Pollenfeld

Mehr Platz für die Kleinen

Gemeinderat Pollenfeld fasst Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Kindergartens Marienheim

25.05.2022 | Stand 25.05.2022, 17:39 Uhr

Vierte Gruppe in Planung: Der Kindergarten in Pollenfeld könnte erweitert werden. Dazu wären Baumaßnahmen am 2017 erweiterten und sanierten Kindergarten notwendig (linkes Gebäude). Foto: Fries

Pollenfeld – Der Gemeinderat Pollenfeld konnte in dieser Wahlperiode coronabedingt erstmals im Sitzungssaal des Rathauses tagen. Bei dieser kleinen Premiere stand die Situation der Kinderbetreuung in der Gemeinde im Fokus. Bürgermeister Wolfgang Wechsler begrüßte dazu Ella Koch, die Leiterin des Kindergartens St. Brigida in Preith, und Pfarrer Arnold Manuk als Vertreter des Trägers des Katholischen Kindergartens Marienheim in Pollenfeld.

Für den Kindergarten Preith, der unter der Trägerschaft der Katholischen Kindergarteneinrichtungen Ingolstadt steht, erklärte die Leiterin, dass von den 60 vorhanden Plätzen in zwei Gruppen nur 44 besetzt werden können. Dies liege vor allem am fehlenden Personal. Aus ihrer Sicht sei, aufgrund der begrenzten räumlichen Verhältnisse, der Kindergarten jedoch auch für höchstens 45 Kinder geeignet. Die Mittagsbetreuung, an der momentan 18 Kinder teilnehmen, kann trotz vorhandenem Bedarf wegen der baulichen Gegebenheiten nicht erweitert werden.

Aus Sicht der Erzieherinnen und des Trägers wäre dringend ein größerer neuer Kindergarten in Preith notwendig, der aktuell im umgebauten alten Schulhaus untergebracht ist. Im Gremium war man sich einig, dass die Gemeinde hier wohl längerfristig Abhilfe schaffen sollte. Über die Errichtung einer Kinderkrippe in Preith waren im Vorfeld bereits Überlegungen im Gange. Man kam überein, dass für die Kinderkrippe und einen neuen Kindergarten in Preith ein Gesamtkonzept notwendig sein wird.

Pfarrer Arnold Manuk stellte für die Katholische Kirchenstiftung, als Träger des Kindergartens Marienheim, die Situation in Pollenfeld dar. Der dreigruppige Kindergarten mit 81 Plätzen wurde vor fünf Jahren umfassend saniert und erweitert. Die Gemeinde trug damals den Löwenanteil an den Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro. Zurzeit werden 80 Kinder betreut. Im nächsten Kindergartenjahr können alle Kinder, die bis einschließlich August 2022 das dritte Lebensjahr vollenden, aufgenommen werden.

Aufgrund eines Antrags der Kirchenstiftung bei der Kindergartenaufsicht des Landratsamtes wären sogar 85 Plätze möglich. Allerdings kann hier von Seiten des Trägers wegen fehlenden Fachpersonals noch keine Zusage gemacht werden. Laut Pfarrer Manuk wäre es grundsätzlich möglich, eine vierte Gruppe zu installieren. Das würde 27 weitere Kindergartenplätze bedeuten. Dazu müsste der bisherige Kreativraum zum Gruppenraum umfunktioniert werden. Allerdings wären noch ein Zusatzraum sowie Toiletten notwendig, für die Baumaßnahmen erforderlich sind.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Wechsler fasste das Gemeindegremium dazu einen einstimmigen Grundsatzbeschluss, der die Erweiterung begrüßt und eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den notwendigen baulichen Maßnahmen zusagt.

fsg