Kreisklasse 1 Donau/Isar
Meister TSV Kösching marschiert durch – GW Ingolstadt verliert 1:20 – TSV Ingolstadt-Nord in Lauerstellung

13.05.2024 | Stand 13.05.2024, 16:21 Uhr

Aufstiegssause in Großmehring: Mit einem 3:0-Auswärtssieg hat sich die Mannschaft des TSV Kösching in der Kreisklasse 1 die Meisterschaft gesichert und steigt verdient in die Kreisliga auf. Foto: TSV

Der TSV Kösching hat den Durchmarsch geschafft und ist nach einem 3:0 gegen Großmehring Meister der Kreisklasse 1 Donau/Isar. Während im Rennen um die Aufstiegsrelegation sowohl der SV Eitensheim (1:1 in Etting) als auch der TSV Ingolstadt-Nord (0:0 in Gelbelsee) Punkte liegen ließen, spitzt sich der Abstiegskampf weiter zu.

Der TSV Etting hat einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf eingefahren und sich im Vergleich zur 0:4-Niederlage gegen Buxheim deutlich gesteigert, wie Spielertrainer Alexander Thielmann lobte: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie hat eine richtig gute Reaktion gezeigt.“ Der TSV stand gegen Eitensheim tief, die Gäste hatten daher mehr Spielanteile und gingen in der 44. Minute in Führung. Tobias Bauer traf nach einer Spielverlagerung per Kopf. Im zweiten Durchgang übernahmen aber die Hausherren das Kommando und glichen in der 51. Minute durch einen verwandelten Strafstoß von Lukas Christensen aus. Da Eitensheims Alexander Thomas für sein Foul auch eine Zehn-Minuten-Strafe erhielt, agierte der TSV in der Folge in Überzahl, vergab die Chance auf die Führung aber. „Man hat gemerkt, dass beide Teams den Sieg wollten, aber am Ende blieb es beim Unentschieden“, resümierte Thielmann, der mit seiner Mannschaft nun vor dem direkten Abstiegsduell beim TSV Lenting am letzten Spieltag steht.
TSV Altmannstein - FC Arnsberg 4:1 (3:0): Der TSV Altmannstein feierte im letzten Heimspiel der Saison einen ungefährdeten Sieg. „Beiden Teams war anzumerken, dass einige Spieler gefehlt haben und es um nichts mehr ging“, beschrieb Altmansteins Abteilungsleiter Christoph Maier. Bereits in der dritten Minute ging der TSV durch Daniel Weber mit 1:0 in Führung. Alexander Kreutzer (16.) und Weber (28.) erhöhten zum 3:0-Pausenstand. „Heute haben wir unsere Chancen gut genutzt“, lobte Maier. In den Schlussminuten verkürzte Oliver Bauer für Arnsberg noch auf 1:3 (89.), ehe Christian Hummel mit dem 4:1 in der 90. Minute den Schlusspunkt setzte.
In Gelbelsee freute sich FC-Trainer Florian Wolf über einen Punkt im Abstiegskampf. „Jeder Zähler ist brutal wichtig. Vor allem, wenn man ihn vermeintlich unerwartet gegen eines der Topteams der Liga holt.“ In der Partie übernahm zunächst der Gast aus Ingolstadt die Kontrolle. Wirkliche Chancen hatten die Nordler aber nur durch einen Schuss von Kerem Düzgün, der links am Tor vorbeirauschte (16.) und in der 40. Minute durch Constantin Moisa, der aus fünf Metern den rechten Pfosten traf. Die Hausherren standen defensiv stabil und hätten kurz vor dem Spielende beinahe noch den Lucky Punch gesetzt. Angreifer Markus Hundsdorfer luchste TSV-Schlussmann Martin Schwürzer den Ball im Strafraum ab, lief auf das leere Tor zu, schoss dann aber links vorbei, nachdem ein Ingolstädter Verteidiger zurückgeeilt war (87.). „Natürlich wäre das glücklich gewesen“, urteilte Wolf, der abschließend meinte: „Jetzt ist es erstmal hart, dass es immer noch nicht hundertprozentig reicht, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir uns am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern.“

