Ein Fest des Fußballs
FC Bayern Fanclub Dollnstein begeht 25-jähriges Gründungsfest mit Gaudi auf und neben dem Platz

24.06.2024 | Stand 24.06.2024, 17:40 Uhr |
Manfred Völkl

Der elfjährige Clemens Frohnert (rechts) aus dem Siegerteam Fröhliche Brüder beeindruckte mit vier Toren. Hier setzt er sich gegen drei größere Spieler durch. Foto: Völkl

Die Wetterprognose für das 25-jährige Gründungsfest des FC Bayern Fanclub Dollnstein 1999 war alles andere als ideal. Aber passend zum berühmten „Bayerndusel“ strahlte an beiden Tagen auf dem Sportgelände der DJK Dollnstein die Sonne.

Wie es sich für einen Fußballfanclub geziemt, stand der Fußball im Mittelpunkt. Am Freitag startete das Fest mit einem Elfmeter-Turnier für alle Bürger. Es nahmen insgesamt 22 Mannschaften mit je fünf Spielern teil. Die Teams waren bunt gemischt, denn mitmachen durfte Jede und Jeder. Die elf Paarungen wurden ausgelost. Aus den Verlierermannschaften sind dann fünf Mannschaften ermittelt worden, die die elf Siegermannschaften im KO-Modus ergänzten. Im Endspiel ging es zwischen „Die Becks“ und der „No sleep gang“ zur Sache. Mit 4:3 konnte sich die „No sleep gang“ knapp durchsetzen. Alle Teilnehmer konnten sich als Sieger fühlen, denn sie machten den Reiz der Veranstaltung aus. Gemeinsam feierten alle bis in die frühen Morgenstunden.

Am Samstag startete um elf Uhr das Fußball-Turnier um den Hans-Wittmann-Wanderpokal. Zwölf Mannschaften hatten sich dafür angemeldet. Es wurde mit fünf Feldspielern plus Torwart gespielt. Obwohl es sich um ein Gaudi-Turnier handelte, waren viele Mannschaften ausschließlich mit Vereinsspielern angetreten, der Siegeswille und Ehrgeiz dementsprechend groß. Jeweils sechs Mannschaften spielten zunächst im Zwei-Gruppen-Modus auf zwei E-Jugend-Kleinfeldern die beiden Erstplatzierten aus, die nach Abschluss der Spielrunden in den Halbfinals die Endspielgegner ermittelten. Die übrigen Mannschaften spielten um die Plätze vier bis zwölf.

Die Zuschauer sahen oft technisch interessante und hart umkämpfte Spiele. In der Gruppe A setzten sich die Dollnsteiner Garde und die Fröhlichen Brüder durch, in der Gruppe B der FV Obereichstätt und die „warmen Brüder“. Ihre Halbfinalspiele gewannen die „warmen Brüder“ und die Fröhlichen Brüder, die Verlierer spielten um Platz drei. Hier schickte die Dollnsteiner Garde in Absprache mit dem Gegner acht Frauen aufs Feld, was die Zuschauer mit viel Beifall honorierten. Das Spiel gewann der FV Obereichstätt knapp mit 2:1. Das Finale war hart umkämpft. In dem „Bruderduell“ setzten sich die Fröhlichen Brüder knapp mit 1:0 gegen die „warmen Brüder“ durch, letztlich stand aber der Spaß im Mittelpunkt. Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung bei der Siegerehrung.

Während sich die Mannschaften auf den Spielfeldern maßen, konnten die Zuschauer ihre Geschicklichkeit bei der Bayerischen Olympiade – bestehend aus Maßkrugstemmen, Nageln und Bierfilzlfangen – unter Beweis stellen. Vor allem das Einschlagen eines Nagels mit dem Maurerhammer erwies sich als tückisch, da die schmale Seite des Hammers verwendet wurde. So mancher Teilnehmer beendete den Wettbewerb mit einer negativen Punktzahl. Aber sie nahmen es mit Humor: Dabeisein ist alles. Bei den Kindern wurde Max Bittlmayer Erster, bei den Frauen seine Mutter Karin Bittlmayer. Bei den Herren konnte sich Manuel Engel als Gewinner feiern lassen. Die jeweils drei Erstplatzierten wurden bei der Siegerehrung mit Gutscheinen und Geschenken bedacht. Trotz aller sportlichen Herausforderungen vergaßen weder Zuschauer noch Spieler warum sie gekommen waren. 25 Jahre Vereinsgeschichte waren Grund genug zu Feiern.

Dem kamen die Festbesucher gerne nach. Am Essensstand des Anglervereins und am Getränkestand hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Bis spät in die Nacht spielte die Band „Mia 4 zu 5t“. Die fünf Musiker heizten dem Publikum ordentlich ein. Sowohl der Zweite Vorsitzende des Anglervereins, Dirk Neumeyer, als auch der Vorsitzende Rainer Bublak vom gastgebenden FC Bayern Fanclub Dollnstein zogen eine mehr als zufriedene Bilanz von ihrem zweitägigen Event.

EK