100 Jahre Schützenverein
Hollenbacher feiern in aller Gemütlichkeit: Mit Umzug, Musik und vielen Gästen

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 5:00 Uhr |

Mit einem feierlichen Umzug begannen die Schützen von Gemütlichkeit Hollenbach am Wochenende ihr Festjubiläum. Sie feierten das 100-jährige Bestehen des Vereins.

Die 100-Jahr-Feier der Hollenbacher Gemütlichkeit-Schützen am Wochenende stand auf wackeligen „Wetter-Beinen“. Trotz der nahenden dunklen Gewitterwolken entschied Schützenmeister Ulrich Egger am Samstag kurzerhand, den geplanten Umzug vorzuziehen. Es folgten gelungene Festtage. Den Startschuss gab die Böllerabteilung des Vereins.

Wenn auch nicht alle angemeldeten Teilnehmer der zehn geladenen Vereine dem früheren Starttermin nachkommen konnten, genossen die anwesenden Gäste – auch dank der musikalischen Begleitung durch die Sielenbacher Blaskapelle und den Hollenbacher Musikverein – den Marsch. Trotz des leichten Nieselregens.

Alter Bauhof wird Festhalle

Der Verein hatte für das Festwochenende mit einer großen Helferschaft die alte Bauhofhalle der Gemeinde zu einer „Festhalle“ umfunktioniert. „Anfänglich habe ich mich, ehrlich gesagt, mit der Vorstellung, hier ein gemütliches Fest feiern zu können, etwas schwer getan“, sagte Stefan Greppmeir, der für das Ausräumen und diverse Vorbereitungen in der Halle verantwortlich war.

Nach dem Auszug der Gemeindearbeiter blieb die Halle kurz ungenutzt und wurde dann vom Zimmerermeister Josef Thummerer angemietet.

Dass die Gemütlichkeit-Schützen ihrem Namen dann mit dem Fest doch alle Ehre machen wollten, wurde den Gästen bewiesen: von Malerarbeiten über Deckenschmuck, Birkenbäumchen und alten Schützenscheiben, Blumentrögen bis hin zu individuell gelaserten Tischaufstellern für jeden geladenen Verein haben die Verantwortlichen viel Wert auf Details gelegt.

„Unsere Mühen haben sich gelohnt“, freute sich Stefan Wunder, Zweiter Vorsitzender des Vereins. Er war verantwortlich für den Küchenbetrieb. „Die Gäste sind nicht nur von der verwandelten Halle begeistert, es läuft einfach alles wie am Schnürchen“, zeigte sich Ulrich Egger am Samstagabend begeistert.

Er hatte davor alle Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und Schützenkönigen in der Festhalle begrüßt. Feierlich schwangen die Fahnenträger ihre Tücher. Danach wurde bei bayerischen Schmankerln bis tief in die Nacht gefeiert.

Feierlicher Einzug der Vereine

Nachdem die letzten Töne der Sielenbacher Blaskapelle verklungen waren, sorgte DJ Tronic für Feierlaune. Alle Altersgruppen waren auf der Tanzfläche vertreten.

Das Festprogramm am Sonntag startete ebenfalls feierlich: Um 10 Uhr versammelte sich der Verein in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Dominic Brecheisen, ebenfalls Mitglied des Fest-Komitees und unter anderem verantwortlich für das optische Erscheinungsbild des Jubiläumswochenendes, trug das Festbanner in die Pfarrkirche.

Dieses wurde während des Gottesdienstes zu den Klängen der Bayernhymne geweiht und erstmals an der Vereinsfahne angeheftet.

Dekan Stefan Gast zelebrierte die Messe, die von der Gruppe Amici musikalisch umrahmt wurde. Diese hatten als Eingangslied „Aufstehen, aufeinander zugehen…“ gewählt. Darin sah Gast einige Parallelen zu sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen in einem Verein.

Weil es zu einem 100-Jährigen durchaus feierlich zugehen darf, zog der Verein auch am Sonntag, begleitet vom Musikverein, mit seinen geladenen Vereinen und Ehrengästen zurück zur Festhalle.

Unter den Ehrengästen waren auch Hollenbachs Bürgermeister Xaver Ziegler, der Schirmherr der Feierlichkeiten war, sowie Gauschützenmeister Franz Marb. Beide richteten vor dem Weißwurstfrühstück kurze Grußworte an die Besucher des Fest-Sonntags. Die Halle war auch an diesem Tag ausgesprochen gut besucht.

Mit Regenschirmen bewaffnet zogen 27 Teams los, um den 3,5 Kilometer langen Rundkurs durch Hollenbach zu absolvieren. An vier Mitmachstationen forderte Organisatorin Martina Baur von den Teilnehmern allerlei handwerkliches und kreatives Geschick: Neben Schießeinheiten, Fühl- und Duftstationen musste auf der Strecke neben einigen Fragen auch ein kreativer Filmheld aus Naturmaterialien, die am Wegesrand gefunden wurden, gebastelt werden. Belohnt wurden die Sieger mit einer Auswahl an diversen Gutscheinen und Sachpreisen.

Fest ein Zeichen des Zusammenhalts

Neben Ehrenmitglied Anton Katzenschwanz zogen auch Corinna Fischer, Jugendleiterin des Vereins, und Andreas Penzes, für den Ausschank und den Barbetrieb verantwortlich, ein durchweg positives Resümee: „Das Fest war ein Zeichen des Zusammenhalts in unserem Verein. Es hat Jung und Alt auf ganz besondere Weise zusammengebracht – vom ersten Arbeitsdienst bis zur letzten Feierstunde.“

AZ