Engagement, Stolz und Dankbarkeit
Feuerwehr Stammham feiert ihr 150-jähriges Bestehen mit Vorführungen, Festabend und Party

27.09.2023 | Stand 27.09.2023, 7:21 Uhr |

Beim Fire-Warrior-Wettkampf am Sonntag bewiesen die Aktiven ihr Können. Foto: Sedlmaier

Partynacht, Festabend, Fire-Warrior-Wettkampf: Die Freiwillige Feuerwehr Stammham hat ihr 150-jähriges Bestehen im großen Stil gefeiert. Der Vorsitzende Markus Weber hatte mit seinem Team ein dreitägiges Festprogramm vorbereitet.

Den Auftakt dazu machte ein Partyabend. DJ Effex versorgte die rund 440 Gäste mit den passenden Beats, und an der Bar herrschte reges Treiben. Bis drei Uhr nachts wurde in der Mehrzweckhalle getanzt und gefeiert. Am Samstag stand der offizielle Festabend auf dem Programm. Um für alle Altersklassen etwas zu bieten, wurde auf den klassischen Fahnenzug verzichtet. Stattdessen richtete die Feuerwehr am Sonntag einen ganztägigen Fire-Warrior-Wettkampf aus. Dabei musste ein Parcours mit feuerwehrtechnischen Aufgaben möglichst schnell absolviert werden. Mitmachen konnten alle Feuerwehren aus dem Umkreis, und auch die Zuschauer hatten viel Spaß.

Handgemachte Tischdeko und Sonnenblumen

Am Samstag war die Mehrzweckhalle zu einem Festzelt umdekoriert worden. Reihen mit Bierbänken und -tischen luden zum gemütlichen Zusammensitzen bei einer Maß Bier und Käse mit einer großen Breze ein. Ein besonderer Blickfang war die handgemachte Tischdeko: Ein aus Holz ausgeschnittener Feuerwehrmann. Dieser Schmuck sowie die vielen Sonnenblumen auf der Bühne wurden vom örtlichen Gartenbauverein hergerichtet.

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Maria Weber stach Markus Weber das Bierfass an. Unter den vielen Gästen waren die Abordnungen der Feuerwehren aus Appertshofen, Bettbrunn, Denkendorf, Gaimersheim, Großmehring, Hepberg, Kasing, Kösching, Schelldorf, Biberg und Krut. Auch die Feuerwehr der neuen Partnergemeinde Stammham am Inn war mit dabei, erst am Vortag war die Partnerschaft unterzeichnet worden. Eine Freiwillige Feuerwehr zu haben, sei keine Selbstverständlichkeit. Markus Weber sprach von 150 Jahren selbstloser Dienstleistung. Alles begann 1873 mit einer Handvoll mutiger Männer, die die Vision hatten, ihre Gemeinde vor Bränden zu schützen. Seitdem habe sich viel getan, so Weber. Die Ausrüstung wurde verbessert, die Ausbildung anspruchsvoller, das Feuerwehrhaus modernisiert. Geblieben sei die Bereitschaft, die eigene Gemeinde zu schützen.

Laut dem Vorsitzenden ist die Feuerwehr Stammham eine der aktivsten und engagiertesten Wehren im Landkreis Eichstätt. Mit großem Stolz auf sein Team sagte Weber: „Sie sind Helden in Uniform, Nachbarn und Familienmitglieder, die bei Wind und Wetter, am Wochenende und am Feierabend bereit sind, auszurücken.“ Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die kommenden Jahre genauso erfolgreich sein werden, wie die vergangenen 150.

Gleichzeitige 30-Jahr-Feier der Jugendfeuerwehr

Doch nicht nur die „Großen“ haben hervorragende Leistungen erbracht, auch die Jüngeren zeigten viel Teamgeist und Ehrgeiz bei sportlichen Veranstaltungen und Zeltlagern in der Jugendfeuerwehr. Diese wurde 1993 von Michael Betz gegründet – feierte also während der drei Tage ihr eigenes 30-jähriges Bestehen mit.

Bürgermeisterin Maria Weber drückte ihre Dankbarkeit und Wertschätzung aus: „Ich bin aus tiefstem Herzen auf diese Feuerwehr stolz.“ Weiter sagte sie, dass sie froh sei, so ein tolles Fest in Stammham zu haben. Als weiteres Zeichen der Anerkennung überreichte Maria Weber der Feuerwehr im Namen der Gemeinde einen Scheck über 500 Euro.

Anschließend wurden Alexander Hengl, Bernd Oblinger und Patrick Ogrzey für jeweils 25 Jahre aktiven Dienst mit einer Urkunde des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden Hans Heckner (40 Jahre), Josef Probst (50 Jahre) und Willi Fuchs (65 Jahre) geehrt.

Als Markus Weber die Bühne verließ, legte die Band Spitz af Knopf mit ihrem Programm los. Während das Publikum am Anfang noch zurückhaltend war, standen spätestens bei „Country Roads“ alle auf den Bänken. Jung und Alt, Gäste und Feuerwehr-Mitglieder sangen miteinander die bekanntesten Festzeltlieder. Es wurde gelacht und getanzt bis in die späten Abendstunden. In dem bunt beleuchteten Partyzelt verstummte die Musik ebenfalls erst spät – das Ende eines perfekten Abends.

DK