In diesem Jahr schon 108-mal ausgerückt
Pförringer Feuerwehr kann weiter auf 67 Aktive setzen – Verstärkung für First-Responder-Gruppe

12.10.2023 | Stand 12.10.2023, 5:17 Uhr

Ehrungen bei der Feuerwehr Pförring: Die Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Nadine Huber (von links) und Rayk Pöthig, mit Walter Kraft, Bürgermeister Dieter Müller, Erwin Betz, Susanne Thoma, Johann Thoma, Manfred Brücklmeier, Christian Schlederer, Markus Grimm, Alois Girtner und Franz Waltl. Foto: Kügel

Im Pförringer Feuerwehrhaus herrscht laut Kommandant Markus Grimm wieder Normalbetrieb. Dank dreier zugezogener Feuerwehrleute habe man den Personalstand von 67 Aktiven halten können, berichtete Grimm bei der Jahresversammlung.

Für die Sicherheit der 23 Atemschutzgeräteträger aus Pförring und ihrer Kollegen aus den Nachbarwehren wurde ein neues Atemschutzprüfgerät in Betrieb genommen. Um die Tagbereitschaft sicherzustellen, habe die Pförringer Wehr Ausrückgemeinschaften mit den Ortsteilfeuerwehren Wackerstein und Ettling gebildet. Die digitalen Meldeempfänger sind laut Grimm noch in der Prüfphase. Sobald sie im Einsatz seien, müsse die Sirene nicht mehr bei jeder Kleinigkeit heulen, sagte der Kommandant. Um auf länger dauernde Stromausfälle vorbereitet zu sein, hat die Feuerwehr ein Notstromkonzept erarbeitet, für das jetzt das zweite Aggregat geliefert wurde. Die Wehr rückte 2023 inklusive First Responder insgesamt 108-mal aus und verzeichnete 371 Einsatzstunden.

Neben Übungen für den Nachwuchs

auch Freizeitaktivitäten geplant


Die Jugendgruppe hat derzeit 13 Mitglieder, darunter vier Mädchen. Leider habe man nur einen Neuzugang begrüßen können, hieß es im Bericht von Jugendwart Philipp Groß, den Christoph Bürzer vortrug. Bei den 28 eineinhalbstündigen Übungen hat Groß das Hauptaugenmerk auf den Übertritt der Nachwuchsfeuerwehrleute in die aktive Mannschaft gelegt. Im kommenden Jahr sind neben Übungen, Jugendleistungsspange, Jugendfeuerwehrtag und einem 24-Stunden-Tag mit Besuch einer Werksfeuerwehr auch Freizeitaktivitäten geplant. Auf dem Programm stehen Besuche im Kino, auf dem Weihnachtsmarkt und in der Boulderhalle.

Applaus gab es für die fünf Jugendlichen, die den Wissenstest in Gold-Blau bestanden haben. Ganz oben auf dem Wunschzettel von Groß: eine Frau im Jugendwartteam.

Die First-Responder-Gruppe ist im vergangenen Jahr zu 78 Einsätzen in Pförring und seinen Ortsteilen ausgerückt und hat rund 800 Bereitschaftsstunden geleistet, berichtete FR-Chef Karl Bösl. Drei Neue und zwei Rückkehrer verstärken die Truppe, so dass jetzt laut Bösl wieder 15 Dienstleistende nicht nur auf dem Papier, sondern im Dienstplan stehen.

Die Task Force Hochwasser, zu der 30 Aktive zählen, hatte keinen Einsatz. „Gottseidank“, sagte deren Leiter, der Ettlinger Kommandant Christian Schlederer noch unter dem Eindruck der Katastrophe im Ahrtal, wo er zusammen mit Johann Thoma aus Pförring und Jürgen Heinrich aus Wackerstein Fluthilfe leistete.

Auf den Ernstfall vorbereitet hat man sich mit einer Stabsübung Hochwasser. Außerdem hat sich die Task Force siebenmal getroffen, um sich mit dem Abrollbehälter Hochwasser vertraut zu machen.

Dank und Auszeichnung für langjährige Verdienste

Der Pförringer Feuerwehrverein hat eine Ehrung für seine langjährigen Mitglieder eingeführt. Susanne Thoma (10 Jahre), Walter Kraft (50 Jahre) und Manfred Brücklmeier (60 Jahre) nahmen die Urkunden persönlich entgegen. Erwin Betz, der sich mit Herzblut für Verein und aktive Truppe engagiert habe, wurde zum Abschied aus dem aktiven Dienst mit einer eigenen Wanduhr bedacht. Markus Grimm, Kommandant und begeisterter Amateurfunker, wurde für seine Verdienste um die Funkausbildung und die Digitalfunkeinführung mit der Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbands ausgezeichnet. Kreisbrandinspektor Franz Waltl, der ehemalige Kreisbrandmeister Alois Girtner und dessen Nachfolger Christoph Bürzer dankten den Aktiven für ihren Einsatz und betonten die große Bedeutung der Nachwuchsgewinnung für die Zukunft der Wehr.

Bürgermeister Dieter Müller ermutigte die Jugendfeuerwehrler, „den Spaß an der Freud“ nicht zu vergessen. Vergelt’s Gott sagte er der aktiven Wehr um den Kommandanten Markus Grimm und Manuel Unterburger. Der Markt habe seit 2020 etwa eine Dreiviertelmillion Euro in die Ausrüstung der Feuerwehren investiert, sagte Müller. Müller dankte auch dem Feuerwehrverein mit den Vorsitzenden Rayk Pöthig und Nadine Huber: „Ihr macht die Feuerwehr im Ort sichtbar, das ist die beste Werbung.“

DK