Freitag, 25. Mai 2018
Lade Login-Box.

Traditionelles Donauschwimmen in Neuburg: 2241 Unerschrockene stürzen sich ins Wasser

erstellt am 30.01.2016 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 08:55 Uhr | x gelesen
Neuburg (dk) Das Wasser hatte 4 Grad und trotzdem stürzten sich heuer so viele mutige und Kälte erprobte Schwimmer wie noch nie in die Donau. Der Grund? Zum 47. Mal fand an diesem Samstagnachmittag das Donau-Schwimmen in Neuburg statt. 2241 Unerschrockene machten bei Europas größtem Winterschwimmen mit.
Textgröße
Drucken
Schwimmvergnügen bei 4 Grad: Zum traditionellen Donauschwimmen nach Neuburg kommen stets hunderte Schwimmer.
Verena Belzer

Die Außentemperaturen waren mit 10 Grad human im Vergleich zu den Wassertemperaturen: 4 Grad "warm" ist das Wasser der Donau zur Zeit. Aufgrund der milden Temperaturen gab es nur drei Unterkühlungen, so wenig wie noch nie. Die 2241 Teilnehmer (davon waren es 655 Frauen) der 47. Auflage des Neuburger Donau-Schwimmens zeigten sich trotzdem unerschrocken und ließen sich die knapp vier Kilometer lange Strecke von Bittenbrunn zum Donau-Ruderklub in der Donau treiben.

Fotostrecke: Donauschwimmen Neuburg
60
Fotostrecke: Donauschwimmen Teil II
107
Fotostrecke: Donauschwimmerball Neuburg
71

40 sogenannte Eisschwimmer wagten sich sogar ohne Neoprenanzug ins Donauwasser. Sieben Frauen waren unter ihnen. Die älteste Teilnehmerin des Donau-Schwimmens ist auch eine Eisschwimmerin. Die Frau ist 71 Jahre alt und stammt aus Thüringen. Bei den Männern ist der älteste Schwimmer übrigens 79 Jahre alt und kommt aus München. 248 Ortsgruppen der Wasserwacht waren ebenfalls dabei.

Die FIFA ging in Neuburg baden.
Jörg Mattick
Einen kurzen Schreckmoment gab es außerdem: Das Indianerfloß aus Oberhausen war gegen die Donau-Insel geprallt. Dadurch wurde ein Riss in das Floß gerissen. Das Oberhausener Gefährt kenterte, doch die Besatzung konnte glücklicherweise schnell gerettet werden. Den Schwimmern war nichts passiert.

Jedes Jahr wird zudem ein Wanderpokal an die bestverkleidete Gruppe vergeben. Der Pokal ging dieses Jahr an den SC Feldkirchen, der mit einer überlebensgroßen Angela Markel-Puppe angetreten ist. Den zweiten Platz haben die Schafkopffreunde aus Neuburg mit der "Donau-Luftbrücke" errungen. Der dritte Platz ging an die "Absäufer" aus Baring, die mit einem Fifa-Boot gestartet sind. Platz vier erreichte die Wasserwacht Weilheim, die den VW-Abgas-Skandal thematisiert hat und Platz fünf ging an die Wasserwacht Bad Aibling mit dem Thema "Abstand-Halten".

Wie jedes Jahr waren unter den Teilnehmern auch prominente Gesichter: Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl (CSU) ließ es sich ebenso wenig nehmen ins kalte Wasser zu springen wie der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders in Neuburg Holger Neumann. Aus den Partnerstädten Sète, Jesenik sowie Ljubljana waren ebenfalls Schwimmer dabei. Aus Sète haben elf Feuerwehrmänner teilgenommen.

Die größte Teilnehmergruppe stellte das Taktische Luftwaffengeschwader mit 80 Mann.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!