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Fassadenfantasien: Doch ein Giebel am Seilerhaus-Neubau?

erstellt am 20.03.2012 um 15:54 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 09:24 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PAF) Der Abriss und Neubau des alten Bauamts und Seilerhauses hat in den vergangenen Wochen Gemüter erhitzt und Nostalgiker auf die Barrikaden getrieben. Gestern sollte ein Infoabend des Bauträgers Missverständnisse klarstellen und Befürchtungen zerstreuen. Der Tenor: Alles halb so wild.
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Pfaffenhofen: Fassadenfantasien: Doch ein Giebel am Seilerhaus-Neubau?
Glatt oder mit Blendgiebel? Gestern hat der Bauträger Karl Böswirth einen Entwurf für das Seilerhaus mit vorgesetztem Giebel und modernem Erker vorgestellt, der die Formen und Elemente des alten Gebäudes aufnimmt. Doch dafür müsste die Stadt den Bebauungs
Büro Eichenseher
Das brachliegende ehemalige Bauamt in der Frauenstraße soll überbaut werden, weil die Stadt es nicht mehr, wie früher angedacht, für einen neuen Verwaltungsbau braucht. Nach einer Ausschreibung ist zwar schon ein Investor gefunden. Doch es hat ganz schön gegärt wegen der ersten Entwürfe, die für die Überbauung des südlichen Frauenstraßen-Quartiers im Gespräch waren. Grund: Angeblich sollte der stadtbildprägende Giebel des Seilerhauses einer schmucklosen Front entlang der Hausnummern 12 bis 16 weichen. Um damit aufzuräumen, hat die Pfaffenhofener KB Wohnbau GmbH, die den Zuschlag für das Areal bekommen soll, nun alle Bürger zum Informationsabend gebeten und verschiedene denkbare Entwürfe vorgestellt. Etwa 50 Bürger sind dieser Einladung in den Rathausfestsaal gefolgt. „Es wäre wünschenswert, den stadtbildprägenden Giebel wiederaufzunehmen“, sagte dort die zuständige Architektin Petra Lamshöft. Doch mit der „ziemlich langen Litanei an Vorgaben“ sei eigentlich nur „eine relativ langweilige Lochfassade“ möglich. Mehr sei laut städtischem Bebauungsplan mit Jahrgang 2010 und Exposé für den Neubau sowie den Anforderungen der späteren Nutzung eigentlich nicht drin. „Wenn wir einen Giebel wollen, brauchen wir die Unterstützung der Stadt“, sagte deshalb Bauträger Klaus Böswirt, Geschäftsführer der KB Wohnbau. Der erste Entwurf, der vielen Stadträten nicht gefallen hat, soll schließlich deren eigenen Vorgaben geschuldet gewesen sein.

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Michael Kraus
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