Weihwasser fürs Schutterbad
Feier zur Aufnahme des Badebetriebs in Wellheim und Jubiläum „50 Jahre Wasserwacht“

11.06.2024 | Stand 11.06.2024, 20:22 Uhr |

Wellheims Pfarrer Johannes Huber segnete das wiedereröffnete Schutterbad Wellheim. Foto: Meyer

Gleich zwei freudige Ereignisse standen im Wellheimer Freibad an. Zum einen feierte der Schutterbadverein Wellheim die Wiederaufnahme des Badebetriebs nach vier Jahren Pause. Zum anderen beging die Wasserwacht Wellheim bei einem offiziellen Festakt ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Festlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst, den die Weihrauchmafia unter Hans-Jürgen Pickhard begleitete. In seiner Predigt nannte Pfarrer Johannes Huber unter anderem die Nächstenliebe eine wichtige Säule der Wasserwacht. Er lobte den Enthusiasmus des Vereins, mit vereinten Kräften das Schutterbad wieder zu eröffnen. Nach der Messe segnete der Geistliche die beiden Einsatzfahrzeuge der Wasserwacht sowie die Freibadanlage. Unter den Augen zahlreicher Anwesenden schoss die Böllerguppe der Schützengesellschaft Edelweiß Gammersfeld Salut, die Böllerfreunde Hüttenwerk Obereichstätt brachten das Urdonautal mit Kanonen und einem Standböller zum Beben.

Schwimmwettbewerb und viel positives Echo



Beim Schwimmwettbewerb für Kinder bis zwölf Jahren, den die Wasserwacht Wellheim organisierte, sahnten die Buben und Mädchen unter Anfeuerungsrufen reihenweise Medaillen ab. Bis in den späten Abend hinein heizten die lokalen Live-Bands Los Chakalakas und Mother Abigail im Zelt ein, bevor DJ Topper Harley zum Abschluss für Partystimmung sorgte. Patrick Stingl, Vorsitzender des Schutterbadvereins, freute sich über das gelungene Fest, „auch wenn das Wetter ab dem Nachmittag nicht mehr so richtig mitspielte“. Er verwies auch auf das positive Echo der Besucher, aber auch auf zahlreiche Spenden von örtlichen Vereinen, die an diesem Tag überreicht wurden.

Seit über 50 Jahren ist die Wasserwacht Ortsgruppe Wellheim aus dem gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde nicht mehr wegzudenken. Zu den Gratulanten gehörten neben Landrat Alexander Anetsberger (CSU) mehrere Vertreter der Kreiswasserwacht und des BRK-Kreisverbands Eichstätt, Kreisbrandmeister Robert Husterer, gleichzeitig Wellheimer Bürgermeister, sowie Abordnungen der Feuerwehrvereine Wellheim und Konstein. In den Grußworten dankte der Landrat der Wasserwacht für ihren Dienst zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen. Die Hochwasserlage der vergangenen Tage habe gezeigt, wie wichtig ein vorbildliches Miteinander aller Hilfskräfte sei: Insgesamt über 2500 Helfer waren bei der Hochwasserkatastrophe rund um die Uhr im Einsatz.

Dank an Wasserwacht von allen Seiten



Dem Badverein gratulierte Anetsberger zur erfolgreichen Wiedereröffnung. Das Freibad stelle durch seine zentrale Lage im Ort einen Mittelpunkt im Gemeindeleben dar, sagte Anetsberger. Wellheims Bürgermeister Robert Husterer dankte der Wasserwachtsgruppe. „Für unsere Marktgemeinde im Randgebiet ist die Existenz der Wasserwacht, HvO-Gruppe und der Sanitätstruppe unabdingbar.“ So sei es selbstverständlich gewesen, die Anschaffung des neuen HvO-Fahrzeugs mit 20.000 Euro zu unterstützen. Als Kreisbrandmeister freue er sich über das ausgezeichnete Teamwork mit den Feuerwehrlern, auch im Hinblick auf das gemeinsame Ausrücken zu Einsätzen. Zudem sei er„stolz auf das Bad“. Er verneige sich vor der Leistung des neuen Vorstands, der zusammen mit zahlreichen Helfern und Unterstützern in viel Eigenregie den Fortbestand des Bades sicherte. Hierzu half der Marktgemeinderat mit einem Geldbetrag von 78.000 Euro und greift mit bis zu 15.000 Euro jährlich bei den Betriebskosten unter die Arme. Den Bogen zu beiden Vereinen spannte er am Beispiel Schwimmenlernen, was eng mit Bad und Wasserwacht zusammenhängt. „Es ist sehr wertvoll, vor Ort diese Möglichkeit zu haben“, lobte Husterer.

EK