Gut gewirtschaftet
VG Pförring legt Jahresrechnung 2022 vor – 640000 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt

29.07.2023 | Stand 13.09.2023, 3:18 Uhr

Auf der Erweiterungsfläche des Baugebiets „Nordwestlich von Pförring“ haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Die VG hat jetzt den Auftrag für den Kanalbau zum Preis von knapp 900000 Euro vergeben. Die Gesamtkosten inklusive Kanal und Wasserleitung belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Foto: Kügel

„Die VG hat sparsam und wirtschaftlich gearbeitet.“ So lautete das Fazit von Kämmerin Monika Ringeisen, die am Dienstag in der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung die Jahresrechnung 2022 vorlegte.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pförring, die für ihre drei Mitgliedsgemeinden Mindelstetten, Oberdolling und Pförring nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Abwasserbeseitigung durchführt, konnte zum Jahresende bei einem Haushaltsvolumen von rund fünf Millionen Euro „die schöne Summe“ (Ringeisen) von 640000 Euro dem Vermögenshaushalt zuführen.

Personal- und Betriebskosten bei 3,26 Millionen Euro



Zum einen habe die VG nicht alle geplanten Investitionen durchführen können. Das Rechnungsergebnis lag deshalb mit 700000 Euro um fast 50 Prozent unter dem Ansatz. Zum anderen betrugen die Personal- und Betriebskosten 3,26 Millionen Euro und waren damit um gut sieben Prozent geringer als geplant. Das Geld steht nun für Investitionen und die Tilgung von Schulden zur Verfügung, so Ringeisen. Der Schuldenstand verringerte sich um 200000 Euro auf 1,65 Millionen Euro.

Tilgungsumlage wird weiterhin ausgesetzt

Die Tilgungsumlage durch die Mitgliedsgemeinden wird weiterhin ausgesetzt, was nicht nur den VG-Vorsitzenden und Bürgermeister von Mindelstetten, Alfred Paulus, freut, sondern auch seine Amtskollegen aus Pförring und Oberdolling, Dieter Müller und Josef Lohr. Auch die Verwaltungskostenumlage sinkt um 23 Euro pro Kopf auf 163 Euro und beträgt für den Markt Pförring (3955 Einwohner) 724000 Euro. Für Oberdolling (1326 Einwohner) 239000 Euro und für Mindelstetten (1774 Einwohner) 318000 Euro.

Erfreuliche Nachrichten von der Kämmerin



Gute Nachrichten hatte die Kämmerin auch für die 7055 Bürgerinnen und Bürger der VG-Gemeinden. Da der Entwässerungsbetrieb derzeit eine Überdeckung aufweist, werden die Abwassergebühren nach der nächsten Neukalkulation wohl sinken.

Die Gemeinschaftsversammlung hat jetzt eine ganze Reihe von Investitionen in die Abwasserbeseitigung und in die Ausstattung seines Verwaltungsgebäudes, das Pförringer Rathaus beschlossen. Der weitaus größte Brocken sind die Kanalbauarbeiten für die zweite Erweiterung des Baugebiets „Nordwestlich von Pförring“. Von den Gesamtkosten der Erschließung von rund 1,9 Millionen Euro entfallen rund 890000 Euro auf die Entwässerung.

Günstiger als ursprünglich gedacht



Statt ursprünglich drei muss die VG nur einen Retentionsbodenfilter in Hiendorf bauen lassen. Sehr zur Freude des VG-Vorsitzenden Alfred Paulus wird der Bau auch nicht so teuer wie vom Ingenieurbüro berechnet. Die Erdarbeiten wurden zum Preis von 190000 Euro vergeben, der notwendige wasserrechtliche Antrag für den Filter und die Ortsdurchfahrt Hiendorf kostet 6800 Euro. Bereits im Vorjahr wurde eine neue Brauchwasserpumpe für 9225 Euro gekauft. Der Auftrag für den notwendigen Schaltschrank wurde zum Preis von rund 18000 Euro vergeben.

Die Kläranlage kann endlich ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Deutsche Telekom stellt das Material für die Erdverkabelung der 350 Meter langen Strecke zur Verfügung. Die Erdarbeiten, die die VG bezahlen muss, werden auf rund 15000 Euro geschätzt.

Der Jahresauftrag für Kanalbauarbeiten in den Jahren 2023 und 2024 wurde für rund 125000 Euro vergeben.

Photovoltaikanlage auf Kläranlage und Rathaus

Sowohl auf dem Gelände der Kläranlage als auch auf dem Pförringer Rathaus will die VG eine PV-Anlage zur Eigenstromversorgung errichten. Der Gemeinschaftsvorsitzende Alfred Paulus wurde ermächtigt, den Auftrag an den jeweils günstigsten Bieter zu vergeben. Die Reparatur und Erneuerung des Harkenumlaufrechens der Kläranlage ist binnen eines Jahres um 5000 Euro teurer geworden und kostet jetzt 28200 Euro.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VG werden 23 höhenverstellbare Tische angeschafft, Kostenpunkt: 25500 Euro. Außerdem wird der Personalraum im 4. Stock für rund 20000 Euro renoviert. Der Auftrag für die Küche wurde für rund 9300 Euro vergeben.

Das Informationsblatt der VG Pförring wird vom gleichen Anbieter wie bisher produziert, er ist preisgünstiger als der einzige Mitbewerber. Das so genannte Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei der Landtagswahl wurde auf 70 Euro festgelegt.