Riedenburg

Ladeschrank macht E-Biker glücklich

Zwölf Schließfächer neben der Riedenburger Tourist-Information dienen dem Auffüllen der Akkus

13.06.2022 | Stand 13.06.2022, 15:39 Uhr

Sehr angetan vom neuen Ladeschrank für E-Biker (im Hintergrund) auf dem Riedenburger Marktplatz zeigten sich diese Mitglieder einer Radgruppe aus Schifferstadt. Die Bedienung erfolgt simpel durch ein Münzpfandschloss-System. Man braucht nur eine Zwei-Euro-Münze. Fotos: Tourist-Info

Riedenburg – Die Stadt Riedenburg erweitert ihren Service für die Radfahrer. Dafür wurde am Marktplatz ein neuer Ladeschrank aufgestellt, an dem E-Biker ihre Akkus mit Strom füllen können. Das teilte Tanja Roithmeier, die Leiterin der Tourist-Information, mit.

Durch Riedenburg führen bekannte Radwege wie der Altmühltal-Fahrradweg und der Fünf-Flüsse-Fahrradweg. Die Dreiburgenstadt ist zudem der Einstiegspunkt in den Schambachtal-Fahrradweg nach Ingolstadt und kleinere und größere Rundtouren führen rund um Riedenburg. Längst hat das E-Bike die Radfahrer-Szene erobert, was somit weitere Wege im Gemeindegebiet für die Aktiven erschließt.

Gerade der Marktplatz wird, vor allem um die Mittagszeit, von vielen Fahrrädern angesteuert. Daher war es für die Stadt ein Muss, diesen Anziehungspunkt fahrradfreundlich zu gestalten. Platz, um die Gefährte abzustellen, bieten die Fahrradbügel. Doch die ideale Lösung, um die Akkus aufzuladen, hatte es bislang nicht gegeben. Tanja Roithmeier sagte dazu: „Das bisherige System, sich Kabel in der Tourist-Information auszuleihen, hat sich nicht bewährt. Leider gibt es kein einheitliches Stecker-System bei den E-Bikes. Zudem konnte dieser Service nur während der Öffnungszeiten des Büros angeboten werden.“

Daher habe das Tourismusteam der Stadt Riedenburg die Initiative ergriffen, um den Fahrradservice am Marktplatz zu verbessern. Die Herausforderung bestand darin, das Laden möglichst vieler Akkus, egal von welchem Hersteller, in die Gegebenheiten zu integrieren. Von in der Tourismusbranche tätigen Kollegen erfuhr Roithmeier von den Problemen, die andere Ladeschränke mit sich brachten: störanfällige sowie teilweise sehr komplizierte Technik und nicht einsehbare Fächer bieten Möglichkeiten, um illegale Substanzen zu verstecken.

Die Suche nach einem geeigneten Ladeschrank gestaltete sich laut Roithmeier aber als nicht ganz einfach. Schließlich wurde eine Firma aus Stuttgart gefunden, die einen soliden Schranktyp anbot, der den geforderten Kriterien entsprach. Dieser konnte nun nach Vollendung der Baustelle am Haus des Gastes installiert und in Betrieb genommen werden. Es wurde ein Ladeschrank mit zwölf Schließfächern zwischen der Tourist-Information und dem Gasthaus Schwan aufgebaut, der den Gästen rund um die Uhr zur Verfügung steht. In jedem Fach befinden sich zwei Steckdosen, um kostenlos die Akkus zu laden. Daneben bietet das Schließfach Platz, um einen Helm oder kleinere Gepäckstücke aufzubewahren.

Die Bedienung erfolgt ganz simpel durch ein Münzpfandschloss-System: einfach eine Zwei-Euro-Münze in das Münzpfandschloss werfen, zusperren und den Schlüssel gut aufbewahren. Beim Wiederaufsperren bekommt der Nutzer die Münze wieder zurück. Die Benutzung ist ein kostenloser Service der Stadt Riedenburg.

Bürgermeister Thomas Zehetbauer (CWG) äußerte sich zufrieden über diese Lösung: „Ich sehe die vielen Radurlauber, die unsere schöne Stadt besuchen. Natürlich gibt es auch genug Einheimische, die mit dem Fahrrad unterwegs sind und diesen Service ebenso in Anspruch nehmen wollen.“ Für E-Biker sei so eine gute und einfache Lösung in der Altstadt entstanden, die sich wunderbar in den Standort integriere. „Riedenburg wurde so wieder ein Stück fahrradfreundlicher, was mich persönlich sehr freut“, sagte Zehetbauer.

Kaum aufgebaut wurde der neue Ladeschrank bereits getestet und für gut befunden. Eine Radgruppe „Freundeskreis aus Schifferstadt“ unternahm am Freitag eine Radtour von Beilngries nach Kelheim und kehrte auf dem Rückweg in Riedenburg ein. Der Ladeschrank wurde selbstverständlich sofort unter die Lupe genommen und von der Männergruppe für gut befunden. Karl Maurer, Elektriker in Ruhestand, zeigte sich besonders angetan und freute sich über diesen tollen Service für die Radfahrer, den Riedenburg nun zu bieten hat.

DK