Pförring

UW wollen wieder aktiver werden

Jahresversammlung der Pförringer Wählergruppe

19.11.2022 | Stand 19.11.2022, 15:00 Uhr

Den Markt Pförring haben die Unabhängigen Wähler Pförrings weiterhin im Blick. Foto: Kügel (Archiv)

Die Unabhängigen Wähler Pförring haben ihren Vorstand im Amt bestätigt. Nach der coronabedingten Zwangspause will die Wählergruppe wieder mehr Aktivität entfalten. Unter anderem soll ein vierteljährlicher Stammtisch eingeführt werden.

Nachdem die Jahresversammlung 2020 nicht stattfinden konnte, blickten die Unabhängigen Wähler (UW) jetzt auf zwei Vereinsjahre zurück. Weil 2021 „nix los war“, wie es Stefan Haser kurz und knapp formulierte, lenkte der Vorsitzende den Blick auf das Wahljahr 2020, das mit der Aufstellungsversammlung am 4. Januar begonnen hat.


Am 1. Februar feierte die Pförringer UW ihr 30-jähriges Bestehen „mit einem Abend, den man nicht so schnell vergisst“, schwärmte der Vorsitzende. Er erinnerte daran, wie der scheidende Bürgermeister Bernhard Sammiller von den rund 200 Gästen im voll besetzten Pfarrsaal verabschiedet und die langjährige Vorsitzende Brigitte Dellekönig zur Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. „Es war schön, eine so große Mannschaft hinter sich zu sehen“, sagte Haser.

Themenabende über Pförring gut besucht

Kontakt zu den Bürgern suchten die Kandidaten mit der Veranstaltungsreihe „UW vor Ort“. Auch zwei Themenabende – Pförring anno dazumal mit Sebastian Kügel und „Organspende, das letzte Geschenk“ mit dem Facharzt für Anästhesie Maximilian Hader – seien gut angenommen worden. Der Wahltag brachte für die Unabhängigen ein sehr erfreuliches Ergebnis, so Haser: Die Unabhängigen Wähler konnten ihre vier Sitze behaupten. Die JUW erreichte auf Anhieb zwei Sitze.

Als weiteren Erfolg verbuchte es Haser, dass die UW mit Sebastian Kügel erstmals den zweiten Bürgermeister stellt. Haser dankte den Gemeinderats- und Ausschussmitgliedern, die für ihre Ehrenämter viel Zeit opferten. Bürgermeister Dieter Müller lobte er für die „angenehme und respektvolle Zusammenarbeit“.

Das Wahljahr 2020 war laut Kassier Wilhelm Häring „das umsatzstärkste in der Geschichte der UW“. Dank der Spenden der Mandatsträger blieb die Kasse jedoch immer gut gefüllt. 2021 habe es dann auch in der Kasse wenig Bewegung gegeben.

Bewährter Vorstand im Amt bestätigt

Bei den Neuwahlen unter der Leitung von Altbürgermeister Bernhard Sammiller, der den UW-lern für ihre „Unterstützung, Zusammenarbeit und Wertschätzung“ dankte, wurde der Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Als Vorsitzender wurde Stefan Haser einstimmig wiedergewählt. Sein Stellvertreter bleibt Hermann Bauch, Kassier Wilhelm Häring und Schriftführer Sebastian Kügel. Als Beisitzer fungieren Brigitte Dellekönig, Sebastian Dellekönig, Franz Fellner, Maximilian Hader, Nadine Huber, Sieglinde Nest, Rayk Pöthig, Gebhard Reith, Hans Treffer und Klaus Wibmer.

Versorgung in Kliniken als Dauerthema

Vize-Landrat Bernhard Sammiller berichtete aus dem Kreistag. Die Themen reichten von Corona über die massiv steigenden Flüchtlingszahlen bis zu Energieneutralität und ÖPNV. Breiten Raum nahm die Zukunft der Kliniken ein. Sammiller bat um Verständnis, dass er dazu nicht beim Aschermittwoch der UW sprechen konnte. Aber das Strukturgutachten – es soll Klarheit bringen, wie sich die Krankenhäuser für die Zukunft aufstellen müssen – liege noch nicht vor. „Die Kliniken werden bis 2024 weiterbetrieben“, sagte Sammiller und schränkte aber ein: „Soweit das Personal dafür da ist.“

Nachdem zu Anfang der Wahlperiode ein Personalüberhang im Kindergarten beklagt worden war, sei inzwischen auch hier der Personalmangel ein großes Problem, sagte Sebastian Kügel, der aus dem Gemeinderat berichtete. Wilhelm Häring konnte das für den Altenheimzweckverband bestätigen. Auch hier gebe es nicht zu viel, sondern zu wenig Personal. Nicht belegte Zimmer und teure Leiharbeit erhöhten das Defizit. Für die Pflegekräfte war er voll des Lobes: „Respekt vor der Leistung. Den Bewohnern fehlt es an nichts!“

Brigitte Dellekönig erklärte, dass die Übernahme der Abwasserbeseitigung durch die Verwaltungsgemeinschaft eine Kreditaufnahme notwendig machte. Franz Fellner nannte Zahlen aus dem Wasserzweckverband Ingolstadt-Ost, der rund 4700 Menschen mit Trinkwasser versorgt.