Aresing

Bauer baut bald

Gemeinderat Aresing genehmigt weiteren Antrag für Logistikzentrum – Weiteres Thema: LED für Straßenlaternen

23.06.2022 | Stand 23.06.2022, 8:00 Uhr

Auf dem Betriebsgelände der Firma Bauer in Aresing soll auf rund vier Hektar Größe ein Logistikzentrum entstehen. Dazu will das Unternehmen vor dem Bau die Voraussetzungen mit der Verlegung ihres Testplatzes, Errichtung eines Sickerbeckens für das Oberflächenwasser und Anlegen von Stellplätzen schaffen. Foto: Preckel

Von Günter Preckel

Aresing – Noch befindet sich der Bebauungsplan für die Errichtung eines riesigen Logistikzentrums durch die Firma Bauer in Aresing im sogenannten Aufstellungsverfahren beim Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen. Wie berichtet, will das Unternehmen auf dem Firmengelände südlich des Ortsausgangs mit mehreren Gebäuden, darunter ein Hochregallager mit 28 Metern Höhe, die Zukunft seines Standortes in Aresing sichern. Jetzt lag den Gemeindevertretern bei ihrer jüngsten Sitzung dazu ein weiterer Bauantrag zur Begutachtung vor, um erste Maßnahmen für das Logistikzentrum, wie das Anlegen eines Sickerbeckens für die Entsorgung des Oberflächenwassers, die Erdarbeiten für die Bereitstellung von 176 Stellplätzen sowie die Erweiterung des Testplatzes, genehmigt zu bekommen. Die Volksvertreter hatten nichts einzuwenden.

Am Rande der Gemeinderatssitzung bemerkte Bürgermeister Klaus Angermeier (CSU), dass für die Abbiegespuren zum Firmengelände an der Kreisstraße ND 6 in Richtung Gerolsbach der Straßenzug schon diese Woche rund drei Monate lang gesperrt werden müsse. Eine Umleitung über die alte Gerolsbacher Straße sei jedoch problemlos zu bewältigen, hieß es.

„Die Firma will heuer schon mit Erdarbeiten für das neue Logistikzentrum beginnen“, informierte der Rathauschef. Auf einer Fläche von rund vier Hektar sollen dann nach und nach die Gebäude entstehen. Der gesamte Bebauungsplan, der bereits zwei öffentliche Auslegungen durchlaufen und damit eine gewisse Planreife erlangt habe, befinde sich zurzeit noch bei den Genehmigungsbehörden, um unter Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen letzten Schliff zu erhalten, so der Bürgermeister.

Weiterer Knackpunkt der Sitzung war ein Umrüstungskonzept der Straßenbeleuchtung auf modernes LED-Licht in Aresing. Dazu erhielt der Gemeinderat Besuch von Mitarbeitern der Bayernwerke, die ihr Angebot präsentierten. „In der Gemeinde gibt es zirka 400 Straßenlampen“, informierte der Bürgermeister. Infrage komme zunächst jedoch nur der Ort Aresing selbst mit rund 240 Leuchten. Und das würde mächtig ins Geld gehen. Gesamtkosten in Höhe von knapp 120000 Euro wurden berechnet, eine Förderung von 25 Prozent werde jedoch nur für 152 Leuchten gewährt, hieß es. „Eine Umrüstung würde zu einer jährlichen Einsparung von 15 Tonnen Kohlenstoffdioxid und knapp 40000 Kilowattstunden Strom, also rund 70 Prozent, führen“, bemerkte Klaus Angermeier. Dass es aber bei den angesetzten Kosten nicht bleibe, rechnete Vizebürgermeister Georg Hartmann (FW) vor. Schließlich müssten dann Nebenarbeiten, wie das Verlegen weiterer Erdkabel wie Leerrohre für Glasfaser und zusätzliche Leitungen, mit einberechnet werden. „Und das gehe dann in die Millionen“, so Hartmann. „Alles gehe nur mit einer vernünftigen Planung“, betonte der Rathauschef und setzte sich für eine Teillösung für diejenigen Bereiche, „wo es wirklich Sinn ergibt“, ein. Jetzt sollen zunächst die förderfähigen Lampen begutachtet werden, um mit Maß und Ziel Aresing in besserem Licht erstrahlen zu lassen.

Anschließend lenkte Angermeier den Blick auf die Bürgerversammlung, die am Samstag, 6. August, ab 19.30 Uhr, in der Stockschützenhalle des BC Aresing über die Bühne gehen soll. Die nächsten Gemeinderatssitzungen sollen dann am Dienstag, 12. Juli, und am Montag, 1. August, jeweils um 19.30 Uhr im Rathaus stattfinden.

SZ