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Kehrtwende beim Tierschutzverein: Neuer Vorstand will Sandra Lob zurück

erstellt am 05.06.2012 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 09:24 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PAF) Der zerstrittene Pfaffenhofener Tierschutzverein hat seit gestern einen neuen Vorstand – nach einer denkwürdigen Mammutversammlung mit außerordentlicher Neuwahl. Die von der alten Führung entlassene Tierheimleiterin Sandra Lob darf damit wohl wiederkommen.
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Pfaffenhofen: Kehrtwende beim Tierschutzverein: Neuer Vorstand will Sandra Lob zurück
Ein neues Vorstandsteam um Vorsitzende Manuela Braunmüller (Mitte) führt den Tierschutzverein künftig.
Kraus
Ein neuer Vorstand um Manuela Braunmüller soll’s beim Tierschutzverein richten. Erste Amtshandlung: die ehemalige Heimleiterin Sandra Lob, deren Kündigung durch den alten Vorstand den Verein in zwei Lager gespalten hat, zurückholen. „Wir haben beschlossen, dass Sandra Lob wieder die Tierheimleitung übernimmt“, verkünden Braunmüller und Stellvertreterin Barbara Sputh unisono.

„Es freut mich narrisch“, antwortet Lob bei ihrer einzigen Wortmeldung des Abends. Sie stehe zur Verfügung. Und da ab sofort der neue Vorstand den Tierschutzverein bei einem laufenden Arbeitsgerichtsprozess vertreten wird, dürfte die gütliche Einigung beider Seiten wohl eher eine Formalie sein.

Bei der Versammlung ist es von Anfang an gesteckt voll. Die Schlange bei der Ausgabe der Wahlzettel reicht durch das Treppenhaus bis ins Erdgeschoss der Tierherberge. „So voll war es noch nie“, raunt ein Gründungsmitglied. 94 Stimmberechtigte und viele Gäste sind gekommen. Sitzplätze sind Mangelware.

Nach langem Hickhack um die Entlastung des Vorstands für die vergangenen vier Wochen seit der vorherigen Versammlung – die Mitglieder wollen sich rechtliche Schritte in Sachen der Kündigung vorbehalten – tritt die alte fünfköpfige Führungsmannschaft um Andrea Fuchs aus freien Stücken zurück. Ohne Drama, ohne Pathos – und ohne Worte: Der städtische Tierschutzreferent Roland Dörfler (Grüne) verliest stellvertretend als Versammlungsleiter eine kurze schriftliche Erklärung. „Die Trennung (von Lob) war zwingend erforderlich“, heißt es darin unter anderem. Die emotional geführte Debatte habe man nicht beabsichtigt.

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Michael Kraus
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