Böhmfeld

Jazz aus der Kellerbühne

Jack Skupin präsentiert in Böhmfeld das Konzert „Bossa Nova und mehr“ mit illustren Gästen

02.07.2022 | Stand 02.07.2022, 14:30 Uhr

In ihrem Element: Jack Skupin (rechts) in seiner Kellerbühne mit seiner Gesangspartnerin Mirelle Hanke und den Instrumentalisten Eduard Israelow (hinten rechts) und Gary Todd. Foto: Siebendritt

Böhmfeld – Leidenschaft, Wille, Fleiß, Ausdauer und eine gute Portion Talent versetzen den Jazz-Enthusiasten und Vokalisten Jack Skupin aus Böhmfeld immer wieder in die Lage, im kleinen Rahmen Großartiges auf die Beine zu stellen. Dieses Mal war es das Konzert „Bossa Nova und mehr…“ in seiner privaten Kellerbühne in den Lehenäckern in Böhmfeld. Mit von der Partie waren Eduard Israelow (Komponist, Arrangeur, Pianist), Gary Todd (Bassist) und Mirelle Hanke (Sängerin).

Sichtlich erfreut begrüßte Skupin, der nach Überwindung einer schweren Erkrankung seine Gesangsstimme fast vollständig wiedergefunden hat, die Jazz-Freunde aus Böhmfeld und weitem Umkreis. Für den Eintritt musste niemand etwas bezahlen. Willkommen waren jedoch kleine Spenden für die Berufsmusiker.

„Traumhafte Musik, herrlicher Abend, schönes Ambiente, familiäre Atmosphäre.“ Die mehr als 40 Konzertgäste zeigten sich begeistert. Ein Reigen mitreißender Standards von Antonio Carlos Jobim, dem bekannten brasilianischen Sänger und Komponisten sowie Begründer des Bossa Nova, zog das Publikum in Skupins malerischem Mini-Konzertsaal im Keller und auf der anschließenden Veranda in seinen Bann. „Água de Beber“, „Desafinado“, „Wave“, „E Preciso Perdoar“, „Water of March“, „So nice“ und andere Jobim-Kreationen, meisterlich dargeboten in warmer Sommernacht, berührten die Sinne und ließen eintauchen in südländische Gefilde.

Eindrucksvoll war die gesanglich musikalische Symbiose der beiden Vokalisten Mirelle Hanke und Jack Skupin in mutigen Arrangements in „Bebop“ und „Groovin‘ High - Still“ von Dizzy Gillespie sowie in „Blackbird“ von Paul McCartney, außerdem in der modernen Ballade „It will be“ von Alan Hampton und Gretchen Parlato. Die frische, leicht schwebende Stimme der Sängerin bildete einen angenehmen Kontrast zur tiefen und rauen Stimme des Sängers.

Glanzvoll präsentierten sich die Gesangskünstler auch in individuellen Programmen mit eigenen unterschiedlichen Formaten. Mirelle Hanke sang Swing-Interpretationen von „Four“ von Miles Davis und „Mr. Paganini“ von Annie Ross. Jack Skupin präsentierte mit Unterstützung von Klangmodulation und Trommeln experimentelle ethnisch-spirituelle Improvisationen von „Ornithology“ von Charlie Parker und „Little girl I’ll miss you“ von Bunky Green sowie von der Ballade „The other woman“ von A. Richard/F. McKenzie.

Für tollen Sound und akustische Brillanz sorgte Tonexperte Les Man aus Eichstätt.

Jack Skupin fungierte als federführender Organisator des Konzerts. Seine Familie und Freunde unterstützten ihn dabei und überraschten die Gäste in den Pausen mit einem kostenlosen Imbiss und Getränken. Bestärkt vom Erfolg des ersten Konzerts nach der Pandemie-Pause in seiner behaglichen Kellerbühne plant Skupin für den Herbst 2022 ein weiteres Jazz-Konzert.

sdr