Traditionsmarkt wieder Besuchermagnet
Bei der Nacht der Lichter bleibt es trocken – Pförringer Leonhardiritt leidet unter dem Regen

22.11.2023 | Stand 22.11.2023, 6:10 Uhr

Der Pförringer Leonhardiritt war wegen des verregneten Sonntagvormittags mit nur fünf Kutschen und sieben Reitern leider recht kurz. Die Besucher waren aber nicht vergeblich gekommen, denn an den Verkaufsständen und in den Läden, im Pfarrheim und im Rathaus gab es ein großes Angebot. Foto: Kügel

Trotz des unbeständigen Wetters war der 25. Pförringer Leonhardimarkt wieder gut besucht. Am Samstagabend blieb es bis zum Ende des Programms weitgehend trocken. Und am Sonntag nahmen trotz des Dauerregens am Vormittag etliche Pferdebesitzer die Anreise auf sich, so dass die zahlreichen Gäste einen schönen, wenn auch kurzen Leonhardiritt erlebten.

Der große Martinsumzug am Vorabend des Leonhardimarkts hat offenbar nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Nach dem Vorabendgottesdienst in der Pfarrkirche war auf dem Marktplatz fast kein Durchkommen, so viele Kinder mit ihren bunten Laternen waren, begleitet von Eltern und Großeltern, gekommen, um am wohl größten Martinsumzug in der Region teilzunehmen. Angeführt von St. Martin hoch zu Ross machte sich der Tross auf den von Fackeln erhellten Rundweg. Nach einer Zwischenstation am Seniorenheim, wo der Chor Belcanto zusammen mit den Kindern zur Freude der Bewohner einige Lieder anstimmte, traf die Lichterprozession wieder am Marktplatz ein.

Zur Belohnung bekamen die Kinder von Pater John gesegnete Martinsbrote. Und wer wollte, durfte auch das Pferd von St. Martin streicheln – ein besonders geduldiges Tier vom Reit- und Erlebnishof Steiniger aus Rottenburg.

Die Gruppe Spiritus Draconis erzählte mit einer flammenden Choreographie die Geschichte des Drachens, der das Feuer zu den Menschen brachte. Am Ende des Auftritts dankte Nox Garan, alias Josef Sanladerer, nicht nur dem begeisterten Publikum, sondern auch dem bayerischen Wetterpatron St. Petrus, dass es bei einem leichten Nieseln geblieben war. Viele drängte es nach Glühwein, Feuerwurst und Zuckerwatte noch lange nicht nach Hause, sondern zum Kneipenshuffle in die Wirtshäuser, wo bis spät in die Nacht ausgelassene Stimmung herrschte.

Am Sonntagvormittag öffneten sich allerdings die Himmelsschleusen, so dass viele Pferdebesitzer ihre Tiere lieber im Stall ließen. Die Schaulustigen kamen dennoch in Scharen und sahen einen zwar kurzen aber dennoch abwechslungsreichen Umritt.

„Mich freut’s, dass trotz des unsicheren Wetters etliche Reiter und Kutschen zu unserem traditionellen Leonhardiritt gekommen sind“, sagte Bürgermeister Dieter Müller. Was die Besucherzahlen angeht, sei der 25. Leonhardimarkt ein voller Erfolg gewesen. Das machte sich auch an den Verkaufsständen und in den verkaufsoffenen Geschäften bemerkbar. So zeigte sich Christa Pfaller, die Weihnachtsgestecke und Holzdeko anbot, mit dem Umsatz sehr zufrieden. Auch Margot Henzl freute sich, dass sie im Schuhgeschäft nicht nur Stammkunden, sondern auch neue Gesichter begrüßen konnte. Und Marianne Prummer vom Bekleidungshaus Strobel sprach sogar von einem guten Geschäft mit Pullovern und Jacken. Gut besucht war auch das weitere Rahmenprogramm – vom Café des Frauenbunds und dem Chorkonzert des MGV im Pfarrheim bis zur Ausstellung der Hobbykünstler im Rathaus. „Wir waren überrascht, wie viele Leute schon am Samstag gekommen waren“, berichtete Renate Kühner vom Kunstkreis.