Berghausen

Ersatzneubau der Juraleitung ist Thema in Berghausen

Bürgermeister Norbert Hummel gibt Informationen zum aktuellen Sachstand – Erdaushubdeponie soll erweitert werden

03.11.2022 | Stand 03.11.2022, 5:00 Uhr

Der Ersatzneubau der Juraleitung soll 120 Meter westlich von der bestehenden Trasse (im Hintergrund) verlaufen. Foto: R. Meyer

Berghausen – Zu der sehr gut besuchten Bürgerversammlung in Berghausen hat der ortsansässige Gemeinderat Andreas Schneider die Anwesenden begrüßt und übergab dann Bürgermeister Norbert Hummel (CSU) das Wort. Dieser gab zunächst einen Überblick über die Themen der Großgemeinde, bevor er auf die örtlichen Belange näher einging.

Die Erdaushubdeponie bei Berghausen soll auf 60000 Kubikmeter erweitert werden, zurzeit werden Vorgespräche geführt, die Genehmigung sei beauftragt. In der Bauschuttdeponie sollte nur Lehm und Humusmaterial eingebracht werden und die Böschung am Ende des Areals müsste flacher abgetragen werden, damit das Material nicht Richtung Radweg rutschen kann. In diesem Bereich stehen aber schon über 20 Jahre alte Bäume – Hummel ist es unverständlich, dass hier abgeflacht werden sollte. Auch in Berghausen formulierte der Bürgermeister den Appell, die ehemaligen Deponien nicht mehr zu nutzen, da sonst Anzeigen drohen.

Im Laufe des kommenden Jahres wird in Berghausen die Inspektion der Abwasserbestandsleitungen sowie Kanäle vorgenommen. Im Rahmen des Ersatzneubaus der Juraleitung finden zurzeit Grundstücksverhandlungen bezüglich der Masten-Standorte statt. Voraussichtlich läuft die Leitung 120 Meter westlich von der bestehenden Trasse und wird Berghausen in etwa 400 Metern Entfernung passieren. Im Januar müsste der Stand des Verlaufes feststehen.

Die Technische Hochschule Rosenheim wird im Frühjahr 2023 eine Machbarkeitsstudie vornehmen. Darin soll untersucht werden, ob in kleinen Ortschaften im Bereich Altmannstein – Berghausen fällt auch darunter – kleine Dorfgemeinschaftshaus in Holzbauweise mit Gemeinschaftsraum, Küche und Sanitäranlagen errichtet werden könnten.

Bei der Aussprache wurde vorgebracht, dass auf der Straße nach Hexenagger Äste und Strauchmaterial in den Fahrbereich hängen. Da der Bereich Privatgrund ist, möchte man eine Aussprache mit dem Eigentümer suchen. Diesbezüglich wurde auch angesprochen, dass die Straße ziemlich schmal ist und dies besonders in der Erntezeit Probleme bereite, weil verhältnismäßig große landwirtschaftliche Gefährte die Straße benutzen und hier beim Gegenverkehr Schwierigkeiten auftreten. Die Frage lautete, ob hier nicht die Straße zu verbreitern wäre.

Bei der Verbindungsstraße von Berghausen nach Altmannstein wird bei der Abzweigung zur Berghauser Straße, in jüngster Zeit nicht mehr auf die Vorfahrtsregelung geachtet. Hier sollte verkehrsplanerisch eine Fahrbahnmarkierung angebracht werden, so die Anregung.

Auch wurde der Antrag gestellt, eine feste Wasser- und Stromleitung zum Waldfestplatz zu legen. Bürgermeister Hummel fand die Idee gut, es sollten sich aber die Vereine mit einbringen, da sie auch den größten Nutzen haben. Der Stromanschluss wäre vom Leichenhaus aus, hier müsste aber geprüft werden, ob die Kapazität ausreicht.

Der Friedhof in Berghausen ist gemeindlich und hier sind nur noch zwei Gräber frei. Was passiert, wenn er voll ist? Wer ist für eine Vergrößerung zuständig und wäre es möglich, eine Urnenwand zu bauen? Hummel nahm Abstand von einer Urnenwand in Berghausen. Es gebe zwar kleine Wände mit Platz für vier oder acht Urnen. Diese Wände seien aber sehr klein und würden nicht so recht in den Friedhof passen. Er könnte sich aber vorstellen, es so zu machen wie auf dem Wolfsbucher Friedhof: Hier gibt es eine Stele, um die herum bis zu acht Urnen in den Boden eingelassen werden können. Hier seien die Urnengräber auch nicht anonym, man könne jederzeit eine Platte mit Namen und Sterbedaten anbringen.

Nach all den recht lebhaften Diskussionen bedankte sich Hummel bei den Vereinen und Personen, die sich mehr um etwas kümmern, als es sonst üblich ist, und schauen, dass alles in guten Bahnen verläuft. Auch dankte er der Wirtin, dass sie immer einen Ort der Begegnung bietet.

myr