vorname, Name, Adresse, Klasse und Schule des Kindes angeben. Zur Kontaktaufnahme mit den Eltern bitte auch unbedingt eine Telefonnummer und Namen der Eltern vermerken. Einsendeschluss ist Freitag, 30. September, 18 Uhr.

Hinweis: Mit der Einsendung einer E-Mail erklären sich Eltern/gesetzliche Vertreter der Kinder einverstanden, dass die Namen der Kinder in der Zeitung und im Falle eines Gewinns auch Fotos von ihnen veröffentlicht werden.

bas