Von der Abwassergebühr bis zum Triathlon
Themenfülle bei der Bürgerversammlung in Egweil – Waldkindergarten-Wagen soll im Herbst fertig werden

23.05.2024 | Stand 23.05.2024, 20:00 Uhr |
Hans-Peter Gabler

Der Platz und die Zufahrt zum Waldkindergarten in Egweil steht bereit und wartet auf den Wagen, der aktuell erst noch eigenhändig von der Gemeinde instand gesetzt werden muss. Foto: Gabler

Auf der Bürgerversammlung in Egweil informierte Bürgermeister Johannes Schneider zu geplanten Maßnahmen mit teilweisen Einschränkungen für die Bürger. Vorab erläuterte er einige Zahlen. Die Einwohnerzahl beträgt aktuell 1250 Personen. Der Schuldenstand liegt bei null Euro. Die Schulverbandsumlage beträgt für Eichstätt-Schottenau 20000 Euro bei zehn Schülern und 99000 Euro für Nassenfels bei 56 Schülern.

Mit dem Bau des Stauraumkanals zur Kläranlage soll am 3. Juni begonnen werden. „Die Zufahrt zum Wertstoffhof ist damit eingeschränkt und zum überwiegenden Teil nicht gegeben“, informierte er. Die Grüngutannahme würde auf den Parkplatz am Sportheim und die Wertstoffabgabe nach Nassenfels verlagert.

Der Triathlon am 9. Juni betrifft Egweil massiv in der Durchfahrt. Es werden drei Überquerungsmöglichkeiten durch den Veranstalter eingerichtet. Der Waldkindergarten kann laut Schneider nicht wie geplant in Betrieb genommen werden. Durch ein Insolvenzverfahren der Herstellerfirma wurde der Wagen unfertig nach Egweil geholt und wird vom eigenen Personal fertiggestellt. Es wird davon ausgegangen, dass er zum Herbst genutzt werden kann. Im Kindergarten St. Franziskus sind zwei Gruppen mit 54 Kindern beheimatet. In der Kinderkrippe existiert eine Gruppe mit dreizehn Kindern. Für den Waldkindergarten seien zwanzig Plätze vorgesehen. „Bei der aktuellen durchschnittlichen Geburtenrate sollten die Plätze für die nächsten Jahre ausreichen“, so Schneider.

Die Containersiedlung würde nach der Inbetriebnahme schnellstmöglich abgebaut. Für das neue Baugebiet „Römerfeld“ würden heuer noch der Bebauungsplan vorgestellt und das Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die Erschließungsarbeiten mit Grundstücksvergaben seien für 2025 geplant.

Bei der Abwassergebühr ist eine Neuerung in Kraft getreten. Es erfolgt künftig eine getrennte Gebühr für Schmutzwasserbeseitigung und Niederschlagswasserbeseitigung. Das Schmutzwasser wird mit 3,94 Euro pro Kubikmeter und der Niederschlag mit 0,43 Euro pro Quadratmeter abgerechnet. Beim Glasfaserausbau ist es laut Schneider weiterhin das Ziel, jede Adresse mit einem Anschluss von mindestens 200 Mbit/s zu versorgen. Hierzu wird die Einreichung des Förderantrages geprüft, ob als Einzelantrag der Gemeinde oder als Sammelantrag mit Adelschlag und Nassenfels.

Weiterhin informierte der Bürgermeister, dass es den schon sehr lange geplanten Radweg von Egweil nach Pettenhofen nicht geben wird. Bei einer Informationsveranstaltung darüber waren nur sechs der 24 eingeladenen Grundstücksbesitzer da. Bei den vorgestellten Planungen wären für den Bereich Eichstätt/Egweil Einigungen möglich gewesen, hieß es. Im Ingolstädter Bereich gab es keine Bereitschaft für Grundstücksverkäufe.

Bei der Neuausrichtung des Gemeindezentrums wären laut Schneider noch eine angepasste Raumnutzung, die Barrierefreiheit zu allen öffentlichen Räumen, die energetische Sanierung, der Brandschutz und die Arbeits- und Unfallschutzvorschriften zu klären. Zur Debatte stehen weiterhin der Umbau und die Sanierung des Zentrums, der Neubau des Feuerwehrhauses mit Sanierung des Zentrums und ein Abriss mit komplettem Neubau. Für die Dorferneuerungsmaßnahme Wiesenweg seien die Fördermittel noch ungeklärt, das Projekt liege vorläufig auf Eis.

EK