Nur noch der Wagen fehlt
Die Vorbereitungen für Egweiler Waldkindergarten sind fast abgeschlossen

24.08.2023 | Stand 12.09.2023, 22:55 Uhr
Hans-Peter Gabler

Für den neuen Waldkindergarten in Egweil sind bereits alle Vorbereitungen abgeschlossen. Man wartet nur noch auf die Lieferung des Wagens. Foto: Gabler

Die Vorbereitungen für den Egweiler Waldkindergarten sind abgeschlossen. „Wir warten nur noch auf den bestellten Wagen“, informierte Bürgermeister Johannes Schneider auf der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die ausgewiesene Fläche zwischen Egweil und Attenfeld sei geschottert und planiert. Der Wagen sollte pünktlich eintreffen. Die Zufahrt zum Waldkindergarten zweigt an der stark befahrenen Verbindungsstraße Eichstätt-Neuburg ab.

Keine Begrenzung der Geschwindigkeit



Der Gemeinderat wollte deshalb in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometer pro Stunde festlegen. Dies hat das Landratsamt in Eichstätt abgewiesen. Eine Begrenzung sei aus dessen Sicht nicht nötig. Es sei eine langgezogene, gerade Straße, die von jeder Seite gut einsehbar sei. Die Einfahrt aus dem Feldweg sei zudem sehr übersichtlich. Schneider will aber die Anbringung eines Hinweisschildes mit dem Landratsamt klären. Ein Gefahrenpotential sei nach Ansicht des Gremiums grundsätzlich vorhanden.

Der überarbeitete Flächennutzungsplan der Gemeinde stand kurz vor der öffentlichen Auslegung. Rainer Brahm von der Firma „TB Markert Stadtplaner“ erläuterte, dass der Plan in der vorliegenden Form vom Landratsamt in Eichstätt nicht genehmigungsfähig sei. Im Plan war der Mühlberg eingezeichnet. Er ist geografisch der höchste Punkt Egweils.

Für die Einbeziehung in den neuen Flächennutzungsplan hat er zwei besondere Merkmale. Er ist zum einen eine Verdachtsfläche für Bodenschätze wie Kieselerde und zum anderen eine Vorrangfläche für Windkraftanlagen. Das bedeutet vorläufig nur eine Flächenausweisung für die Vorgaben von 1,8 Prozent der Landesfläche. „Ob und wann dort wirklich Anlagen entstehen könnten, entscheidet sich immer zwischen Betreiber und Grundstücksbesitzer“, so Schneider. Es seien keine vom Landratsamt in Eichstätt geforderten Untersuchungen geplant.

Damit sei die Fläche nicht planbar und müsste nach Behördensicht aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden. Ein Abbau von Kieselerde, falls überhaupt in Erwägung gezogen, könnte aber trotz Windkraftanlage erfolgen, hieß es. „Damit genehmigt das Landratsamt die für Egweil einzig mögliche Fläche zur Windkraftnutzung nicht“, stellte Schneider fest.

„Einzig mögliche Fläche nicht genehmigt“



Die Fläche wird aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen und der Plan an das Landratsamt weitergeleitet.

Ein Beitritt der Gemeinde zur Bürger-Energie-Genossenschaft Neuburg-Schrobenhausen-Aichach-Eichstätt wurde in der vorangegangenen Sitzung des Gremiums vertagt, da eine Haftungsfrage nicht deutlich definiert war. Diese wurde nun eingearbeitet.

Jedes Mitglied haftet maximal mit der Einlagensumme, die einhundert Euro beträgt. „Das Risiko für die Gemeinde ist damit von gering bis ausgeschlossen zu sehen“, betonte Bürgermeister Schneider. Damit wurde ein Beitritt beschlossen.

EK