Eichstätt/Lenting

Der Landkreis feiert seinen runden Geburtstag

„Tag der offenen Tür“ am 2. und 3. Juli in Eichstätt und Lenting

25.06.2022 | Stand 25.06.2022, 12:00 Uhr

Konrad Regler (links), der als „Architekt des Landkreises Eichstätt“ gilt, war in der Landes- und Bundespolitik bestens vernetzt. Von der Bevölkerung hoch geschätzt, verlor er trotzdem nie den Draht zur Bevölkerung: Dieses Bild zeigt ihn 1984 bei der „Volksmusik in der Residenz“. Foto: Ettle

Eichstätt – „Unser wunderschöner Landkreis feiert am 1. Juli sein 50-jähriges Jubiläum nach der Gebietsreform 1972, und dieses Fest möchten wir gerne gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern feiern“: Mit diesen Worten lässt sich Landrat Alexander Anetsberger (CSU) in einer Mitteilung des Landratsamts zitieren.

Gemeinsam heißt: Nach einem Festakt für geladene Gäste am Jubeltag, 1. Juli, selbst – unter anderem mit dem früheren Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) – soll sich die Landkreisbevölkerung am Samstag und Sonntag die beiden Dienstorte des Landratsamtes näher anschauen können. Am 2. und 3. Juli öffnen sich nämlich die Pforten der Landkreisverwaltung für die Öffentlichkeit. Neben einem Rahmenprogramm mit Infoständen, Vorführungen und Ausstellungen (siehe eigenen Bericht) ist auch für die Verpflegung und die musikalische Unterhaltung gesorgt. Für Kinder gibt es ebenfalls viele Angebote – Mitmachaktionen mit einer interaktiven Schnitzeljagd durch die Häuser, Gewinnspiele, Residenzführungen und vieles mehr.

Bereits seit mehreren Wochen bietet der Landkreis auf seinen neu eingerichteten Kanälen in den sozialen Medien Informationen rund ums Jubiläum und stellt nach und nach auch die 30 Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises näher vor. Zum Jubiläum gibt es einen neuen Landkreisfilm und ein neues Landkreisbuch, das am Jubiläumswochenende der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Wir blicken voller Dankbarkeit auf 50 Jahre Landkreis Eichstätt zurück und sind stolz darauf, unseren Bürgerinnen und Bürgern unser modernes Informations- und Dienstleistungsangebot präsentieren zu dürfen“, betont Anetsberger.

Straffere kommunale Strukturen, um noch leistungsfähiger zu sein – das war das Ziel der Gebietsreform. Sie hat den Grundstein für die positive Entwicklung des Landkreises Eichstätt in den letzten 50 Jahren gelegt. Bei der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Eichstätt flächenmäßig am 1. Juli 1972 deutlich größer. Die Zahl der Kommunen dagegen wurde reduziert: Aus 143 zumeist kleinen wurden 30 Städte, Märkte und Gemeinden. Der neu geschaffene Landkreis erstreckt sich nun über eine Fläche von 1214 Quadratkilometer. Die Bevölkerung stieg von anfangs 85400 Personen auf aktuell rund 134000 Einwohner.

Der von 1970 bis 1996 amtierende Landrat Konrad Regler (gestorben 2012) hat den Landkreis Eichstätt geprägt, „und viele Kämpfe ausfechten müssen“, sagt der Eichstätter Karl Zecherle, der damals als Jurist im Ministerium in München tätig war und 1978 zum Landkreis Eichstätt kam. Zeitzeuge Zecherle bezeichnet Regler als „genau den richtigen Mann zur richtigen Zeit“.

Regler habe sich starkgemacht für eine eigenständige und wirtschaftlich tragfähige Region im Norden von München. Dies sei ein schwieriges Unterfangen mit vielen Gesprächen in den Gemeinden gewesen, vor allem als es um die Grenzziehung der neuen Landkreise ging. „Wir dürfen heute eine positive Bilanz der vergangenen 50 Jahre ziehen und dankbar zurückblicken“, ist Alexander Anetsberger, seit 2020 im Amt, überzeugt.

pp/EK