Andacht
Gedenkfeier des Jägervereins Hubertus in verschneiter Waldlandschaft

05.12.2023 | Stand 05.12.2023, 10:39 Uhr

Aus geistlicher Sicht wurde die Andacht von Domkapitular Josef Funk zelebriert. Foto: Adam

Gemeinsam eine Andacht in der verschneiten Waldlandschaft feiern, dabei besonders der gestorbenen Mitglieder gedenken und anschließend in geselliger Runde bei Speis und Trank zusammen sein: Die Mitglieder des Jägervereins Hubertus Beilngries haben gemeinsam mit Domkapitular Josef Funk im Freien bei der Hütte des Vereins am Arzberg eine Gedenkandacht gefeiert.

Das Gelände war dazu malerisch in Fackellicht getaucht, ein großes beleuchtetes Kreuz stand im Mittelpunkt. Musikalisch wurde die Andacht von den Jagdhornbläsern umrahmt.

„Wir gedenken heute unserer verstorbenen Mitglieder, besinnen uns aber auch unserer eigenen Vergänglichkeit“, sagte der Vorsitzende des Jägervereins, Helmut Reil, bei der Begrüßung.

Stein der Erinnerung



Der Erinnerungsstein für die gestorbenen Mitglieder sei bereits am 7. November 1982 aufgestellt worden, erinnerte Reil und erklärte: „Es war damals wie heute das äußere Zeichen dafür, dass die Vereinsmitglieder nie vergessen sein sollen.“ 1999 sei der Stein neu gestaltet worden, erst im vergangenen Jahr dann wurde er restauriert. „Dafür sagen wir unseren Mitgliedern Wolfgang Krippl und Willi Nachtmann herzlichen Dank“, sagte Reil. Mehrmals während der Andacht hoben die Jagdhornbläser unter der Anleitung von Hans Stiller – „Horn auf. Blas an“ – ihre Instrumente und die typisch tiefen Töne klangen durch den stillen Wald.

„Wenn die Natur leidet, dann leiden auch wir“



Domkapitular Josef Funk bezog sich in seinen Worten auf die Schöpfung und Natur, die Hege und Pflege der Tier- und Pflanzenwelt, die den Jägern besonders am Herzen liegt. „Wir sind dankbar für die Schöpfung Gottes und spüren: Wenn die Natur leidet, dann leiden auch wir“, sagte Funk und bat im Gebet, „dass allen, die Wald und Flur hegen, der rechte Blick für Tiere und das Wild“ geschenkt werde.

Die Fürbitten trugen ein Weidkamerad und ein Mitglied der Jagdhornbläser vor. Sie baten: „Schenke uns und allen Menschen dieser Erde die Einsicht, die Würde aller Lebewesen zu achten.“ Jäger seien Mitverwalter jener Lebensräume, die wir in Wald, Feld, Wiese, Wasser und Luft vorfinden: „Erfülle sie in Jagd und Hege mit dem Geist einer echten Weidgerechtigkeit.“ Zudem wurde erneut an die gestorbenen Weidkameraden gedacht, die bereits „ihre ewige Heimat bei Gott gefunden haben“.

Gebet von Papst Franziskus



Mit einem Gebet von Papst Franziskus schloss Funk die Andacht und bat darin: „Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.“

arg