Riedenburger Team erfolgreich
Dritter Platz bei Deutschen Meisterschaften im Schulschach

12.05.2024 | Stand 12.05.2024, 19:09 Uhr

Nach dem Erfolg bei den Deutschen Schulschachmeisterschaften wurde das Team der Staatlichen Realschule Riedenburg in der Heimat beglückwünscht: Maximilian Buchhammer (von links), Lehrer Gottfried Riepl, Samuel Aigner, Leon Schröder, Schulleiter Thomas Dachs, Niklas Aigner, Maxim Weinberger und Trainer Reinhard Blodig. Fotos: Riepl/Erl

„Schach macht mehr Spaß als Mathe“, sagt Maxim Weinberger (15) von der Klasse 10c der Staatlichen Realschule Riedenburg. Kein Wunder, denn er ist Teil des erfolgreichsten JSM-Schachteams, das jemals an Turnieren teilgenommen hat.

Von den Deutschen Schulschachmeisterschaften in Osnabrück mit 20 Teilnehmerteams vom 27. bis 30. April kehrten sie mit dem dritten Platz und einem großen Pokal zurück. Zudem standen sie zuvor bei allen bayerischen Schulmeisterschaften auf Realschulebene mit auf dem Siegertreppchen.

„Ich bin überglücklich über diesen einzigartigen Erfolg. Der dritte Platz quer über alle Schularten auf Bundesebene ist zum Erfolg auch ein Ansporn, das weiterzuführen. Der Stolz auf diese jungen Leute ist enorm“, freute sich Schulleiter Thomas Dachs. Er versprach, dass für die fünf Schach-Athleten von Seiten der Schule zusätzlich zum Pokal noch etwas dazu kommen wird.

Mit Dank und Lob hob er auch die Leistung von Schach-trainer Reinhard Blodig hervor und das Engagement von Gottfried Riepl, der als Lehrer und Mitglied der erweiterten Schulleitung das Team in seiner Freizeit begleitet hatte. Finanziert wurde die Reise nach Osnabrück vom Elternbeirat, vom Förderverein und durch die Eltern der Teilnehmer.

Der frühere Bundesliga-Schachspieler und TVR-Trainer Blodig ist ebenfalls begeistert vom Engagement und Erfolg der fünf jungen Männer. „Damit haben wir die Sensation geschafft, denn da waren auch Leute aus anderen Bundesländern am Start, die demnächst Abitur machen. Diese Mannschaft gibt es nur, weil sie sich vor eineinhalb Jahren aktiv bei der Schulleitung als Team beworben haben“, weiß Blodig über die Buben zu berichten, die auch in ihren Heimatschachvereinen aktiv sind.

Im vergangenen Jahr hatten sie mit ihm als Trainer bei den deutschen Meisterschaften bereits den fünften Platz erreicht, heuer am 16. März wurden sie bei den bayerischen Wettkämpfen auf Realschulebene Vizemeister. Die Tage in Osnabrück und der Erfolg haben die jungen Leute tief beeindruckt. „Das war schon aufregend und wir wussten, dass wir auf starke Gegner treffen. Aber wir haben uns als Team gut formiert und es war richtig schön“, erinnert sich Samuel Aigner (16) aus Dietfurt im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Abschlussschüler bedauert, dass es seine letzte Teilnahme war. „Unser Ziel war, aufs Treppchen zu kommen. Im Finale unter den letzten Schulen war es sehr knapp, diesen dritten Platz zu halten. Es gab ein sehr spannendes Finish“, berichtet er vom Fieber der letzten Schachzüge. „Man freut sich, wenn man so einen großen Titel mit nach Hause nehmen kann. Man gönnt aber auch den anderen, dass sie einen guten Platz erreichen“, ergänzt Maxim Weinberger.

Den Ansporn, sich als Team und Vertreter ihrer Schule mit anderen zu messen, lässt Leon Schröder (15) aus Riedenburg in seinen Worten erkennen. „Wir wollten unbedingt auf dieses Turnier und freuen uns nun, dass auch die Schule und Schulleiter Thomas Dachs damit sehr glücklich sind. Wir sind bei allen Turnieren, an denen wir in diesem Jahr teilnahmen, auf den Treppchen gestanden“, bekräftigt er.

Um aber die Faszination zu beschreiben, die für sie vom Schachspiel ausgeht, müssen sie erst mal innehalten. „Schach ist eine Denksportart, mein Bruder und ich kennen es vom Opa und vom Vater. Schach kann man in der Mannschaft spielen, man lernt tolle Leute kennen, es macht Spaß und es ist einfach und überall zu spielen – auch online“, erläutert der 14-jährige Niklas Aigner, Bruder von Samuel.

Trainer Reinhard Blodig weiß aus seiner jahrzehntelangen Wettkampftätigkeit noch einen gewichtigen Grund: „Gewinnen im Schach ist sau-schön. Es ist ein geistiges Kräftemessen. Aber auch verlieren im Schach tut bitter weh“, erzählt er schmunzelnd. Die große Leidenschaft für das Spiel der Könige ist dem 72-jährigen Schach-Veteran auch nach seinem Rückzug aus dem aktiven Turniersport im Engagement für die Jugend immer noch anzumerken. „Als Turnierspieler ist es das Beste, wenn man nach seinem persönlichen Zenit junge Leute für diesen Sport begeistern und dazu beitragen kann, sie zum Erfolg zu führen“, lautet seine Situationsbeschreibung.

Und auch wenn mit dem Ende des Schuljahres einige aus dem Siegerteam die Schule verlassen, ist mit den anderen ein Grundstock für die weiteren Erfolge bei den Schach-Schulmeisterschaften gelegt.

err