Rinderrasse der Kelten
Rotes Höhenvieh weidet nahe der Rosenburg

Projekt dient der Erhaltung der Artenvielfalt

01.09.2023 | Stand 12.09.2023, 22:30 Uhr

Das Rotvieh auf der Weide ist bei Spaziergängen nahe der Riedenburger Rosenburg ein vertrauter Anblick. Foto: Frahsek/VöF

Auf den Sommerweiden am Gleislhof in Riedenburg weidet das Rote Höhenvieh seit mittlerweile acht Jahren. Die Vorzüge dieser Rinderrasse wussten bereits die Kelten zu schätzen.

Aber mit der zunehmenden Spezialisierung der Landwirtschaft konnte diese Rasse nicht mehr mithalten und wäre fast ausgestorben. Im Zuge des Projekts des Altmühlleiten laut einer Mitteilung des Kelheimer Landschaftspflegeverbands VöF gelungen, die alte Form der Rinderbeweidung im Altmühltal mit einer historischen Rasse wieder aufleben zu lassen.

Die Tiere verrichten den Sommer über ihren Dienst als Landschaftspfleger zum Erhalt und zur weiteren Extensivierung des artenreichen Grünlands mit botanischen Raritäten wie zum Beispiel der Orchidee Bienenragwurz.

Die Größe der Herde richtet sich nach dem vorhandenen Aufwuchs, denn Zufütterung ist tabu. Die Milch der Kühe kommt ausschließlich den Kälbern zugute. Nicht zuletzt entsteht dabei eine hochwertige regionale Fleischspezialität, die am Sonntag, 10. September, probiert werden kann. Um 10.45 Uhr werden Landrat Martin Neumeyer (CSU) und Bürgermeister Thomas Zehetbauer (CWG) im Riedenburger Fuchsgarten einen gegrillten Weide-Rotviehochsen anschneiden.

DK