„Zwischenräume“ entdecken
Die Künstlerinnengruppe Nubis stellt ihre Werke in der Passage in Riedenburg aus

04.06.2024 | Stand 04.06.2024, 19:00 Uhr |

Die Künstlerinnengruppe Nubis stellt noch bis zum 30. Juni ihre Werke in der Kriegerpassage am Riedenburger Marktplatz aus. Riedenburgerin Carmen Eichenberg ist unter anderem mit Tuschemalereien vertreten. Fotos: Göthel

In Riedenburg ist in Sachen Kunst weiterhin viel geboten. Nachdem die Riedenburger Künstlerinnengruppe bereits seit Ende des vergangenen Jahres ihre Werke auf einer leerstehenden Ladenfläche in der Kriegerpassage am Marktplatz ausstellt, sind nun weitere Kunstwerke in die Passage eingezogen. In den früheren Räumen der Gestaltenden Gesellschaft von Fabian Helmich ist noch bis zum 30. Juni die Ausstellung „Zwischenräume“, eine Werksschau der Künstlerinnengruppe Nubis, zu sehen.

Die Schau der insgesamt neun Frauen, die sich 2024 zusammengeschlossen haben, hat die Riedenburgerin Carmen Eichenberg sozusagen in die Dreiburgenstadt gebracht. Eichenberg, die auch in der Riedenburger Künstlerinnengruppe aktiv ist, studiert momentan an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) freie Malerei und Zeichnung bei dem renommierten Künstler Markus Lüpertz.

Bei Kunstwendfeier am 15 Juni mit dabei



Seit dem laufenden Jahr stehen für die Malerei -Studentinnen auch gemeinsame Ausstellungen an, die sie in Eigenregie organisieren. Eichenberg kam hier schnell die Kunstwendfeier, die am 15. Juni zusammen mit der Sonnwendfeier in Riedenburg stattfindet, in den Sinn. Als sie dann noch von Max Krieger von der leerstehenden Fläche in der Passage Nr. 8 erfuhr, war die Idee für eine Werkschau von Nubis in Riedenburg geboren. „Die Mädels von der Studiengruppe waren sofort begeistert“, erinnert sich Eichenberg. Und so kam es, dass seit dem 3. Mai und noch bis zum 30. Juni ganz unterschiedliche Werke von Frauen mit vielschichtigen Biografien zu sehen sind. „Wir sind eine bunte Gruppe, von der Illustratorin über die Anwältin, von der Coachin bis hin zur Gastrobetreiberin ist an beruflichen Lebenswegen alles dabei“, berichtet Eichenberg.

Die Teilnehmerinnen der Werksschau



Neben den Bildern von Eichenberg gibt es Werke der Künstlerinnen Rozalia Janus, Nicole Beyersdorfer, Jaqueline Hein, Claudia Meitert, Therese Pramböck, Katharina Rill, Martina Schepperle und Barbara Wagner zu sehen. Als Ergänzung zu den Werken auf Leinwand und Papier stellt Gastkünstler Günther Heinrich mehrere seiner Skulpturen aus.

Beim Gang durch den lichtdurchfluteten Ausstellungsraum gibt es viel zu entdecken, bei jeder der Künstlerinnen ist ein eigener Duktus zu erkennen, Themen und Formsprache sind individuell. Der Betrachter hat die Möglichkeit, sich auf verschiedene Stimmungen, die den zumeist großflächigen Malereien innewohnen, einzulassen. Eichenberg betont, dass Dozent Lüpertz seine Studentinnen bei der Entwicklung des eigenen künstlerischen Ausdrucks unterstützt und jede ihren Weg finden lässt, ohne eine bestimmte Form aufzudrängen.

Zeit für Gespräche Fragen und Eindrücke



So hängen neben abstrakten Malereien in Scharzweiß, ruhe ausstrahlende Blüten auf lila Grund und wieder daneben verschlingen sich Formen, die menschliche Körper erahnen lassen, ineinander. Für Eichenberg ist die Kunstwendfeier der Höhepunkt der knapp zweimonatigen Werkschau von Nubis. Sie berichtet, dass einige der Künstlerinnen vor Ort sein werden und sich auf Gespräche, Eindrücke und Fragen zu ihren Bildern freuen.

Bei Interesse an einem der Kunstwerke oder einer Besichtigung steht Carmen Eichenberg unter c-eichenberg@t-online.de zur Verfügung.