Gemeinsam stricken und Gutes tun
Kipfenberger „Woiweiba“ seit 2011 aktiv – Verkaufserlös wird regelmäßig gespendet

02.11.2023 | Stand 02.11.2023, 20:30 Uhr

Beim Textilfestival auf Burg Kipfenberg (wir berichteten) waren die „Woiweiba“ aktiv. Foto: Gabler

Für die Kipfenberger „Woiweiba“ heißt die Devise „Komme was Wolle“. Mit ihrer Leidenschaft haben sie bis jetzt schon eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben und waren aktuell beim Textilfestival im Römer- und Bajuwarenmuseum in Kipfenberg vor Ort. Beatrice, Gerda, Gerlinde, Hermine, Maria, Manuela, Monika, Marille, Stilla und Uschi stammen alle aus Kipfenberg oder Umgebung und stricken für ihr Leben gern. Sie wollen aber niemand mehr „bestricken“. Die Verwandtschaft sei versorgt und ansonsten sahen sie keinen Bedarf für Angehörige. Da hatten sie die Idee, ihre Stricksachen zu verkaufen und den Erlös zu spenden.

Im Jahr 2011 trafen sich erstmals einige Woll- und Strickbegeisterte im Vereinsheim des VfB Kipfenberg bei Kaffee und Kuchen. Daraus wurde ein regelmäßiger Stricktreff, zu dem heute zwischen zehn und zwölf „Woiweiba“ kommen. Ihre erste Aktion war am Weihnachtsmarkt. Auch in den vergangenen Jahren war er der intensivste Verkaufspunkt. Ihre erste Spende überreichten sie 2020 an „Hand in Hand“ in Eichstätt. Weitere folgten an die Klinik Eichstätt, Nachbar in Not, Sipl Kinderhilfe, Kinderdorf Marienstein, Tafel Beilngries, Wirbelwind, Hort Kipfenberg und die Bahnhofsmission Ingolstadt. Sie wollen bei den Empfängern Kontakt und ein Gesicht vor Augen haben. „Da wissen wir genau, wo das Geld landet und dass auch nichts verloren geht“, sagen sie.

Inzwischen liegen ihre Produkte in einigen Kipfenberger Geschäften ganzjährig aus. Für ihr Hobby nehmen sie gerne Wollspenden an. Ihr regelmäßiger Treffpunkt ist jeden zweiten Freitag im Monat ab 18 Uhr im Gasthof Alter Peter in Kipfenberg. Die nächsten Treffen sind am 10. November und 8. Dezember.

hpg