Montini-Chor im Baringer Münster
Der Herzschlag Mariens zum Klingen gebracht

13.08.2023 | Stand 12.09.2023, 23:42 Uhr

Der Montini-Chor ist durch Auftritte in Funk und Fernsehen bekannt. Foto: Montini-Chor

Gewissermaßen als Ausklang des Festes Mariä Himmelfahrt gibt es im Münster Heilig Kreuz in Bergen am Sonntag, 20. August, um 16 Uhr ein besonderes Konzert: das alpenländische Marienoratorium.

Alpenländisches Marienoratorium



Angekündigt hat sich der durch Funk- und Fernsehaufnahmen bekannte Montini-Chor unter Leitung von Hans Berger, der auch sein gesamtes Ensemble mit Chor und Instrumentalisten mit nach Baring bringt. Der Volksmusiker und Komponist hat sich im Laufe seiner langjährigen Erfahrung als Kirchenmusiker und insbesondere im Jahr 2012 mit der faszinierenden Figur der Mutter Maria auseinandergesetzt und ein Alpenländisches Marienoratorium komponiert, das die Lebensstationen hörbar in Szene setzt.

Das Oratorium beginnt mit der Geburt Mariens, deren Herzschlag durch den Kontrabass verdeutlicht wird. Die verbindenden Passagen aus der Heiligen Schrift werden von einem Evangelisten solistisch vorgetragen. Einen wichtigen Programmpunkt nimmt die Verkündigungsszene ein. Maria ist alleine im Gebet versunken und wird vom Engel heimgesucht, der ihr verkündet, dass sie die Mutter des Erlösers sein soll. Vom Heiligen Josef erzählt ein Männerduett. Zur Geburt Christi wird ein strahlendes Gloria erklingen. Der musikalische Reigen spannt sich weiter zum Lichtmesstag bis hin zur Marienverehrung und der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Musik für viele



Hans Berger wuchs in Seebach/Oberaudorf auf und ist einer der erfolgreichsten Komponisten der Bayerischen Volksmusik: Mit zahlreichen Konzerten, CD-Veröffentlichungen, Rundfunk- und Fernsehauftritten berührte er die Herzen vieler Menschen. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, Ehrungen und Preise. Berger schlägt mit seinen Kompositionen Brücken von der klassischen Musik bis hin zur volksmusikalischen Tradition, dies ist in seinen Konzerten stets deutlich hörbar. Er begeistert sich für den musikalischen Nachlass von Peter Huber, dem „Müllner-Peter von Sachrang“, und gestaltete viele Jahre die Bayerisch-tirolerische Wallfahrt in Sachrang, wodurch sich der Müllner-Peter-Chor gebildet hat.

Kelheimer Kulturmäzen als Initiator



Der Vorsitzende des Freundeskreises „Kultur im Baringer Münster“, Edgar Mayer, zugleich Organist in der Münsterkirche, ist hocherfreut angesichts des Konzerte, das bei freiem Eintritt besucht werden kann. Es wird lediglich um Spenden für die bevorstehende Sanierung der Bittner-Orgel im Münster gebeten. Dass es zu diesem Konzert kommt, dafür ist ein Kulturmäzen aus Kelheim verantwortlich, der namentlich nicht genannt werden möchte. Ende April feierte er in Baring seinen 70. Geburtstag und konnte Hans Berger dafür gewinnen. „Weil mir das alles so gut gefallen hat, wollte ich ein bisschen mehr tun und mich mehr engagieren für das Münster in Bergen. Dort, wo ich zur Ruhe kommen kann, besonders in der Krypta. An diesem Ort spüre ich, dass er meiner Seele gut tut“, so nennt der rüstige Unternehmer sein Anliegen, das in einer reinen Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer begründet ist. „Letzten Endes möchte ich dem Himmel danken für alles, was ich in meinem Leben erfahren durfte. Der Himmel weiß schon, was er tut. Er hat einen Plan mit uns.“

Menschen durch Musik in Kirche bringen



Bei Gesprächen mit Hans Berger stellten beide eine Gemeinsamkeit fest: Die Leute anzusprechen, dass sie sich wieder mehr dem Glauben öffnen und dass sie nicht so losgelöst vom Schöpfer leben. Und so entwickelte sich der Gedanke und der Plan, das Konzert des hochkarätigen und gerade im Alpen- und Oberland sehr bekannten Ensembles in Bergen zu organisieren. „Es wäre schön, wenn es uns gelingen würde, durch die Musik viele Menschen in die Kirche zu bringen“, so der Kelheimer.

DK