Verregneter Wonnemonat
Nach Datenauswertung: 44 Prozent des Niederschlags im Mai fiel in Eichstätt an zwei Tagen

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 15:53 Uhr |

Leichtathletik: Diese Schnecke hangelt sich geschickt am Blattstengel entlang. Ein Foto, das uns Anita Scholz geschickt hat. Schnecken sah man vergangenen Monat oft in Wald und Wiese. Foto: Scholz

„Maienfröste – unnütze Gäste“ besagt eine Bauernregel und in diesem Mai gab es nicht einen einzigen davon. Nach der Auswertung der Wetterdaten vom Arbeitskreis (AK) Wetterschau an der KU Eichstätt-Ingolstadt war der Mai „ziemlich verregnet“.



In der Summe fielen 99,2 Millimeter (mm) pro Quadratmeter, was 23,0 mm über dem langjährigen Mittel von 1960 bis 1990 liegt. Nach Auswertung der Daten der Wetterstation in Eichstätt fielen am 30. Mai 24,9 mm und am 31. Mai 19,1 mm und das entspreche rund 44 Prozent der Niederschlagssumme des gesamten Monats. Die Niederschlagssumme der Referenzperiode war mit 76,2 mm auf einen Quadratmeter um 23 mm niedriger. „Somit fiel in diesem Mai 1,3-mal so viel Niederschlag als in der Referenzperiode im Durchschnitt“, ergibt die Auswertung des AK. Auch in der Wetterstation Langensallach wurde am 31. Mai mit 20 mm das Maximum erreicht. In der Summe waren es dort 87 mm – ein Plus von 10,8 mm im Vergleich zum vieljährigen Mittel von 76,2 mm.

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An der Wetterstation Langensallach und in Eichstätt gab es jeweils 17 Regentage. Bei beiden Wetterstationen waren alle Tage so genannte Vegetationstage (mit einer Temperatur von mindestens fünf Grad), in Eichstätt gab es elf Sommertage mit einer Maximaltemperatur höher als 25 Grad. Im Vergleich mit der Referenzperiode war die Durchschnittstemperatur in diesem Mai mit 15,6 Grad 3,2 Grad wärmer als die Durchschnittstemperatur der Referenzperiode von 1961 bis 1990, die 12,4 Grad betrug.

Durchschnittstemperatur in Langensallach bei 13,8 Grad



In Langensallach lag die Durchschnittstemperatur bei 13,8 Grad. Die Maximaltemperatur wurde dort am 1. Mai mit 24 Grad gemessen und die Minimaltemperatur am 10. Mai mit 3,6 Grad (3,1 Grad am Erdboden). Der AK Wetterschau an der KU findet es „bemerkenswert, dass die Tage, an denen die niedrigste und die höchste Temperatur gemessen wurden, nur drei Tage auseinanderliegen.“ Der niedrigste Temperaturwert mit 4,8 Grad war am 10. Mai, der höchste am 13. Mai mit 27,8 Grad. Das ergibt eine Differenz von 23 Grad. Im April gab es eine noch höhere Maximaltemperatur mit 29,5 Grad.

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So verregnet der Mai war, so wenig sonnig war er gleichzeitig im Tal. Nach Angaben des AK Wetterschau wurden im Mai 271 Sonnenstunden gemessen, 22 weniger als im Referenzzeitraum, in dem die Sonne für 283 Stunden schien. In Langensallach hingegen waren es 222 Sonnenstunden – das sind 27,8 Stunden mehr als im Referenzzeitraum mit 194,2 Sonnenstunden.

EK