„Der Sieg war überlebenswichtig im Abstiegskampf“, beschrieb Stammhams Trainer Daniel Polster. „Aber er war auch verdient.“ Zwar trafen die Pförringer im ersten Durchgang einmal die Latte, dafür hatte der SVS den Gegner ansonsten gut unter Kontrolle und scheiterte seinerseits mehrmals an TSV-Schlussmann Frank Elstner. Dass am Ende die Stammhamer siegten, lag laut Polster „an unserer guten Defensive und daran, dass wir am Ende noch etwas mehr Kraft hatten“. In der 59. Minute erzielte Valentin Dieckert das 1:0 für die Hausherren, die sich zuvor durch das Mittelfeld kombiniert hatten. Für die Entscheidung sorgte Michael Kraft, der in der 73. Minute auf 2:0 erhöhte. Damit steht Stammham vor dem letzten Spieltag auf Relegationsplatz elf und muss mindestens einen Punkt einfahren, um diesen sicher zu verteidigen oder gewinnen, um noch eine Chance auf den direkten Klassenerhalt zu haben.

Aufsteiger TSV Kösching hat von den beiden Unentschieden der Verfolger profitiert und sich durch ein 3:0 in Großmehring zum Meister gemacht. „Das war eine außergewöhnliche Leistung meiner Mannschaft“, lobte Trainer Rudi Hofweber. „Dass sich die Jungs den Titel trotz der massiven Verletzungsprobleme, die wir zuletzt hatten, geholt haben, macht mich unglaublich stolz.“ Für Hofweber war es bereits die sechste Meisterschaft, die er mit seinem TSV einfuhr, aber auch „mit Abstand die schönste“. In Großmehring brachte Jonas Betz sein Team nach einem Freistoß in die Erfolgsspur (29.), nachdem die Köschinger zuletzt zweimal in Folge verloren hatten. Das 2:0 durch Christian Alzinger in der 45. Minute glich einer Vorentscheidung. „Endgültig klar war es mit dem 3:0“, erzählte Hofweber. Valentin Hafner traf in der 52. Minute. „Nach den schwierigen vergangenen Wochen haben wir es uns heute absolut verdient und es allen Zweiflern gezeigt“, resümierte Hofweber, der mit Kösching somit den Durchmarsch aus der A-Klasse in die Kreisliga vollendete.

Der SV Buxheim muss nach der 0:1-Niederlage gegen Lenting doch noch einmal um den Klassenerhalt zittern. „Das ist besonders ärgerlich, weil wir vergangene Woche gegen Etting noch so gut gespielt haben und heute gar keinen Zugriff hatten“, haderte Buxheims Sportlicher Leiter Sebastian Zäch. In Buxheim übernahm der TSV Lenting das Kommando, erzielte aber erst in der Schlussphase das entscheidende 1:0. Dennis Bronzel traf in der 81. Minute und lässt den TSV Lenting somit weiter auf den Klassenerhalt hoffen. „Eigentlich war das heute ein 0:0-Spiel“, meinte Zäch abschließend, der mit seiner Elf zwar drei Punkte vor dem TSV Lenting und dem SV Stammham steht, in einem Vergleich mit mehreren punktgleichen Teams am Ende aber doch noch auf einen Relegationsrang abrutschen könnte.

Der FC Grün-Weiß Ingolstadt hat sich nach dem überraschenden Wiedereintritt in den BLSV und der damit einhergehenden Spielberechtigung in der Kreisklasse 1 im Derby gegen den MTV Ingolstadt bis auf die Knochen blamiert. „Dabei haben wir am Anfang immerhin noch gekämpft und sogar auf 1:2 verkürzt“, beschrieb Spielertrainer Deniz Aydin, der selbst zum Anschluss traf (13.). In der Folge unterliefen den Gastgebern aber unzählige Fehler und im zweiten Durchgang stellten die Grün-Weißen vollständig das Verteidigen ein. Für den MTV traf Mykola Bilotserkivets fünfmal, Ibrahim Güngör viermal, Tiago Tavares netzte dreimal, Juvencio Boa und Spielertrainer Harun Hüdaverdi schnürten einen Doppelpack und Drazen Lovric sowie Marco Battaglia erzielten jeweils ein Tor. Der FC Grün-Weiß steht damit als Absteiger fest, während sich der MTV Ingolstadt bei einem Sieg gegen Gelbelsee noch Hoffnungen auf die Relegation machen darf. Dafür müsste jedoch der SV Stammham (MTV liegt hier, anders als gegen den punktgleichen TSV Lenting, beim direkten Vergleich vorne) verlieren.

DK