Mit „Hü-Lau“ quer durch den Ort
Ochsenfelder Faschingsfans feiern ausgelassen – Kleine und große Missgeschicke im Blick

14.02.2024 | Stand 14.02.2024, 11:00 Uhr

Mit zahlreichen Gruppen und natürlich den Strohbären zogen die Faschingsfans durch die Straße und begeisterten die Zuschauer. Fotos: Kleinhans

Während die Sonne vom blauweißen Himmel strahlte, regnete es Bonbons, Popcorn und Gummibärchen. Eine Vielzahl an ortsansässigen Vereinen, gemeindlichen Faschingsfans und Faschingsgruppen sorgte für beste Stimmung beim Ochsenfelder Faschingsumzug.

In Ochsenfeld zogen am frühen Nachmittag die Narren mit ihren Wägen oder als Fußgruppen durch den Ort. Erstmals erschallte hierbei das bekannte „Hü-Lau“ nicht an der zum Schlachtruf gehörenden Ochsenfelder Hü, sondern am Platz zwischen Kirche und Schißler Stadl. Der Engel begrüßte die Gäste aus nah und fern mit seinem Sprüchlein wieder von oben herab, als kurz darauf auch bereits die ersten Wägen die Kreisstraße entlangfuhren. Hier wurde wieder so manche Schandtat des vergangenen Jahres präsentiert.

Neben den traditionellen Strohbären und Hexen des Ochsenfelder Faschings waren auch politische Themen beim Umzug präsent. Nicht nur die Sparmaßnahmen bei den Bauern, auch das Thema Wolf hatte eine Fußgruppe aufgegriffen. „Man darf den Wolf nicht jagen, drum nimmt man(n) den Wagen“, stellten diese ganz unumwunden fest. In Vorfreude auf ihr Feuerwehrfest im Jahr 2025 präsentierten sich die künftigen Festdamen „zum Einsatz fertig“ in einem selbstgebastelten Feuerwehrauto. Nachdem der Ochsenfelder Nikolaus nach 50 Jahren seinen Rücktritt bekannt gab, veranstaltete der Sportverein auf seinem Wagen kurzerhand ein Casting für einen Nachfolger.

Einen Motorschaden der besonderen Art präsentierte die Jugend der Feuerwehr auf ihrem Wagen und für zahlreiche Lacher sorgte die Anschaffung zu großer Traktoren im Ort. „Die Garagen waren in der Höhe zu klein, da kamen sie mit ihren neuen Schleppern nicht mehr rein“, nahmen die Orbit die Besitzer aufs Korn.

Ein entzückendes Wasserballett bot der „Weiberhaffa“, die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins präsentierten sich als Hippies. Den nicht ganz gelungenen Vatertagsausflug durften die Zuschauer bei einer weiteren Fußgruppe erleben. Die ebenfalls im kurzen Umzug mitmarschierende Garde der Schützomania aus Eitensheim präsentierte im Anschluss ihr Programm, ebenso die Kinder- und Jugendgarde Möckflöh. Bevor verdiente Mitglieder des Faschings den beliebten Oxn-Ordn am blauen Band verliehen bekamen sprach der Engel nochmal ein paar Worte. „Abschließend mecht i nummoi song, des is auf jeden Foi gewies, unser Oxaföda Fasching hoit einfach was ganz Bsunders is.“

EK