Uni und Stadt beteiligt

„Future Eichstätt“: Bürger können Stadt selber mitgestalten - „jede Idee willkommen“

30.06.2022 | Stand 30.06.2022, 16:48 Uhr

Am Wochenmarkt werben Mitarbeiter des Projekts „Mensch in Bewegung“ für eine Beteiligung an „Future Eichstätt“ am 9. Juli. Der ganze Samstag steht im Zeichen der Weiterentwicklung der Stadt. Foto: Meßner

Wie sieht die Zukunft Eichstätts aus? Was bringt sie uns und von wem wird sie gemacht? Gemeinsam ermöglichen das Projekt „Mensch in Bewegung“ und Partnerorganisationen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Josef Grienberger (CSU) am Samstag, 9. Juli, allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, einen ganzen Tag lang neue Ideen für die Zukunft von Eichstätt zu entwerfen.



Stattfinden soll der Beteiligungsprozess von 10 bis 20 Uhr an unterschiedlichen Orten mitten im Stadtzentrum. An dem Aktionstag rund um Zukunftsfragen beteiligen sich vom Haus der Jugend über das BayernLab, die regionale Nachhaltigkeitsinitiative fairEInt und das Green Office der KU bis zum Verein Bahnhof lebt! zahlreiche Akteure auf ganz unterschiedliche Weise. Der EICHSTÄTTER KURIER ist Medienpartner des Bürgerbeteiligungsprozesses.

Jede Idee ist willkommen

Das Ziel aller Beteiligten: Mit Workshops, Gesprächsrunden und Mitmachaktionen neue Ideen für eine zukunftsfähige Stadt zu entwickeln und Lust darauf zu machen, an deren Umsetzung mitzuwirken. Eingeladen sind alle Eichstätter Bürger – jede Idee ist willkommen. Über die gesamte Innenstadt verteilt, werden an den unterschiedlichen Veranstaltungsorten Themen wie Mobilität in der Stadt, Energieversorgung, Innenstadtentwicklung, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung aufgegriffen. Mal geht es spielerisch zu und kurzweilig, dann wieder kritisch und faktenbasiert. Mal kann getanzt und digital gebaut werden, dann wieder nachgedacht und nachgefragt.

Koordiniert wird „Future Eichstätt“ durch das Projekt „Mensch in Bewegung“, das im Verbund zwischen Katholischer Universität Eichstätt-Ingolstadt und Technischer Hochschule Ingolstadt daran arbeitet, das Wissen und die Ressourcen der Hochschulen der Region auch in die Entwicklung der Stadt und die Gestaltung gesellschaftlicher Herausforderungen einzubringen. Das Team von „Mensch in Bewegung“ arbeitet dazu bereits seit mehreren Jahren eng mit Partnern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

Universität fühlt sie sich der Entwicklung der Stadt verbunden

Mit dem Beteiligungsformat „Future Eichstätt“ legt die KU den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Themenjahr 2022, das unter dem Motto „Wir bewegen Zukunft“ steht, auf ihren eigenen Standort. Als Universität fühlt sie sich der Entwicklung der Stadt in besonderer Weise verbunden. „Wir sehen uns in der Verantwortung, die Zukunft der Stadt mitzugestalten und im Dialog mit den Eichstätterinnen und Eichstättern herauszuarbeiten, welche Themen, Fragestellungen und Ideen zukünftig relevant werden“, sagt Maria Bartholomäus, Teamleiterin bei „Mensch in Bewegung“.

Über die Vielfalt der Perspektiven, die durch die unterschiedlichen Angebote der beteiligten Partnerorganisationen entstehen, wollen die Aktiven die Frage nach der Zukunft möglichst vielfältig stellen, so dass sich möglichst viele Interessierte einbringen können. Entstehen sollen zahlreiche kreative Ideen, zentrale und wichtige Themen können so sichtbar werden und in der anschließenden Analyse der Ergebnisse für die Präsentation in den städtischen Gremien und den Medien zusammengeführt werden.

OB: „Es darf geträumt werden“

„Wir sind sehr dankbar für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Stadtspitze. Hierdurch ist es uns möglich, Prozesse mitzugestalten, die von der Identifikation von aktuellen Herausforderungen über die Entwicklung von Lösungen bis zur Umsetzung in Projekten reichen. Hier können wir das Wissen unserer Experten und Expertinnen genauso integrieren wie die Expertise, die in Politik und Verwaltung, aber auch in der Bevölkerung gegeben ist. Daher ist jeder Beteiligungsschritt genauso wichtig wie jeder und jede Beteiligte“, so Bartholomäus.

„Es soll keine Denkverbote geben, es darf geträumt werden“, fordert Oberbürgermeister Grienberger die Bürger zur Teilnahme auf und betont weiter: „Lassen Sie uns die Zukunft Eichstätts denken.“ Auch Uni-Präsidentin Gabriele Gien ruft zur Beteiligung auf, denn Stadtentwicklung ginge nicht von allein: „Dazu braucht es Wissen, Mut, Ideen und Kreativität. Vor allem aber braucht es Sie. Seien Sie dabei und entwerfen Sie mit uns am 9. Juli Ihr ,Future Eichstätt‘“, so Gien.

Weitere Informationen zum Programm unter www.future-eichstaett.de

EK