Politischer Frühschoppen
„Die Kandidaten geballt erleben“

Manuel Krüger von Niederbayern TV moderiert die Podiumsdiskussion am Volksfest-Sonntag

22.08.2023 | Stand 12.09.2023, 23:05 Uhr

Moderiert die Diskussion beim politischen Frühschoppen am Volksfest-Sonntag: Manuel Krüger, Redaktionsleiter bei Niederbayern TV. Foto: Krüger (Archiv)

Am Volksfest-Sonntag haben die Riedenburger die einmalige Gelegenheit, sechs Direktkandidaten für die Landtagswahl in lockerer Bierzelt-Atmosphäre kennenzulernen. Damit die Podiumsdiskussion mit den Politikern aus dem Landkreis Kelheim ab 11 Uhr perfekt über die Bühne geht, hat die Stadt Riedenburg einen Moderations-Profi verpflichtet: Manuel Krüger, Redaktionsleiter bei Niederbayern TV.

Unsere Zeitung hat mit dem 44-jährigen Experten für lokales Fernsehen im Vorfeld gesprochen.

Der Vater einer Tochter moderiert häufig derlei Runden. Es sei eine interessante Idee der Riedenburger, statt eines einzelnen Festredners den verschiedenen Meinungen aller Parteien und Kandidaten ein Forum zu bieten, meint er. Krüger geht gut vorbereitet in die Debatte, die sich unter anderem um die zwischen Kelheim und Saal geplante Seilbahn und die Gesundheitsversorgung im Landkreis drehen wird. „Ich möchte mit meiner Moderation allen Teilnehmern gerecht werden“, kündigt er an. Darunter versteht er vor allem, dass alle Diskutanten – unabhängig von ihrer politischen Couleur − in etwa gleich lange Zeit haben, ihre Vorstellungen zu artikulieren. Die Zuschauer im Festzelt hätten die einmalige Chance, die „Kandidaten geballt zu erleben“ und müssten dafür nicht mehrere Parteiveranstaltungen im Landkreis ansteuern.

Manuel Krüger kommt aus der Gegend von Schwandorf. Seine Jugend verbrachte er in der Oberpfalz. Bereits nach dem Abitur strebte er in den Journalismus und begann ein duales Studium der Medien- und Kommunikationswirtschaft in Ravensburg und Straubing. Er schloss es als Diplom-Betriebswirt ab.

Krüger ist inzwischen der Chef eines etwa 75-köpfigen Teams und gehört dem Sender, dessen Hauptsitz Deggendorf ist, seit dem Jahr 2011 an. Zuvor hatte er bei Radio AWN (Aktuelle Welle Niederbayern) in Straubing Erfahrungen als Nachrichtensprecher und Redakteur gesammelt. Niederbayern TV hat drei Standorte, neben Deggendorf-Straubing gehören noch Landshut und Passau zu dem Senderverbund. Gemeinsam nutzen die drei Unternehmen einen weltweit empfangbaren Satellitenkanal und drei eigene Ausstrahlungskanäle über das Kabelfernsehen. Natürlich gibt es auch einen Livestream im Internet.

Niederbayern TV hat aktuell eine Tagesreichweite von etwa 80000 Sehern und einen weitesten Seherkreis von 293000 Sehern. Die Tagesreichweite bezeichnet dabei alle Personen, die an einem durchschnittlichen Tag Niederbayern TV geschaut haben. Der weiteste Seherkreis gibt an, wie viele Personen innerhalb von vier Wochen Niederbayern TV eingeschaltet haben. Abgedeckt wird ganz Niederbayern mit Ausnahme des nördlichen Landkreises Kelheim, der von dem in Regensburg ansässigen Sender TVA bedient wird.

Niederbayern TV finanziert sich über Werbeeinnahmen, private Aufträge und Fördermittel der Landesregierung. Zu Letzterem erklärt Krüger, dass „Lokalfernsehen in Bayern politisch gewollt“ sei. Der Sender Niederbayern TV führe einen „harten Kampf“ um die Gunst der Fernsehkonsumenten. Dank der Berichte über lokale Gegebenheiten sei es aber möglich, viele Zuschauer zu erreichen. Trotz mannigfaltiger organisatorischer Tätigkeiten steht Krüger weiterhin häufig vor der Kamera: „Wer Niederbayern TV anschaut, der kennt mich.“ Über die politische Podiumsdiskussion in Riedenburg plant Krüger einen rund fünfminütigen Beitrag, der dann bei Niederbayern TV ausgestrahlt wird.

DK