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Alte Mühle bekommt neues Wasserrad

erstellt am 16.05.2012 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 09:06 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EIH) Mörnsheim (EK) Eine spektakuläre Aktion erlebte das kleine Dorf Altendorf bei Mörnsheim vor einigen Tagen. Ein 80-Tonnen-Autokran hievte eine überdimensionale stählerne Tonne auf einen Hof, die sich bei näherem Hinsehen als Wasserrad entpuppte.
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Eichstätt: Alte Mühle bekommt neues Wasserrad
Die alte Kohlmühle an der Gailach verfügt wieder über ein Wasserrad.
privat
Seit fast zwei Jahren trug sich Stefan Netter mit dem Gedanken, sich energietechnisch autark zu machen. Dabei setzte er nicht etwa auf Photovoltaik, sondern auf Wasserkraft. Das lag sogar nahe, denn Netter, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter bewohnen die „Kohlmühle“ in Altendorf, eine von ursprünglich vier Mühlen an der Gailach. Netters Urgroßvater hat das Anwesen Mitte des 19. Jahrhunderts gekauft. Er errichtete hier 1849 eine Mühle und grub dazu einen Kanal von der Gailach zu diesem Gebäude. „Damals wurde erstmals Korn gemahlen“, sagt Netter. Viel ist nicht überliefert aus diesen Tagen. Der 30-jährige Familienvater weiß nur, dass es ein Zappelwasserrad gegeben haben muss, von dem aber weiter nichts bekannt ist. 1913 wurde das alte Mühlrad durch ein neues ersetzt, das 5,80 Meter im Durchmesser maß und eine Breite von 1,10 Meter aufwies. Zusätzlich wurden 1828 Eichpfähle gesetzt, welche die maximale Anstauhöhe anzeigen. Die Kohlmühle arbeitete bis in die 1940-er Jahre. Dann scheint das Wasserrad eine Unwucht bekommen zu haben, war wohl auch schon morsch. Jedenfalls habe sein Großvater das hölzerne Gebilde ausgebaut und verbrannt. Die gesamte Wasserführung wurde nicht mehr gepflegt und kaum einer verschwendete einen Gedanken an Wasserkraft. Bis Stefan Netter vergangenes Jahr ein Gedanke durch den Kopf schoss. Der Heizungsmeister und Kältemeister hat sich in der Kohlmühle eine moderne Fußbodenheizung eingebaut. Die Energie bezieht die Familie über eine Wärmepumpe, die den Bach anzapft. Den Bach als Energiequelle wollte sich der 30-Jährige weiter erschließen.

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Josef Bartenschlager
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