Beilngries

Mehr als 4000 Stunden für Einsätze und Übungen investiert

Jahresversammlung der Beilngrieser Feuerwehr – Führungskräfte im Amt bestätigt

06.06.2022 | Stand 06.06.2022, 19:00 Uhr

In ihren Ämtern bestätigt wurden Kommandant Wolfgang Petschl (5.von rechts), dessen Stellvertreter Martin Tomenendal (7. von rechts) und auch der Vereinsvorsitzende Markus Gabler (6. von rechts). Ihnen und allen weiteren Vorstandsmitgliedern gratulierten Kreisbrandrat Martin Lackner (rechts), Bürgermeister Helmut Schloderer (3. von rechts), Kreisbrandmeister Thomas Netter (4. von rechts) und Kreisjugendfeuerwehrwart Gerhard Herzner (4. von links). Foto: F. Rieger

Von Fabian Rieger

Beilngries – Jede Menge Lob von den Grußrednern, Ehrungen für langjähriges Engagement, eine von der Corona-Pandemie geprägte und dennoch an Übungen und Einsätzen reiche Jahresstatistik für 2021 – und reibungslos verlaufende Wahlen: So lässt sich die Jahresversammlung der Beilngrieser Feuerwehr, die am Freitagabend im Gerätehaus stattgefunden hat, zusammenfassen. Die Führungskräfte – Kommandant und Vorsitzender − wurden dabei jeweils in ihren Ämtern bestätigt. Einen bedeutsamen Wechsel gab es dennoch.

Aber alles der Reihe nach. In der gewohnten Form trugen die Verantwortlichen den Jahresbericht für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich vor. Kommandant Wolfgang Petschl konnte Erfreuliches berichten: Die Zahl der Aktiven ist seit der bislang letzten (Digital-)Versammlung im März 2021 angestiegen, von damals 101 auf nun 104. Darunter seien 25 Feuerwehranwärter. Das Durchschnittsalter der aktiven Truppe beträgt 30 Jahre.

In der Bilanz der Beilngrieser Feuerwehr für das Jahr 2021 stehen 105 Einsätze (2020: 93 Einsätze). Der häufigste Einsatzgrund waren technische und sonstige Hilfeleistungen. Ein noch etwas konkreterer Blick in die Statistik zeigt: Gebrannt hat es 13-mal, ebenfalls 13-mal wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall gerufen – gar 24-mal handelte es sich um einen Unwettereinsatz. Die Zahl der Gesamtstunden im Einsatz stieg im Vergleich zu 2020 von 1860 auf diesmal 2218,75. Was dabei nach wie vor fehlte, waren die sonstigen Einsätze wie Absperrdienste und Sicherheitswachen bei großen Veranstaltungen, Prozessionen und Ähnlichem – weil es diese Corona-bedingt schlichtweg nicht gab.

Auswirkungen hatte die Pandemie auch auf den Übungsbetrieb. Gegenüber 2020 stieg die Zahl der absolvierten Übungen zwar um 51 von 55 auf 106 –allerdings waren darunter 45 Übungen zur Einweisung in die neue Drehleiter. Die 61 abgehaltenen „normalen“ Übungen seien für Beilngrieser Verhältnisse weiterhin sehr wenig gewesen, bilanzierte Petschl. Die Pandemie-Regelungen hätten aber nicht mehr ermöglicht, einige Male wich man sogar auf Online-Schulungen aus. Insgesamt wurden 2162 Übungsstunden geleistet. Somit haben die Aktiven der Beilngrieser Feuerwehr im Jahr 2021 stolze 4380,75 Stunden in Übungen und Einsätzen erbracht. Spitzenreiter bei den Übungen war Johannes Mödl mit 40, die meisten Einsätze absolvierte Martin Tomenendal (70) – und auf die meisten Gesamtstunden in Übung und Einsatz kam Johannes Mödl (204,25). Petschl dankte seiner ganzen Mannschaft für deren gute und engagierte Arbeit, auch für die erfolgreiche Teilnahme an Leistungsabzeichen und Fortbildungen. Mit Blick auf die Pandemie sagte er: „Allen Schwierigkeiten zum Trotz haben wir alle Einsätze mit Bravour gemeistert und wir konnten den Übungsbetrieb einigermaßen aufrechterhalten.“ Einen Dank richtete der Kommandant auch an die Stadt, allen voran Bürgermeister Helmut Schloderer (BL/FW) und die Feuerwehr-Referentin im Stadtrat, Stefanie Schmidtner (CSU), an die Kräfte der Kreis-Feuerwehrführung und an alle Engagierten und Unterstützer der Beilngrieser Feuerwehr.

