Die wichtigste Aufgabe der Wasserwacht
Riedenburger Schwimmkursleiter berichten von Problemen und zukünftigen Angeboten

25.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:36 Uhr |
Franziska Schröppl

Die Schwimmkurse in der Schwimmhalle in Riedenburg konnten in den Osterferien seit längerem wieder stattfinden. Foto: Imago

Schwimmkurse sind in den vergangenen Jahren unter keinem guten Stern gestanden.

Das haben auch Tina und Christian Augenthaller aus Riedenburg erlebt. Sie leiten seit einigen Jahren Schwimmkurse in Riedenburg und berichten von der aktuellen Situation in der Dreiburgenstadt.

Die vergangenen Jahre waren von einigen Schwierigkeiten geprägt, so war erst aufgrund der Corona-Pandemie und dann wegen der hohen Gaskosten die Schwimmhalle in Riedenburg geschlossen.

Wie die Schwimmkursleiter erzählen, konnten in den Osterferien wieder Schwimmkurse stattfinden. Da das Schwimmbad bis zu Beginn des neuen Schuljahres aber wieder für die Riedenburger Wasserwacht geschlossen ist, geht es erst ab September weiter.

Riedenburger Wasserwacht auf der Suche nach Trainern

Außerhalb der Ferien Kurse anzubieten, wird für die Wasserwacht Riedenburg personell immer schwieriger. „Wir sind im Moment vier aktive Schwimmkurslehrer und alle berufstätig“, erklärt Tina Augenthaller. Deshalb seien sie auf der Suche nach interessierten Trainern.

Tina und Christian Augenthaller haben auch eine Empfehlung, wann für Kinder der richtige Zeitpunkt ist, schwimmen zu lernen: „Umso älter, umso besser“, erklärt Tina Augenthaller. Das Mindestalter liege bei sechs Jahren. Bis fünf Jahre gehe es meist nur um die Wassergewöhnung und das Verständnis. Zudem sei auch die Kraft noch nicht so vorhanden, wie es notwendig ist.

Wie Tina Augenthaller beobachten konnte, werden die Kinder in den Kursen eher älter, da in den vergangenen Jahren wegen Corona und Schließungen viele Kurse ausgefallen sind. Das Problem dabei: „Vielen älteren Kindern ist es peinlich, dass sie noch nicht schwimmen können, während ihre Freunde es schon seit Jahren beherrschen.“

Außerdem sei ein Kurs, der für sechsjährige Kinder gedacht ist, nicht geeignet für Zehnjährige. Deshalb überlegen Tina und Christian Augenthaller, ob sie einen Kurs für ältere Kinder anbieten werden – mit entsprechenden Vorkehrungen: Der Kurs soll dann abends, wenn alle anderen Besucher die Halle verlassen haben, stattfinden.

Dass diese Kinder auch schwimmen lernen, ist Tina und Christian Augentahller sehr wichtig. „Menschen schwimmen beizubringen ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe der Wasserwacht“, sagt Christian Augenthaller. „Es geht am Ende auch einfach um die Sicherheit der Kinder.“

Kinder sollen vor den Kursen an die Umgebung gewöhnt werden

Dabei gibt es einen Trick, wie Eltern ihren Kindern den Start in den Schwimmkurs erleichtern können. Die beiden Schwimmkursleiter empfehlen, die Kinder vor dem Kurs an die unbekannte Umgebung zu gewöhnen. Das heißt, man solle der Schwimmhalle am besten schon zwei bis drei Mal einen Besuch abgestattet haben. „Der Kurs findet ohne die Eltern statt, deshalb ist es gut, wenn die Kinder schon einmal die Umgebung kennen“, sagt Tina Augenthaller.

Damit auch in Zukunft möglichst viele Schwimmkurse stattfinden können, ist geschultes Personal nötig. Um die Kurse leiten zu können, braucht man einen Lehrschein S. Dieser kann in Absprache mit der Wasserwacht gemacht werden. Bei Interesse kann man sich bei Tina Augenthaller melden, unter der Nummer (09442) 906490. Sie freut sich über jeden, der einen Kurs leiten möchte. „Wir möchten jedem Kind die Möglichkeit geben einen Schwimmkurs zu besuchen, dafür brauchen wir Schwimmtrainer.“

DK