Kann man dieses Schwammerl essen?
Unterwegs mit der Expertin ins Reich der Pilze

18.10.2023 | Stand 18.10.2023, 11:14 Uhr |

Apothekerin Anita Buhmeier erklärte, worauf man bei Pilzen achten muss. Foto: Wagener

Kann man dieses Schwammerl essen? Eine Frage, die immer wieder gefallen ist, als 25 junge und ältere Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Zuchering neulich mit Pilzexpertin Anita Buhmeier auf „Pirsch“ unterwegs waren. Apothekerin Buhmeier beantwortete alle Fragen mit großer Geduld und Sachkenntnis und konnte den Teilnehmern das Reich der Pilze in allen Facetten nahebringen.

Die Referentin berichtete vom riesigen Pilzgeflecht, dem Mycel, das im Waldboden wächst und nur zu günstigen Zeiten jetzt im Herbst Fruchtkörper nach oben schiebt – die wir als Pilz wahrnehmen. Vom Kartoffelstäubling, einem Bauchpilz, ging es weiter zu essbaren Köstlichkeiten wie dem Maronenröhrling und dem Semmelstoppelpilz. Aber auch mehr oder weniger giftige Exemplare – wie der Gelbe Knollenblätterpilz oder der bekannte Fliegenpilz – wurden in ihren Merkmalen vorgeführt. Den Teilnehmern wurde auch die Angst genommen, dass vom bloßen Berühren eine Giftwirkung ausgehen kann.

Worauf muss man achten?

Wie sieht ein Pilz aus? Worauf muss man achten? Ist eine Knolle vorhanden oder nicht, ist der Stiel „genattert“ oder nicht, gibt es einen Ring, wenn ja, ist er verschiebbar, gibt es Lamellen oder Röhren unter der Hutoberfläche, welche Farbe haben die Sporen, ist die Huthaut abziehbar, gibt es eine Verfärbung beim Anschneiden? Nicht wenigen Teilnehmern schwirrte bald der Kopf. Gut beraten war derjenige, der sich beim Sammeln der Informationen auf einige wenige, möglichst markante Pilzarten beschränkte und diese immer wieder wiederholte – wie etwa die Krause Glucke, die durch ihr für einen Pilz ungewöhnliches Aussehen jedem im Gedächtnis blieb.

Zum Schluss hatten alle, die wollten, eine stattliche Anzahl essbarer Pilze im Korb – ein Resultat, das wegen der trockenen Witterung überraschte. Anita Buhmeier wies noch darauf hin, dass sie nur einen kleinen Bruchteil des faszinierenden und riesigen Reichs der Pilze angesprochen habe, und dass stetige Wiederholung unabdingbare Voraussetzung für ein fundiertes Pilzwissen sei. Die ersten Anmeldungen für die Pilzwanderung 2024 liegen bereits vor.