Begeisterungsstürme
Zuschauer jubeln den Sportlern beim Volksfestlauf zu

03.09.2023 | Stand 12.09.2023, 22:17 Uhr

Bereits nach einer Stunde und zwölf Minuten kommt Robin Habermann im Ziel an. Fotos: Kleinhans

Volksfest mit Bier, Dirndl oder Lederhose und dann noch Sport. Passt das zusammen? Für alle, die beim Hofmühl-Halbmarathon und dem Bambini-Lauf am Sonntag auf der Eichstätter Wies’n dabei waren, ist die Antwort eindeutig: Ja!

Nach den morgendlichen Boxkämpfen im Festzelt hatten sich am frühen Nachmittag die Laufsportler aus nah und fern zum Eichstätter Volksfestlauf versammelt. Was sich bereits in den ersten Phasen der Anmeldung für die diesjährige fünfte Auflage des Eichstätter Volksfestlaufs herauskristallisierte, wurde am Sonntag deutlich. In seiner Beliebtheit hat das Laufevent erneut gewonnen und konnte in diesem Jahr mit einer Rekordteilnehmerzahl von 960 im Alter zwischen 2 und 82 Jahren aufwarten.

Doch wenn es in Eichstätt heißt „Gloffer werd“, dann steht neben der sportlichen Herausforderung auch für eine Vielzahl an Teilnehmern und Zuschauern der Spaß im Vordergrund.

Das Wetter mit knapp über 20 Grad und bayerisch blau-weißem Himmel tat sein Übriges, um die Anwesenden zu erfreuen. An der wunderschönen Strecke hatten sich wieder zahlreiche Zuschauer versammelt, um die Sportler auf ihrem Weg anzufeuern. Nicht nur im Start- und Zielbereich, auch unterwegs sowie vor in der Altstadt wurden die Läufer lautstark angefeuert. Musik, Plakate und sogar spektakuläre Hebefiguren von „Dance Venture“ sorgten hier für beste Stimmung.

Vor allem die jüngsten Teilnehmer waren bis in die Haarspitzen motiviert, als die Menge den Countdown für ihren Start beim Bambini-Lauf zählte. Hier spielte es dann auch keine Rolle mehr, wie schnell man das Ziel erreichte, als die jungen Sportler ihre Siegermedaillen umgehängt bekamen.

Im Erwachsenenfeld gab es neben den sportlich ambitionierten Teilnehmern, welche nach dem Startschuss durch Wiesenkönigin Clara Reuder im wahrsten Sinne wie die Feuerwehr loslegten, tatsächlich auch einen aktiven Feuerwehrmann. Valentin Auer stellte sich einer besonderen Herausforderung und absolvierte die Kurzstrecke in voller Schutzkleidung und unter Atemschutz. Als wäre diese Aufgabe allein nicht schon schwer genug, hatte er sich entschlossen die 28 Kilogramm schweren Ausrüstung auf dem ganzen Weg mitzuschleppen. „Ich möchte mit der Aktion Werbung für die Feuerwehr machen“, sagte Auer. Dies ist ihm zweifellos gelungen und wurde vielfach lautstark bejubelt.

Die Organisation des Laufs lag wie in den Vorjahren in den Händen des SV Marienstein, welcher mit einer großen Anzahl von etwa 150 ehrenamtlichen Helfern für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Neben der Wiesenkönigin sorgten auch die Cheerleader der FGE am Ziel dafür, dass auch die letzten Meter einer teils doch recht mühevollen Laufstrecke motiviert zurückgelegt werden konnten.

Egal ob Supersportler wie der Titelverteidiger Robin Habermann oder Hobbyteilnehmer, alle wurden mit tosendem Applaus im Ziel empfangen. Nach der Übergabe der Teilnehmer-Medaille und einer kleinen Stärkung an der Versorgungsstation im Ziel gönnte sich so mancher Läufer auch ein Volksfestbier für die Strapazen. Dies hatten sie sich auch redlich verdient.

EK