SEG Verpflegung
Bilanz des BRK Beilngries: Tausende warme Mahlzeiten für Hochwasser-Helfer

19.06.2024 | Stand 20.06.2024, 8:06 Uhr |

Über Tage hinweg hat sich auch die Verpflegung des BRK Beilngries im Hochwassergebiet engagiert. Foto: SEG Verpflegung

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Verpflegung des BRK Beilngries hat sich über mehrere Tage hinweg im Hochwasser-Krisengebiet engagiert. Im Gespräch mit unserer Zeitung wird nun Bilanz gezogen.



Es war ein Unglück nahezu unvorstellbaren Ausmaßes, das mehrere Regionen in Bayern mit dem Hochwasser vor wenigen Wochen heimgesucht hat. Was sich in dieser Zeit des großen Leides aber auch deutlich gezeigt hat: Das Potenzial für Hilfsbereitschaft ist in der Gesellschaft enorm.

Großes geleistet hat in diesem Kontext auch die SEG Verpflegung des BRK Beilngries – indem sie sicherstellte, dass die anderen Helfer eine entsprechende Verpflegung erhalten. Ähnlich wie viele weitere Einsatzgruppen aus der ganzen Region waren die ehrenamtlichen Mitglieder der SEG Verpflegung tagelang aktiv.

Die Hilfe in Zahlen



In Zahlen ausgedrückt liest sich das folgendermaßen: Es wurden knapp 1000 Helferstunden geleistet, man war über sechs Tage hinweg nahezu durchgängig rund um die Uhr im Einsatz. Mit den Fahrzeugen wurden dabei rund 3000 Kilometer zurückgelegt. Zubereitet wurden etwa 6000 Portionen warmes Essen. Ausgegeben wurden zusätzlich noch Snacks et cetera – und rund acht Tonnen Getränke.

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Man könne wohl vom längsten mehrtägigen Einsatz sprechen, den die SEG Verpflegung des BRK Beilngries in ihrer Geschichte absolviert hat, bilanziert Mitglied Sebastian Müller im Gespräch mit unserer Zeitung. Es zeigte sich erneut, dass die Beilngrieser in der Lage sind, bei entsprechenden Großeinsatzlagen quasi ab Minute null aus dem Stand eine qualitativ hochwertige kulinarische Versorgung am entsprechenden Einsatzort zu bewerkstelligen. Von den Einsatzkräften habe man enorm viel Dankbarkeit widergespiegelt bekommen, berichtet Müller.

„Blaulichtfamilie hält zusammen“



Generell hätten die Tage im Hochwassereinsatz wieder gezeigt, dass der Begriff von der „Blaulichtfamilie“ nicht nur eine Phrase ist, sondern tatsächlich gelebt wird. Und das, obwohl sich viele der Einsatzgruppen vorher noch gar nicht kannten.

Die SEG Verpflegung war vorrangig in Großmehring, um dort zu kochen. Einen Tag lang war zudem die Betreuungseinheit in einer Notunterkunft, die für evakuierte Bürger eingerichtet worden war, vor Ort.

Noch laufen die Aufräum- und Nacharbeiten



Einsatzende war am Freitag, 7. Juni, gegen 22 Uhr – fast eine Woche, nachdem man die Erstalarmierung erhalten hatte. Am Folgetag war man dann aber noch einmal im Einsatzgebiet, um entsprechende Materialien abzuholen, Und nachdem dieser Tage noch Feldbetten zurückkommen, ist man bis dato auch noch mit den Aufräum- und Nacharbeiten zugange.‚

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Der Hochwassereinsatz habe wieder einmal gezeigt, wie wichtig es sei, dass Hilfe geleistet wird, fasst Müller zusammen. Es sei schrecklich, wenn so etwas passiere – aber man habe als Mitglied einer Helfergruppe wie der SEG Verpflegung dann wenigstens die Möglichkeit, mit anzupacken und das Leid zu lindern.

Begeistert habe ihn die Hilfsbereitschaft der Menschen, die in diesen Tagen zu beobachten gewesen sei – von Privatleuten ebenso wie von Supermärkten in der Region, bei denen die SEG Verpflegung mit ihrem spontanen Bedarf für Lebensmittelbesorgungen quasi rund um die Uhr auf offene Ohren stieß, wofür sich die SEG und sicher auch jede Einsatzkraft, die während der schweren Tage eine köstliche warme Mahlzeit zur Stärkung genießen konnte, ausdrücklich bedanken.

rgf