Beilngries
Gelungener Start in der Kita im Sulzpark

Seit Kurzem läuft der Betrieb im früheren Franziskus-Gebäude – Kinder und Personal fühlen sich sehr wohl

20.10.2022 | Stand 22.09.2023, 4:20 Uhr |

Die Kita im Sulzpark unter der Leitung von Annette Bischof (stehend) ist seit gut zwei Wochen in Betrieb. Die Kinder fühlen sich sichtlich wohl in der städtischen Einrichtung, wovon sich auch Bürgermeister Helmut Schloderer gerne überzeugte. Foto: F. Rieger

Beilngries – Es ist wieder Leben eingezogen in den Beilngrieser Franziskus-Altbau. Seit gut zwei Wochen läuft der Betrieb in der neuen Einrichtung mit dem Namen Kita im Sulzpark. Kinder und Personal fühlen sich pudelwohl, wie unsere Zeitung bei einem Besuch am Donnerstagmorgen feststellen durfte.

Sehr hoher Bedarf an Plätzen für die Kinderbetreuung

Die Nachricht hatte im Frühjahr gehörig für Aufregung gesorgt: Trotz der beiden millionenschweren Kindergarten-Neubauten im Sulzpark und in der Sandsiedlung stellte sich die Situation nach Abschluss der Anmeldetage für das Betreuungsjahr 2022/23 so dar, dass der Bedarf mit dem bestehenden Raumangebot nicht gedeckt werden konnte. Bürgermeister Helmut Schloderer (BL/FW) und Birgit Geißler, im Rathaus federführend mit dem Bereich der Kinderbetreuung betraut, verweisen gegenüber unserer Zeitung sowohl auf das enorme Bevölkerungswachstum als auch auf die gestiegenen Betreuungsbedarfe. Oder, um das Letztere einfacher auszudrücken: Immer mehr Kinder werden immer jünger für die Betreuungsplätze angemeldet.

Der Stadtrat beschloss angesichts der drängenden Herausforderung neben einem Aufstocken des Naturkindergartens im kommenden Jahr auch die Wiederinbetriebnahme des früheren Franziskuskindergarten-Gebäudes in diesem Herbst – als Übergangslösung, vom Jugendamt genehmigt für einen Zeitraum von drei Jahren.

Im Gebäude gab es viel zu tun

Bürgermeister Schloderer spricht von einer Herausforderung, die es dargestellt habe, das Gebäude in dem eng gesteckten Zeitrahmen wieder in eine schöne und allen Anforderungen entsprechende Kindertagesstätte zu verwandeln. Schließlich hatte man es nach dem eigentlichen Ende des Kindergartenbetriebs sukzessive in den Zustand eines „Rohbaus“ versetzt. Es gab viel zu tun und auch einiges zu investieren. Rund 200000 Euro seien kalkuliert gewesen, so Schloderer. Letztlich sei man etwas günstiger gefahren, weil der städtische Bauhof umfassend selbst tätig wurde – auch, um fehlende Verfügbarkeit mancher Firmen abzufedern.

Unter dem Strich steht nun jedenfalls eine rundum betriebsfertige Kindertagesstätte, die auf drei Gruppen ausgelegt ist. Zwei davon werden aktuell schon genutzt, jeweils eine Krippen- und eine Kindergartengruppe. In der Krippe gestaltet man einen an den Anforderungen der Kleinen ausgerichteten „soften Start“, wie Annette Bischof – Leiterin der Kita im Sulzpark – berichtet. Die Gruppe ist buchungstechnisch voll belegt und wächst Stück für Stück auf zwölf Kinder an. In der Kindergartengruppe sind es momentan 13 Mädchen und Buben, auch sie wird Schritt für Schritt noch größer werden. Und die Inbetriebnahme der dritten Gruppe – dann als Krippe – ist ebenfalls bereits absehbar. Es gebe schon eine Warteliste für einen Start im September 2023, ist zu erfahren, spätestens dann wird die Kita im Sulzpark dreigruppig betrieben.

Aktuell umfasst das Team fünf Kräfte, es wird dann entsprechend weiter wachsen. Man sei sehr froh, dass die Personalakquise so gut geklappt hat, betont Birgit Geißler. In der heutigen Zeit sei das wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Das dürfe die Stadt als Arbeitgeber – sie betreibt die Kita – durchaus als Bestätigung verstehen, lobt Annette Bischof. „Es passt einfach alles sehr gut.“ Sehr gefreut habe man sich als Team beispielsweise, dass man schon frühzeitig in Fragen der Gestaltung mit einbezogen wurde. „Es gibt natürlich kein Wünsch-dir-was, es muss alles finanzierbar sein“, so Schloderer – aber diejenigen, die später in einer Einrichtung tätig sind, müssten sich dort wohlfühlen können, weshalb man freilich vorab deren Meinungen und Ideen einhole.

Annette Bischof hat die Aufgabe in Beilngries jedenfalls mit großer Freude angetreten, das ist beim Besuch unserer Zeitung spürbar. Sie stammt aus Paulushofen, war zwischenzeitlich auch mal im Ausland und dann zuletzt in Hannover in der Kindererziehung tätig. Als eigener Nachwuchs ins Haus stand, war dann klar, dass es zurück in Richtung Heimat gehen soll – und dort gab es mit der Leitung der neuen Kita im Sulzpark nun auch eine perfekt passende berufliche Option.

Kulturelle Vielfalt wird in der Kita gelebt

Ganz besonders freue sie sich auch schon auf Veranstaltungen und Feste gemeinsam mit den Eltern, berichtet Bischof. Dabei gelte, genau wie im Kita-Alltag: Die kulturelle Vielfalt wird als Gewinn für alle Seiten verstanden und gelebt. Kinder aus verschiedenen Herkunftsländern wachsen hier zusammen auf – und das sei überhaupt gar kein Problem, betont die Kita-Leiterin. Genau diese positive Stimmung ist auch bei den Kindern zu beobachten. Ob nun beim Hausbau mit Legosteinen, beim Obstgarten-Brettspiel oder beim gemeinsamen Blättern in einem Büchlein – hier wurden längst die ersten guten Freundschaften geknüpft.

DK