Fünfter Sieg im fünften Test
Kronthaler und Neziri treffen für den TSV Aindling beim 2:0-Erfolg in Ecknach

08.07.2024 | Stand 08.07.2024, 5:00 Uhr |

Auch ein Ecknacher Quartett (von links Daniel Schimpf, Maxim Korelko, Christian Wagner und Martin Birkl) kann den Aindlinger Führungstreffer durch Florian Kronthaler nicht verhindern. Foto: Siegfried Kerpf

„So eine positive Vorbereitung hatten wir schon lange nicht mehr“, sagte Aindlings Fußballchef Josef Kigle am frühen Samstagabend, nachdem die Rot-Weißen auch ihr fünftes Vorbereitungsspiel mit 2:0 (0:0) beim VfL Ecknach gewonnen hatten.

Kigle muss es ja wissen, schließlich ist er seit über zwei Jahrzehnten Frontmann der TSV-Kickersparte. Er weiß aber auch, dass Siege in Testspielen noch längst keine Punkte garantieren, wenn in knapp zwei Wochen der Startschuss in die neue Landesligasaison fällt.

Vorher aber soll die gute Vorbereitung noch mit einem Weiterkommen im Cup-Wettbewerb veredelt werden. Wenn man so will, war der Aindlinger Auftritt in Ecknach bereits das letzte Vorbereitungsspiel. Denn am kommenden Freitag (19 Uhr) geht‘s gegen den Bayernliga-Absteiger FC Gundelfingen um den Einzug in die erste Hauptrunde des bayerischen Landespokals. Im BFV-Cup kamen die Aindlinger vor einem Jahr bis in die zweite Runde und zogen bekanntlich mit den Münchner „Löwen“ das große Los. Kein Wunder, wenn Kigle auf einen lukrativen Gegner hofft. „Wir wollen im Pokal weiterkommen“, betont der 69-Jährige denn auch unmissverständlich.

Aindlings Trainer Florian Fischer kann mit dem Verlauf der Vorbereitung durchaus zufrieden sein. In Ecknach hat sein Team zum vierten Mal nacheinander zu null gespielt. „Bei Ballbesitz haben wir allerdings noch Luft nach oben“, sagt er, „das muss noch flüssiger werden.“ Gezwungenermaßen musste Fischer in der Offensive experimentieren, beorderte Dominic Robinson in die vorderste Front. „Vorne haben wir nicht viele Optionen“, erklärte der TSV-Trainer das Experiment, nachdem seine nominellen Stürmer Nico Baumeister (Urlaub) und Moritz Wagner (angeschlagen) nicht zur Verfügungen gestanden waren. Für Robinson war sein Ausflug in den Angriff indes nichts Neues. Der 32-Jährige ist gelernter Stürmer und wurde erst im Laufe der vergangenen Jahre zum linken Außenverteidiger umfunktioniert. „Ich fand es gut, wie er es gemacht hat. Er weiß ja auch, wie er sich bewegen muss“, so Fischer.

Trotz der viertelstündigen Gewitterunterbrechung gleich zu Beginn wirkten die Aindlinger deutlich frischer als noch beim 1:0 am Donnerstag in Haunstetten. Die Tore fielen allerdings erst im zweiten Abschnitt. Nach Doppelpass mit Fatlum Talla schob Florian Kronthaler aus sieben Metern überlegt zum 1:0 ein (70.). Den Schlusspunkt für die in den letzten zehn Minuten in Unterzahl spielenden Aindlinger nach „Gelb-rot“ für Markus Lohner (80.) setzte Ibrahim Neziri mit einem Kunstschuss aus gut 50 Metern über den zu weit vor dem Kasten postierten VfL-Keeper David Selig (0:2, 84.).

Der klassenniedrigere VfL hielt in seinem ersten Testspiel gut mit. „Es ist klar, dass wir die Aindlinger spielerisch nicht komplett rausnehmen können“, sagte Spielertrainer Angelo Jakob, „aber wir konnten die Partie relativ ausgeglichen gestalten und hatten auch die ein oder andere Möglichkeit.“

VfL Ecknach: Selig – Elbl, Huber, Sponer, Glas – Jakob, Framberger – Erhard, Rauch, Wagner – Scheidler (Einwechslungen: Meyer, Wiedholz, Örnek, Birkl, Del Olmo Ruiz, Korelko, Schimpf, Broncel, Eibel).

TSV Aindling: Schmidt – Burghart, Stoll, Menhart, Simon – Schöttl, Bichlmeier – Müller, Neziri, Talla – Robinson (Einwechslungen: Hartmann, Woltmann, Kronthaler, Gastl, Hanreich, Lohner).