Schluss mit Algenbelag und Rissen im Putz
Forchheimer feiern Abschluss der Kirchenrenovierung der Filialkirche St. Margaretha

19.11.2023 | Stand 19.11.2023, 19:27 Uhr

Die Kirche St. Margaretha in Forchheim hat eine umfassende Außenrenovierung hinter sich. Die Gesamtkosten betragen rund 490 000 Euro. Fotos: Humpel

Forchheim – Die Außenrenovierung der Filialkirche St. Margareta im Pförringer Ortsteil Forchheim ist nach nur vier Monaten abgeschlossen. Die Kosten dafür betragen rund 490000 Euro. Pfarrvikar John Bosco und Pfarrer Michael Saller zelebrierten den Festgottesdienst zum Abschluss der Arbeiten.

Saller bezeichnete den offiziellen Abschluss der Renovierung als einen Tag der Freude. Ein besonderer Dank des Ortsgeistlichen galt Johann Schwürzer, der seit 48 Jahren zuverlässig und engagiert den Dienst als Kirchenpfleger ausübt. Ferner bedankte sich Saller beim Architekten Josef Schönberger für die Koordination der Arbeiten. Bei der Feierstunde im Schulhaus gratulierte der dritte Bürgermeister Martin Lechermann im Namen des Marktes Pförring zum gelungenen Abschluss der Renovierung, mit dem die Kirche für die nächsten 30 bis 40 Jahre sturmfest gemacht worden sei. Er hofft, dass in den Filialkirchen der Pfarrei Pförring noch lange regelmäßige Gottesdienste stattfinden können. Zur Feier hatten die Feuerwehr und der Krieger- und Kameradenverein Forchheim die Pfarrangehörigen und Ehrengäste ins Schulhaus eingeladen und auf ihre Kosten bewirtet.

Renovierungsmaßnahmenhaben Ende Juni begonnen



Die Filialkirche St. Margareta in dem rund 350 Einwohner zählenden Ort gehört zu der von Pfarrer Saller betreuten Pfarrei Pförring. Kirchenpfleger Johann Schwürzer und Architekt Josef Schönberger berichteten über die umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen, die Ende Juni begonnen hatten. Die Diözese Regensburg übernimmt 50 Prozent der Kosten, und der Markt Pförring steuert 25000 Euro bei. Die Kirchenverwaltung rechnet mit rund 125000 Euro, die selbst getragen werden müssen. Besonders gedankt wurde auch dem Pförringer Kirchenpfleger Werner Lindermayer mit dem Kirchenverwaltungsmitglied Rudi Kügel und der Mesnerin Christa Biebl. Die Familie Waldinger-Biebl übt schon seit mehr als 200 Jahren den Mesnerdienst in Forchheim aus.

Die Kirche wurde vor rund 800 Jahren erbaut, als Forchheim noch aus nur 25 bis 30 Häusern bestand und das Baumaterial auf einem einfachen Stangengerüst von Hand hochgezogen werden musste, wie Schwürzer in seiner Festrede berichtete. Die letzte Außenrenovierung fand in den Jahren 1997/98 statt. Unter anderem starker Algenbefall am Turm, Risse im Putz und undichte Verblechungen machten nun ein Eingreifen dringend notwendig. Der Antrag auf die Außenrenovierung war 2022 gestellt und rasch genehmigt worden.

Der Kirchturm soll vor Algengeschützt werden

Um zu verhindern, dass der Turm bald wieder von Algen überzogen wird, wird das ablaufende Schmutzwasser nun auf die Dachplatten abgeleitet. Die klemmenden und nur schwer sperrbaren Industrietüren sind außerdem durch Eichentüren ersetzt worden.

Architekt Schönberger erwähnte bei seinem detaillierten Bericht auch auf einige Besonderheiten ein. So sei nun das Natur-Rot der Dacheindeckung wieder sichtbar. Dank der Zustimmung der Marktgemeinde Pförring hätten jetzt auch Leichenhaus und Friedhofsmauer den gleichen Farbton wie die Kirche. Der Architekt vergaß auch nicht, dem Herrgott, der heiligen Margareta und den 14 Nothelfern für ein unfallfreies Arbeiten zu danken.

Wie eine Henne, die mit ihren Flügeln Friedhof und Dorf bedeckt und zeigt, „unter meinen Flügeln seid Ihr sicher“, kommt Kirchenpfleger Johann Schwürzer die Kirche St. Margaretha vor. Ein bisschen was Besonderes müssten die Forchheimer immer haben, meinte er noch und verwies auf die vergoldeten Turmkreuze und Windfähnchen.

„In festlicher Freude feiern wir den Abschluss der Renovierung“, so Pfarrer Saller in seiner Predigt. Die Gläubigen in Forchheim seien froh und dankbar, dass sie schon seit über 800 Jahren hier eine Kirche haben. Ein Kirchengebäude brauche zum Erhalt immer wieder Erneuerung. Das gelte für Wohnhäuser genauso wie für Kirchen. Jede Generation sei da gefordert, so die Überzeugung des Geistlichen. „Heilfroh“ zeigte er sich schließlich noch, dass Kirchenpfleger Johann Schwürzer sich zuverlässig und gründlich in die Renovierungsarbeiten eingebracht habe. Allen Beteiligten gebühre für die gut geleistete Arbeit Dank.