In diesen Dank stimmte auch der Vereinsvorsitzende Markus Gabler ein. Er teilte außerdem mit, dass der Beilngrieser Feuerwehr derzeit 264 Mitglieder angehören. Aus Vereinssicht sei Corona im Jahr 2021 ebenfalls erneut ein Hemmschuh gewesen – als es zwischenzeitlich erlaubt war, habe man aber doch ein bisschen etwas machen können, insbesondere das im kleinen Rahmen abgehaltene Kinderfest im August. Ein solches soll es, diesmal gerne wieder größer aufgezogen, auch heuer geben, und zwar am 30. Juli. Seine Hoffnung, dass 2022 Pandemie-mäßig ein besseres Jahr wird, habe sich bislang bestätigt, bilanzierte Gabler – an den ersten größeren Veranstaltungen, Feuerwehrfest in Aschbuch und Florianstag in Litterzhofen, habe man bereits teilnehmen können.

Wie vorbildlich sowohl die Leistung bei Übungen und Einsätzen als auch die Kameradschaft bei der Beilngrieser Feuerwehr sei, lobte Kreisbrandrat Martin Lackner. Ganz besonders bedankte er sich, dass sich auch Beilngrieser an dem Hilfseinsatz des Landkreises im Ahrtal beteiligt haben. Er halte nach wie vor den Kontakt dorthin – und von der Rückkehr zur Normalität sei die Gesellschaft dort leider nach wie vor weit entfernt, berichtete Lackner.

Bürgermeister Schloderer zollte der Beilngrieser Stützpunktfeuerwehr bei seinem Grußwort ebenfalls ein großes Lob. Sie sei die„tragende Säule“ des Feuerwehrwesens in der Gemeinde und sie verfüge über eine „hochmotivierte Mannschaft“, dafür wolle er sich ausdrücklich bedanken.

Gedankt wurde bei der Versammlung auch langjährigen Aktiven – und ganz besonders Rainer Meier, der 24 Jahre lang als Jugendwart Großes für die Beilngrieser Feuerwehr geleistet hat. Er gab diese Aufgabe nun an Maximilian Bengl weiter (weiterer Bericht folgt).

WAHLEN

Bei der Beilngrieser Feuerwehr herrscht Kontinuität, sowohl an der Spitze der aktiven Mannschaft als auch in der Vereinsführung wurden die bewährten Kräfte in ihren Ämtern bestätigt – jeweils ohne Gegenstimme.

Kommandant ist für weitere sechs Jahre Wolfgang Petschl, es ist seine vierte Amtszeit. Als stellvertretender Kommandant wurde Martin Tomenendal wiedergewählt.

Den Feuerwehrverein leitet weiterhin Markus Gabler. Stellvertretender Vorsitzender ist Wolfgang Petschl; in ihren Ämtern bestätigt wurden auch Kassenwart Sebastian Götz und Schriftführer Philipp Grad. Die Aufgabe des ersten Jugendwartes und damit verbunden die Zugehörigkeit zum Vorstand gab Rainer Meier an Maximilian Bengl ab. Teil des Vorstands ist ab sofort auch ein führender Betreuer der Kinderfeuerwehr, namentlich Heiko Petschl. Bei den Beisitzern stand Stefan Meier nicht mehr zur Wahl, auf ihn folgt Johannes Mödl. Weiterhin Beisitzer sind Teresa Schermer und Reinhard Zucker.

rgf