ÖDP-Stadtrat mit Zweifel

Eichstätt: Positive Stimmen für psychiatrische Tagesklinik

Bauausschuss nimmt Planungen wohlwollend zur Kenntnis – ÖDP-Stadtrat Reinbold bezweifelt ausreichende Parkplätze

23.09.2022 | Stand 23.09.2022, 17:04 Uhr

An der Hindenburgstraße wird ein Gebäude abgerissen, dort soll die psychiatrische Tagesklinik errichtet werden. Foto: Hager

Der Bauausschuss des Eichstätter Stadtrates hat den Bauantrag des Klinikums Ingolstadt für eine psychiatrische Tagesklinik in der Hindenburgstraße einstimmig goutiert. Weil das Gebäude, wie berichtet, nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt wird, musste der Ausschuss formell nicht zustimmen.



Willi Reinbold (ÖDP) fragte aber nach, ob die vorgesehenen fünf Parkplätze ausreichen würden. „Ich habe da erhebliche Zweifel, zumal es ja am Krankenhaus sowieso Probleme mit dem Parken gibt“, sagte Reinbold. OB Josef Grienberger (CSU) konterte: „Es gibt dort viele Maßnahmen, etwa die Parkplätze am Sportplatz und bei der Boxerhalle für die Mitarbeiter.“ Er habe mit der Klinikleitung gesprochen, es gebe keine Probleme dort.

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Stadtbaumeister Jens Schütte ergänzte, dass die Stellplätze für eine Praxis nachgewiesen werden müssten, das sei erfüllt. Klaus Bittlmayer (Grüne) bewertete die Einrichtung der Klinik für Eichstätt als positiv, ergänzte aber in Anlehnung an Reinbold, dass man möglicherweise den öffentlichen Nahverkehr hier besser einbinden könnte. Martina Edl (FW) lobte, dass der Baumbestand auf dem WoBau-Gelände erhalten bleibe.

Bezirksrat Reinhard Eichiner (CSU), der sich über die vergangenen Jahre für die Klinik eingesetzt hatte, sagte auf Anfrage: „Mit der Etablierung einer Tagesklinik in Eichstätt wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung in Stadt und Landkreis und darüber hinaus geleistet.“ Die Versorgungslage im Landkreis sei „gelinde gesagt desaströs“, diese nehme nun Ende.

smo