Beilngries

Mit dem „Bat-Detektor“ auf Fledermaussuche

Abendliche Aktion der Beilngrieser Ortsgruppe im Bund Naturschutz

27.06.2022 | Stand 27.06.2022, 16:50 Uhr

Auf die Spuren der Fledermaus haben sich am Samstagabend Naturfreunde gemeinsam mit dem staatlich geprüften Fledermausberater Karl-Heinz Hutter begeben. Foto: Bund Naturschutz

Beilngries – Bei einer Fledermauswanderung der Ortsgruppe Beilngries im Bund Naturschutz sind die Teilnehmer am Samstagabend mit dem staatlich geprüften Fledermausberater Karl-Heinz Hutter auf Fledermaussuche gegangen. Dabei konnten sie viel Wissenswertes über das kleine Tier erfahren.

In einer kurzen Einführung am Main-Donau-Kanal klärte Hutter über die Lebensweise, die Gefährdung und den Schutz der Fledermäuse auf. Die kleinen Tiere suchen nach dem Winterschlaf ihre Sommerquartiere. Dafür dienen Baumhöhlen, Dachstühle, vom Menschen gebaute Nistkästen oder schmale Spalten hinter Fensterläden oder in Mauern. Manche Fledermausarten leben in Kolonien. Auch in unserer Region gibt es einige Fledermauskolonien, beispielsweise in Unteremmendorf, Kinding oder Pfraundorf. Die größte, mit etwa 2000 Tieren, kann in Gungolding beobachtet werden. Als Ernährung dienen den kleinen Flattertieren vor allem Insekten und Spinnen. Sie trinken nur wenig, direkt im Flug.

Eine Besonderheit stellt die Orientierungsfähigkeit der kleinen Tiere dar. Fledermäuse können zwar hell und dunkel unterscheiden, sehen aber ansonsten sehr schlecht. Ihre Umgebung nehmen sie wahr, indem sie Ultraschall-Rufe ausstoßen. Alle Hindernisse, auch die Beutetiere, werfen ein Echo zurück und geben der Fledermaus so ein Bild von ihrer Umgebung.

Bei der Suche nach den Flattertieren war die Gruppe am Samstagabend schnell erfolgreich. Mithilfe des „Bat-Detektors“, einem kleinen Gerät zum Hörbarmachen der Fledermaus-Rufe, konnten nach Einbruch der Dunkelheit schon bald die ersten Fledermäuse gesichtet werden. Durch den Klang der Rufe kann der Detektor auch die Art bestimmen. So konnten bei der Führung die Breitflügelfledermaus, die Zwergfledermaus und die Wasserfledermaus beobachtet werden.

Die begeisterten Teilnehmer und alle weiteren Interessierten dürfen sich nun auch schon auf den nächsten Termin im Jahresprogramm der Beilngrieser Naturschützer freuen: Am Sonntag, 24. Juli, unternimmt man einen Radausflug zu Alcmona samt Führung durch das vorgeschichtliche Erlebnisdorf bei Dietfurt mit Kaffee und Kuchen. Eine Anmeldung bei der Vorsitzenden Ursula Gomringer ist erforderlich. Treffpunkt ist dann um 14.30 Uhr beim Pavillon am Hafen in Beilngries. Die Kosten liegen bei zehn Euro pro Person.

DK