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Arbeitskampf der Erzieherinnen

Kundgebung am Paradeplatz

erstellt am 13.05.2015 um 10:11 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:22 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (dk) 24 städtische Kindertageseinrichtungen sowie einige im Umland werden heute und am Freitag geschlossen sein. Auch die Mitarbeiter der Lebenshilfe stimmten sich gestern auf den Streik ein. Sie fordern eine tarifliche Aufwertung ihrer Berufe.
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Kita-Streik Ingolstadt
Durch die Fußgängerzone zogen die Erzieherinnen und Erzieher zum Paradeplatz.
Burgstaller

Heute Vormittag marschierten die Beschäftigten über die Ingolstädter Fußgängerzone zum Paradeplatz, wo die Kundgegung stattfindet. Rund 600 Menschen haben sich dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi angeschlossen, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Steffi Kempe.

Die Erzieherinnen fordern eine bessere Bezahlung. "Arbeit muss einen Wert haben", sagt Eva Bulling-Schröter, Bundestagsabgeordnete für die Linken. "Nicht nur Ingenieure bei Audi dürfen richtig verdienen."

Fotostrecke: Verdi-Kundgebung auf dem Paradeplatz

Seit fast drei Monaten werde nun schon verhandelt, sagte die Verdi-Landesleiterin in Bayern Brigitte Zach. Über 93 Prozent der Mitglieder hätten in der Urabstimmung nun für den Streik gestimmt. "Wir streiken bis wir einen neuen Verhandlungstermin haben. Also unbefristet", rief Zach den Erzieherinnen zu. "Wir wollen mehr. Es geht um die Anpassung von Bezahlung und die Aufwertung sozialer Berufe. Diese Tarifrunde ist die Fortsetzung von 2009." Damals hätte man gezeigt, dass man etwas erreichen könne. "Und das zeigen wir auch 2015."

Nächste Woche ab Mittwoch sind wieder alle kommunalen Kindereinrichtungen zum Streik aufgerufen, sagt Steffi Kempe. Drei Tage soll der Ausstand dauern. "Wir streiken so lange bis wir mit dem Angebot zufrieden sind."

Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) lässt prüfen, ob den Eltern die Gebühren für den heutigen Streiktag zurückerstattet werden können. Die Stadtverwaltung muss das erst noch prüfen.

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