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Nachwuchskräfte im 24-Stunden-Einsatz: Berufsfeuerwehrtag für die Jugend in Beilngries

24.06.2024 | Stand 26.06.2024, 13:01 Uhr |

Immer wieder eindrucksvoll ist die Fettbrand-Simulation. Foto: F. Rieger

Sehr ereignisreiche 24 Stunde hatte der Feuerwehrnachwuchs in Beilngries beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag. Die Jugendlichen durften zahlreiche Übungen und Einsatzszenarien absolvieren – eine Personensuche am Main-Donau-Kanal, einen Verkehrsunfall und noch einiges mehr.



Von der Ölspur bis zum schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, von der Kleintierrettung bis zu entlaufenen Großtieren, von der Personensuche an Gewässern bis zum Großbrand – all das sind Einsätze, bei denen eine Feuerwehr wie diejenige in Beilngries gefordert sein kann, und zwar von einer Sekunde auf die andere, vorab nicht einmal ansatzweise zeitlich planbar. Und dann heißt es: Ausrücken und sofort zu 100 Prozent funktionieren.

24-Stunden-Übung



Was selbst eine Wehr von der Größe wie Beilngries ansonsten nur innerhalb von Wochen oder gar Monaten an verschiedenen Einsatztypen ereilt, stand für den Nachwuchs am Wochenende in komprimierter Form innerhalb eines Tages auf dem Programm: Es fand wieder der so genannte Berufsfeuerwehrtag beziehungsweise die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Beilngries statt. Mit dabei waren heuer auch, nachdem sie vergangenes Jahr schon bei einer Übung dieses Tages mitgewirkt hatten, die Nachwuchskräfte aus Grampersdorf.

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Wie der Jugendwart der Feuerwehr Beilngries und federführende Organisator des Aktionstages, Maximilian Bengl, im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete, nahmen insgesamt 28 junge Feuerwehrleute teil – 16 aus Beilngries, zwölf aus Grampersdorf. Sowohl in die Organisation als auch in die Gestaltung des Tages wurde wieder enorm viel Herzblut gesteckt, den Jugendlichen sollte eine ganze Menge geboten werden.

Das Vertiefen all dessen, was in den regelmäßigen Treffen das ganze Jahr über behandelt wird, sowie das Kennenlernen neuer Aspekte der Feuerwehrarbeit, gepaart mit außergewöhnlichen Erlebnissen und einer guten Kameradschaft – all das kombiniert eine solche 24-Stunden-Übung.

Anspruchsvolles Programm



Diese Bezeichnung ist freilich nicht zufällig gewählt. Die Jugendlichen sind 24 Stunden am Stück beisammen, von Samstag (9 Uhr) bis Sonntag (9 Uhr). Wie Bengl erläuterte, habe man im Vergleich zur vorjährigen Auflage ein komplett anderes Programm auf die Beine gestellt. Schließlich soll es abwechslungsreich bleiben und sich auch dem Alters- und Ausbildungsniveau der Teilnehmer anpassen.

Heuer habe man eine ganze Reihe von großen Einsatzszenarien auffahren können – von einer Vermisstensuche per Boot am Main-Donau-Kanal über einen Brand in einem Industriebetrieb bis zu einem schweren Verkehrsunfall in den Abendstunden.

Zahlreiche Betreuer bringen sich ein



Enorm viele erwachsene Feuerwehrleute brachten sich in die Organisation mit ein. Vier Betreuer aus Grampersdorf sowie im Schichtbetrieb durchgehend etwa zehn Betreuer aus Beilngries waren vor Ort. Vereinzelt war auch die BRK-Bereitschaft in die Übungen mit einbezogen. Nicht fehlen durften freilich auch die Mahlzeiten, Phasen der Freizeit und das gemeinsame Übernachten. Mit dem Verlauf des diesjährigen Berufsfeuerwehrtages und dem Engagement der jungen Leute zeigte sich Jugendwart Maximilian Bengl sehr zufrieden.

rgf