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Schock für Ingolstädter Polizei: Beamter nach Schlagstock-Einsatz gegen Fußball-Fan verurteilt

erstellt am 29.10.2014 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 09:17 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (IN) Das Fußballspiel zwischen dem FC Ingolstadt II und Eintracht Bamberg im Juli 2013 könnte für einen Beamten der Ingolstädter Polizeiinspektion dramatische Folgen haben: Weil er nach einem Schlagstock-Einsatz gegen einen mutmaßlich aggressiven Gäste-Fan einen nachweislich falschen Bericht ablieferte, wurde der Polizeihauptmeister am Mittwoch am Amtsgericht in Ingolstadt verurteilt.
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Die Strafe von 16 Monaten Gefängnis ist zwar zur Bewährung ausgesetzt, sie wird den Beamten bei Rechtskraft allerdings seinen Job kosten. Er würde automatisch aus dem Dienst entfernt werden.Der Polizist hatte behauptet, der Fan aus Bamberg habe ihn bei tumultartigen Szenen am Ingolstädter Hauptbahnhof in den Rücken getreten und sei anschließend mit einer abgebrochenen Bierflasche auf ihn zugegangen. Ein von einem Gästefan per Handy aufgezeichnetes Video widerlegte diese Darstellung.

Wie das Amtsgericht unter Vorsitz von Richter Christian Veh dem Polizisten massivst anlastete, wäre aufgrund seines falschen Einsatzberichtes und ohne Videobeweis dem (zumindest in diesem Punkt unschuldigen) Fan für einen angeblich schweren Angriff mit der Bierflasche sicherlich eine heftige Strafe aufgebrummt worden. Der Schlagstock-Einsatz an sich habe in dem Prozess nur die untergeordnete Rolle gespielt, sagte Veh. Sein Urteil kommt einem Schock für die Beamten der Ingolstädter Polizei gleich. Zahlreiche Kollegen des Angeklagten verfolgten die Verhandlung im Sitzungssaal.

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Christian Rehberger
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